Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt – Anlaufstelle für Engagierte auf dem Land

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) wurde am 23. Juni 2020 in Neustrelitz mit einem Festakt feierlich gegründet. Sie ist ein gemeinsames Vorhaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI).

Die Errichtung einer eigenen Bundesstiftung ist ein klares Signal zur Anerkennung und Stärkung des Ehrenamts und des zivilgesellschaftlichen Engagements in Deutschland. Im Fokus steht die Stärkung des Engagements in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Die Stiftungsgründung ist ein zentrales Ergebnis der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse".

Mit mittelfristig circa 75 Mitarbeitern und einem Etat von jährlich 30 Millionen Euro soll die in Neustrelitz, Mecklenburg-Vorpommern angesiedelte Stiftung vor allem durch Serviceangebote als direkte Anlaufstelle für Engagierte dienen. Sie soll zudem

  • Innovationen im bürgerschaftlichen Engagement und Ehrenamt fördern - schwerpunktmäßig im Bereich der Digitalisierung,
  • Engagement- und Ehrenamtsstrukturen stärken,
  • Bund, Länder, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vernetzen und
  • begleitende Forschungsvorhaben unterstützen.

Ehrenamtliches Engagement ist entscheidend für Gemeinschaft und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Millionen Bürger bringen sich täglich ein, vor allem auch in ländlichen Räumen: bei der Feuerwehr, in Vereinen, den Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen und vielfältigen anderen Formen von Engagement. Richtig und wichtig ist daher, den Engagierten mit der Stiftung als zentraler Anlaufstelle den Rücken zu stärken. Mit Vernetzung, Beratung und Qualifizierung will die Stiftung dafür sorgen, dass gerade dort, wo weniger Menschen wohnen und sie weniger Angebote haben, Ehrenamt und Engagement bestmöglich wirken können.

Mit der Ehrenamtsstiftung sollen die vorhandenen Strukturen des Engagements und Ehrenamts gestärkt und verlässliche Leitplanken für Vernetzung, Beratung und Qualifizierung geschaffen werden.

Hintergrund

Ein starkes Ehrenamt und ausgeprägtes bürgerschaftliches Engagement sind Markenzeichen unseres Landes. In Deutschland engagieren sich rund 30 Millionen Menschen für das Gemeinwohl, z.B. in Sport- und Kulturvereinen, Kirchen, Rettungsorganisationen, Umweltorganisationen, den Freiwilligendiensten und in der Wohlfahrtspflege. Vor allem in ländlichen Regionen trägt das ehrenamtliche Engagement zur Lebensqualität und guten Gemeinschaft in den Orten und kleinen Städten bei. Die Strukturen und Netzwerke des ehrenamtlichen Engagements sind regional jedoch unterschiedlich entwickelt. Hier soll die Stiftung ansetzen und vor allem in die Regionen wirken, in denen es einen besonderen Unterstützungsbedarf gibt.

Erschienen am im Format Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

BMEL stärkt Ehrenamt auf dem Land – Ergebnisse zu „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ vorgestellt (Thema:Ehrenamt)

Das gemeinsame Projekt „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Deutschen Landkreistags (DLT) startete im Januar 2020. Die teilnehmenden 18 Landkreise erprobten bis Mitte 2023 modellhaft, wie Strukturen zur Stärkung des Ehrenamts verbessert werden können. Nun wurden die Ergebnisse präsentiert.

Mehr

Forschende zum ehrenamtlichen Engagement in regem Austausch (Thema:Ehrenamt)

Bevor die Forschungsfördermaßnahme "Ehrenamtliches Engagement in ländlichen Räumen" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in diesem Jahr ihrem Ende entgegengeht, trafen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlicher am 19. und 20. Februar zum vierten Vernetzungstreffen

Mehr

Bundespräsident ehrt Siegerdörfer für herausragendes Engagement (Thema:Ehrenamt)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 15. März 2024 Delegationen der 22 Siegerdörfer des 27. Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" zu einem Empfang ins Schloss Bellevue in Berlin geladen. Er würdigte ihr außergewöhnliches Engagement für lebendige Dörfer.

Mehr