Deutschland und Iran intensivieren Zusammenarbeit

Deutschland und Iran intensivieren die Zusammenarbeit in der Land- und Ernährungswirtschaft. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und sein Amtskollege Mahmoud Hojjati am Rande des „Global Forums For Food and Agriculture – Der Berliner Welternährungskonferenz“ am 15. Januar 2016 in Berlin.

Damit wollen beide Minister nach dem Ende der Sanktionen gegen den Iran ein neues Kapitel in den bilateralen Agrarbeziehungen aufschlagen.
So wird eine bilaterale ministerielle Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese soll dem agrarpolitischen Dialog dienen und sich anbahnende Handels- und Kooperationsbeziehungen zwischen Unternehmen politisch begleiten.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) kündigte an, sich bereits in diesem Jahr an drei Agrarmessen im Iran zu beteiligen und damit deutschen Unternehmen eine Plattform für die Aufnahme von Geschäftsbeziehungen zu bieten. Um das wirtschaftliche Engagement politisch zu flankieren, werden Bundesminister Christian Schmidt und Parlamentarischer Staatssekretär Peter Bleser im ersten Halbjahr 2016 in den Iran reisen.

Schwerpunkte der künftigen Zusammenarbeit sind:

  • die landwirtschaftliche Produktion mit ihren Vorleistungsgütern Saatgut, Tiergenetik und Landtechnik,
  • der Handel,
  • Fragen der Lebensmittelsicherheit und Rückverfolgbarkeit,
  • die Lebensmittelverarbeitung und –verpackung und
  • die Agrarforschung.

Zudem wollen beide Länder auch bei veterinärrechtlichen Fragen im Handel mit tierischen Erzeugnissen enger zusammenarbeiten. Die Abstimmung von Veterinärzertifikaten für Zuchtrinder und Rindersamen steht derzeit im Mittelpunkt eines Austausches zwischen den Veterinärdiensten beider Länder. Schon heute besteht eine gute Zusammenarbeit mit dem Friedrich Löffler Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit.

Minister Hojjati nutzte seinen Berlinbesuch zudem, um unter anderem mit Professor Georg Backhaus, dem Präsidenten des Julius Kühn Institutes, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, über die Aufnahme einer Forschungskooperation in der Kulturpflanzenzüchtung und Schädlingsbekämpfung zu sprechen. Darüber hinaus traf Hojjati mit zahlreichen deutschen Unternehmen der Agrar- und Ernährungsbranche zusammen.

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