Smarte.Land.Regionen vertiefen Wissenstransfer und Kooperation

Das zweite Vernetzungstreffen des Modellvorhabens Smarte.Land.Regionen fand vom 30. bis 31. März in Greifswald statt, der Kreisstadt der Modellregion Vorpommern-Greifswald. Die Veranstaltung bot den sieben geförderten Landkreisen, die seit 2021 über vier Jahre als Modellregionen die Digitalisierung vorantreiben wollen, die Gelegenheit, sich miteinander auszutauschen und bestehende Zusammenarbeiten zu vertiefen. Das Modellvorhaben ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung, mit dem das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ländliche Räume stärkt.

Ziel von Vernetzungstreffen ist die Präsentation von Zwischenergebnissen, die Diskussion von fachlichen und formalen Aspekten, die Vermittlung von relevanten Informationen zum Wissens- und Kompetenzaufbau im Bereich Digitalisierung sowie der Vernetzung der am Modellvorhaben beteiligten Akteure untereinander.

Beteiligungsprozesse, digitale Lösungen, Organisationsentwicklung und Kompetenzaufbau wurden diskutiert

Die Modellregionen präsentierten jeweils einen Überblick über ihren aktuellen Projektstand mit den bisherigen Meilensteinen und sprachen ihre Herausforderungen und gewonnenen Erkenntnisse und Erfolge an. Offene Fragen und konkrete Aufgabenstellungen wurden dann in thematisch fokussierten Gruppen gemeinsam erörtert. Projektpartner und Geschäftsstelle moderierten den Prozess und stellten ihrerseits Fragen und Arbeitsstände zur Diskussion. Im Mittelpunkt standen Themen aus den Bereichen „Beteiligungsprozesse und Öffentlichkeitsarbeit“, „Entwicklung der digitalen Lösungen und des zugrundeliegenden digitalen Ökosystems“, „Organisationsentwicklung in den Landkreisen“ und „Kompetenzaufbau und Digitalisierungsstrategien“: Was sind gute Wege, die Projekte sichtbar zu machen und wie erfolgt die sinnvolle Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger, die letztlich von den Vorhaben profitieren sollen? Wie können die Bedarfe aller am besten in die Entwicklung der digitalen Lösungen integriert werden? Welche guten Erfahrungen gibt es, digitale Kompetenzen in Landkreisverwaltungen und der Bevölkerung nachhaltig zu stärken? Es wurden unterschiedliche Präsentations- und Diskussionsmethoden angewandt, Kleingruppenarbeiten zum intensiven Austausch angeboten sowie Pausen für den informellen Austausch der Modellregionen untereinander und mit den Projektpartnern genutzt.

Regelmäßiger Austausch im Frühling und Herbst

Während der Laufzeit des Modellvorhabens bis Ende 2024 sind insgesamt sieben Vernetzungstreffen vorgesehen, eines vor Ort in jeder Modellregion. Im Mittelpunkt stehen die Akteure der sieben Modellregionen Bernkastel-Wittlich, Coesfeld, Lörrach, Neustadt an der Waldnaab, Potsdam-Mittelmark, Uelzen und Vorpommern-Greifswald. Als Gastgeber fungieren neben der jeweiligen Modellregion das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) als Fördergeber und die Geschäftsstelle des Modellvorhabens im Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (KomLE) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, die IT-Prozessbegleitung (City & Bits, Prognos, neuland21), der Deutsche Landkreistag (DLT) und die Sozialwissenschaftliche Begleitforschung (empirica ag, empirica GmbH) komplettieren als Projektpartner die Teilnehmenden. Das nächste Vernetzungstreffen ist Ende September geplant.

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