59 Ideen zur Verbesserung der Nahversorgung auf dem Land eingereicht

Die Frist zum Einreichen von Projektskizzen zur Fördermaßnahme "LandVersorgt" ist am 02.06.2020 abgelaufen. Wir danken allen Interessierten für Ihre Einreichungen. Kommunen aus ganz Deutschland haben die Gelegenheit genutzt, ihre modellhaften und innovativen Ansätze zur Verbesserung der Nahversorgung auf dem Land darzustellen. Die eingereichten Projektskizzen zeigen viele kreative Lösungsansätze und große Potentiale für die ländlichen Räume.

Mit der Bekanntmachung "LandVersorgt – Neue Wege der Nahversorgung in ländlichen Räumen" unterstützt das BMEL beispielhafte, innovative Projekte, die geeignet sind, die Nahversorgung in den ländlichen Räumen zu verbessern und damit einen Beitrag zur Sicherung von Teilhabe und Daseinsvorsorge zu leisten. Diese Fördermaßnahme wird durch den Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) im Rahmen des Aktionsbündnisses Leben auf dem Land begleitet und ist auf Kommunen im ländlichen Raum ausgerichtet.
Gefördert wird die Erarbeitung von innovativen Projektkonzepten für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Die Konzepte sollen modellhaft sein, neue Ideen aufgreifen und übertragbare Lösungen entwickeln - so dass sie für andere ländliche Regionen als Vorbild dienen können.

Nahversorgung auf dem Land

Funktionierende Nahversorgungsstrukturen sind ein wesentliches Element der Daseinsvorsorge und sozialen Teilhabe. Doch besonders in ländlichen Räumen können die Menschen ihren Bedarf immer weniger vor Ort decken. Das Erreichen der nächstgelegenen Einkaufsmöglichkeit ist häufig beschwerlich und zeitraubend. So erfolgt der Einkauf in vielen Fällen nicht mehr am Wohnort, sondern in entfernten Discountern und Supermärkten. Kleinere Läden vor Ort können dadurch häufig nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Dies ist zum einen auf Verbraucherseite durch Veränderungen der Bevölkerungsstruktur und des Einkaufverhaltens begründet, zum anderen auf Anbieterseite zum Beispiel durch die Konzentration auf größere Orte, Gewerbegebiete und Ähnliches: Insbesondere ältere und wenig mobile Menschen sind jedoch auf lokale Nahversorgungsmöglichkeiten angewiesen.

Abholen, Liefern, Mitnehmen

Die eingereichten Projektskizzen decken ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Verbesserung der Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs ab. So werden beispielsweise unterschiedliche Ansätze zur Entwicklung von Lieferdiensten vorgestellt, die oftmals digital gestützt sind oder in effizienter Weise mit anderen Dienstleistungen kombiniert werden. Ein weiteres zentrales Thema ist die Anpassung von Ladenkonzepten an die Bedürfnisse ländlicher Regionen mit Lösungen, die teilweise oder ganz ohne Personal auskommen. Um eine dauerhafte Wirkung zu entfalten, haben viele der Projekte einen teilweise kommerziellen Hintergrund mit dem Ziel, langfristig wirtschaftlich tragfähig zu sein. Doch auch das große ehrenamtliche Engagement der Menschen in den ländlichen Regionen bildet die Grundlage vieler der vorgeschlagenen Ideen.

Aktionsbündnis Leben auf dem Land

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), der Deutsche Landkreistag (DLT), der Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) haben sich im Aktionsbündnis Leben auf dem Land zusammengeschlossen. Das Bündnis stärkt die ländlichen Räume unter dem Motto „Regional vernetzt – gemeinsam stark". Ziel ist es, gemeinsam mit den Bündnispartnern beispielhafte Fördermaßnahmen, wie beispielsweise "LandVersorgt", im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) durchzuführen.

Wie geht es weiter?

Aus den 59 eingereichten Projektskizzen werden nun nach eingehender Prüfung durch das Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (KomLE) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung voraussichtlich 15 für das weitere Antragsverfahren ausgewählt. Sobald die Einreicher dieser Projektskizzen eine Antragsaufforderung des KomLE erhalten, können sie einen ausführlicheren Projektantrag einreichen. Nach Genehmigung dieses Antrags erhalten die Projekte eine Förderung von bis zu 50.000 € für die Ausarbeitung ihres Nahversorgungskonzeptes für einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten. Es ist zudem vorgesehen, anschließend die Umsetzung der besten Konzepte zu fördern.

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