4. Deutsch-Chinesische Agrarwoche

Thema: Science and Technology for Green Development

Zwischen dem 24. November und dem 1. Dezember 2018 fand in China die 4. Deutsch-Chinesische Agrarwoche (DCAW) statt. Beginnend mit einer Auftaktveranstaltung am 24. November auf der Huanghai-Farm in der Provinz Jiangsu, wo im Rahmen des Deutsch-Chinesischen Ackerbau- und Landtechnikdemonstrationsparks moderne und nachhaltige Anbauverfahren getestet und verbreitet werden, wurde die DCAW mit Fachveranstaltungen in Peking fortgesetzt und fand ihren Abschluss im Deutsch-Chinesischen Rindersymposium in Harbin.

Mehr als 350 Fachbesucher nahmen an den Veranstaltungen teil, die über die drei Projekte des Bilateralen Kooperationsprogrammes des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) organisiert worden waren. Diese werden ab Januar 2019 noch um das Deutsch-Chinesische Austauschprogramm für junge Fachkräfte im Agrarsektor ergänzt.

Die Auftaktveranstaltung auf der Huanghai Farm fand gemeinsam mit dem traditionellen Erntefest der Farm und dem 10. Geburtstag der SKIAD-Gruppe statt, die der operative Projektpartner im Ackerbau- und Landtechnikdemonstrationspark ist. Neben der Festveranstaltung mit Kulturprogramm wurden die Demonstrationsfelder besichtigt und die eingesetzte Landtechnik vorgestellt.

Fachseminar zu Digitalisierung in der Landwirtschaft

Die Aktivität in Peking begann am 26. November mit einem Fachseminar in der Chinesischen Akademie für Agrarwissenschaften zum Thema "Digitalisierung in der Landwirtschaft". Neben deutschen und chinesischen Wissenschaftlern präsentierten und diskutierten dabei auch Vertreter von Behörden und Unternehmen den Stand der Forschung und die Anwendung der neusten digitalen Technologie in der Landwirtschaft.

Umweltfreundliche Tierhaltung war Thema

Eine Fachveranstaltung zur umweltfreundlichen Tierhaltung folgte am 27. November in Peking. Der Fokus der Fachbeiträge lag unter anderem auf den Haltungsbedingungen von Schweinen in der Fleischerzeugung sowie auf der Nutzung und Verwertung von organischen Reststoffen in der Rinder- und Schweinemast. Neben Vorträgen deutscher und chinesischer Wissenschaftler, Vertreter des chinesischen Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten sowie dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurden auch Beispiele aus der Praxis durch Betriebsleiter vorgestellt. Zudem berichteten chinesische Experten, die sich bei Reisen nach Deutschland und in die Niederlande über tierfreundliche Haltungsbedingungen und nachhaltige Formen der Schweinemast informiert hatten, von ihren Eindrücken.

Kooperation seit zehn Jahren

Glanzlicht der DCAW war am 28. November der 4. Deutsch-Chinesischen Agrardialog und -austausch. Dieser wurde vom chinesischen Vizeminister für Landwirtschaft Qu Dongyu eröffnet, der die starke deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Agrarsektor unterstrich und die Bedeutung des Deutsch-Chinesischen Agrarzentrums (DCZ) hervorhob. Friedrich Wacker, Unterabteilungsleiter für Internationale Zusammenarbeit und Welternährung im BMEL, begrüßte die fachliche Qualität, welche die vor fast zehn Jahren begonnene Kooperation beider Länder im Agrarsektor erreicht hat und würdigte die politische Resonanz, die diese erzeugt. Die steigende Zahl an teilnehmenden Unternehmen wertete Wacker als Beleg für die zunehmende Bedeutung der Projektarbeit des Bilateralen Kooperationsprogramms auch für die Wirtschaft. In weiteren Vorträgen ging es um Digitalisierung und um umweltfreundliche Tierhaltung.

Den Abschluss der DCAW bildete das Deutsch-Chinesische Rindersymposium in Harbin - organisiert vom Deutsch-Chinesischen Kooperationsprojekt zur Weiterentwicklung der Tierzucht und Tierhaltung in China. Auch dieses Forum stellt bereits ein festes Format in der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit im Bereich Tierzucht dar.

Erschienen am im Format Aktuelles

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