Grundsätze der Zusammenarbeit mit Südamerika

Schwerpunktländer der Zusammenarbeit mit Südamerika sind Brasilien und Argentinien.

Brasilien und Argentinien gehören weltweit zu den sechs größten Agrarproduzenten und sind weltweit die größten Agrarnettoexporteure. Als die beiden wichtigsten Länder im Mercosur, dem Gemeinsamen Markt Südamerikas, sind sie die zentralen Partner des BMEL auf dem Kontinent. Enge Beziehungen haben sich auch zu Uruguay entwickelt.

Brasilien ist der weltweit größte Produzent und Exporteur von Zucker, Rindfleisch und Kaffee, der zweitwichtigste Produzent und Exporteur von Soja und auch außerhalb des Agrarsektors im internationalen Rohstoffhandel ein bedeutender Akteur. Argentinien ist der größte Exporteur von Sojamehl und -öl sowie von Biodiesel. Die EU verhandelt derzeit mit den Mercosur-Staaten ein Freihandelsabkommen. Die Bundesregierung hat aufgrund der großen Bedeutung der Region im Juli 2010 das Lateinamerika- und Karibikkonzept verabschiedet, an dessen Umsetzung das BMEL aktiv beteiligt ist.

Wegen des weltweit ansonsten eher begrenzten Flächenpotentials und der notwendigen Ertragssteigerungen bei nachhaltiger Produktion werden diese Länder einen entscheidenden Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung leisten. Als Rohstofflieferanten werden sie unter Beachtung des Klima-, Umwelt- und Artenschutzes wichtige Akteure auf den internationalen Märkten bleiben. Im Forstbereich steht Brasilien als Land mit dem drittgrößten Waldbestand der Erde insbesondere mit seinen Amazonaswäldern im Mittelpunkt des internationalen Interesses und spielt bei der Ausgestaltung der internationalen Waldpolitik eine wichtige Rolle.

Ziele der Zusammenarbeit sind die Förderung des bi- und multilateralen Handels sowie der Wirtschaftskooperation, der politische Dialog zu Fragen der weltweiten Ernährungssicherung und der nachhaltigen Produktion mit dem Ziel der Vertretung gemeinsamer Positionen in internationalen Gremien sowie der Ausbau der Agrarforschungskooperation.

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