Deutsch-brasilianische Zusammenarbeit

Die deutsch-brasilianische Arbeitsinitiative Agribusiness und Innovation (AI) ist seit 2003 die zentrale Gesprächsplattform für Politik und Wirtschaft. Sie tagt einmal jährlich im Rahmen der deutsch-brasilianischen Wirtschaftstage.

Die letzte AI-Sitzung fand am 31. August 2014 in Hamburg statt. Zum zwölften Mal trafen sich in diesem Rahmen Vertreter von politischen Institutionen und Unternehmen aus Deutschland und Brasilien, um neue Akzente in der Zusammenarbeit beider Länder im Agrarbereich zu setzen.

Kernthemen des Treffens waren der Bereich Bioökonomie, der Bedarf Deutschlands an GVO-freiem Soja, Aus- und Weiterbildung von landwirtschaftlichen Fachkräften und die Agrarforschungskooperation. Für Letztere wurde ein Pool an gemeinsamen Themenfeldern definiert. Ebenfalls diskutiert wurde über die Zulassung neuer Pflanzenschutzmittel in Brasilien.

Beim Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) 2015 in Berlin hat Brasilien ein eigenes Fachpodium zum Thema "Bioenergie in Brasilien: Erfahrungen und Zukunftsperspektiven" ausgerichtet.

Das Mandat der Arbeitsinitiative Agribusiness und Innovation wurde um weitere zwei Jahre verlängert.

Weitere Themen der zurückliegenden agrarpolitischen Gespräche zwischen Deutschland und Brasilien waren:

  • die nachhaltige landwirtschaftliche Produktion,
  • die Zusammenarbeit bei der Sicherung der Welternährung,
  • die Vermeidung von Preissteigerungen bei Lebensmitteln,
  • die Kooperation im Bereich Bioenergie,
  • die Bedeutung der Agrarforschung als Beitrag zur nachhaltigen Produktionssteigerung sowie
  • deutsch-brasilianische Handelsthemen.

Auf dem Gebiet der genossenschaftlichen Landwirtschaft arbeiten Deutschland und Brasilien bereits jetzt eng zusammen. So fördert das BMEL beispielsweise ein Genossenschaftskooperationsprojekt im Bundesstaat Rio Grande do Sul.

Zudem wurde in jüngster Zeit die wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter intensiviert. Im Oktober 2012 hat die brasilianische Agrarforschungsgesellschaft Embrapa eine Außenstelle beim Forschungszentrum Jülich eröffnet, das seinerseits die Gründung einer Vertretung der deutschen Agrarforschung bei der Embrapa in Brasilia anstrebt. BMEL-Forschungseinrichtungen sind in diese Kooperation eingebunden. Im Rahmen des deutsch-brasilianischen Energieabkommens ist das BMEL in der Arbeitsgruppe Biokraftstoffe aktiv.

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