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Internationale Organisationen

Das BMEL unterstützt mit seinen Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich Ernährung und Landwirtschaft die Arbeit der Vereinten Nationen (VN) sowie die verschiedener anderer internationaler Organisationen.

Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation "Food and Agriculture Organisation" (FAO)

Die FAO zählt zusammen mit dem Welternährungsprogramm (World Food Programme, WFP) und dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (International Fund for Agricultural Development, IFAD) zu den drei in Rom ansässigen Landwirtschafts- und Ernährungsinstitutionen der VN.

Ziel der FAO ist es, als Wissensorganisation

  • weltweit zu einem höheren Lebensstandard,
  • zur besseren Ernährung und
  • zur Überwindung von Hunger und Unterernährung beizutragen;
  • die Effizienz bei der Erzeugung und Verteilung von Agrarerzeugnissen zu verbessern;
  • günstige Lebensverhältnisse für die ländliche Bevölkerung zu schaffen und
  • damit die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.

Ihr Kernmandat besteht in normativer Arbeit für Landwirtschaft und Ernährung sowie in Politikberatung. In ihren Aufgabenbereich fallen u.a. das Sammeln und Auswerten von Daten, die Entwicklung von Agrar- und Ernährungsstrategien und die Beratung zu landwirtschaftlichen Fragen. Als Fachorganisation der VN für Ernährung und Landwirtschaft bietet sie ein wichtiges Forum zum Austausch von Wissen, das sie für die Politikberatung der Mitgliedsländer sowie anderer VN-Einrichtungen benötigt.

Für die FAO hat das BMEL innerhalb der Bundesregierung die Federführung. Im Rahmen des Bilateralen Treuhandfonds mit der FAO unterstützt das BMEL seit 2002 Projekte zur Ernährungssicherung.

Ausschusses für Welternährungssicherung "Committee on World Food Security" (CFS)

Der CFS ist ein Gremium bei der FAO. Er wurde 1974 ins Leben gerufen und 2009 grundlegend reformiert. Der CFS bildet die Schnittstelle der drei für Ernährungssicherheit zuständigen römischen VN-Organisationen.

Neben Regierungsvertretern tragen multilaterale Organisationen sowie privatwirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteure zu den Entscheidungsprozessen bei. Dieser partizipative Ansatz des CFS gilt innerhalb des Systems der VN als modellhaft. Die Ergebnisse der idR jährlichen Plenarsitzungen werden an die FAO Konferenz und über ECOSOC an die Generalversammlung der VN berichtet.

Organisation für wirtschaftliche Kooperation und Entwicklung "Organisation for Economic Cooperation and Development" (OECD)

Die OECD ist ein internationaler "Think Tank", in dem die Mitglieder, gemeinsam Lösungen für eine sich stärker globalisierende Welt erarbeiten. Die OECD Mitglieder sind 36 Industriestaaten, die die Arbeit der OECD gemeinsam finanzieren. Neben Datenerhebung beinhaltet die OECD Arbeit vor allem Analysen in für die Mitglieder relevanten Themenbereichen und die Erstellung von Prognosen als Basis der multilateralen Kooperation. In der OECD werden auch unterschiedliche Politikmaßnahmen der Mitglieder besprochen. Aus den Analysen der Mitgliedsländer werden Empfehlungen für die politische Praxis abgeleitet.

Neben der OECD Agrarministerkonferenz beteiligt sich das BMEL aktiv in regelmäßig stattfinden Ausschüssen: dem Ausschuss für Landwirtschaft, dem Ausschuss für Fischerei und dem Ausschuss für Politiken für die Regionale Entwicklung. Zudem nimmt das BMEL an verschieden Arbeitsgruppen, die spezifische Themenbereiche abdecken, teil.

Die Mitarbeit des BMEL in der OECD umfasst auch die "OECD Schemes". Diese betreffen die Anwendung internationaler Standards für Obst und Gemüse, Tests von Traktoren, die Zertifizierung von Saatgut und von forstwirtschaftlichen Pflanzprodukten.

Welthandelsorganisation "World Trade Organisation" (WTO)

Die WTO wurde mit dem Ziel gegründet, Handelshemmnisse abzubauen und für alle Mitgliedstaaten verpflichtende Regeln für den internationalen Handel zu schaffen. Willkürliche Handelsschranken sind verboten. Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit des Verbrauchers oder zur Verhinderung von Seuchen oder Krankheiten sind aber zulässig. Das WTO-Agrarabkommen regelt Vorgaben zum Marktzugang und Wettbewerbsregeln im internationalen Agrar-/Lebensmittelhandel. Das SPS Abkommen enthält Vereinbarungen zu Lebensmittelsicherheit, Tier- und Pflanzengesundheit. In Kooperation mit der EU Kommission arbeitet das BMEL daran, den Marktzugang für deutsche Exporteure zu verbessern, wenn Drittländer ungerechtfertigte SPS-Maßnahmen anwenden und es zu Handelshemmnissen kommt.

Das BMEL unterstützt zudem die von der WTO koordinierte, institutionenübergreifende Initiative "Standards and Trade Development Facility" (STDF), die in Entwicklungs- und Schwellenländer vor Ort Schulungen und Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau in den Bereichen Pflanzenschutz, Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit ermöglicht. Dadurch soll Entwicklungsländern die Einhaltung entsprechender Standard und die Teilnahme am Welthandel erleichtert werden.

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