Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt – Anlaufstelle für Engagierte auf dem Land

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) wurde am 23. Juni 2020 in Neustrelitz mit einem Festakt feierlich gegründet. Sie ist ein gemeinsames Vorhaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI).

Katarina Peranic und Jan Holze wurden im Mai 2020 als Vorstände der Stiftung ernannt. Hauptaufgabe der beiden Vorstände wird es zunächst sein, die operative Geschäftstätigkeit der Stiftung aufzubauen. Dabei werden sie in der Anfangsphase durch die drei Bundesministerien unterstützt.

Mit der Errichtung einer eigenen Bundesstiftung setzt die Bundesregierung ein klares Signal zur Anerkennung und Stärkung des Ehrenamts und des zivilgesellschaftlichen Engagements. Im Fokus steht die Stärkung des Engagements in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Die Stiftungsgründung ist ein zentrales Ergebnis der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse".

Mit mittelfristig circa 75 Mitarbeitern und einem Etat von jährlich 30 Millionen Euro soll die Stiftung vor allem durch Serviceangebote als direkte Anlaufstelle für Engagierte dienen. Sie soll zudem

  • Innovationen im bürgerschaftlichen Engagement und Ehrenamt fördern - schwerpunktmäßig im Bereich der Digitalisierung,
  • Engagement- und Ehrenamtsstrukturen stärken,
  • Bund, Länder, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vernetzen und
  • begleitende Forschungsvorhaben unterstützen.
Video vom Gründungsfestakt für die Stiftung mit Statements von Bundesministerin Julia Klöckner sowie den Vorständen Katarina Peranic und Jan Holze.

"Ehrenamtliches Engagement ist entscheidend für die Temperatur in unserer Gesellschaft – das zeigt sich gerade jetzt in der Pandemie. Millionen Bürger bringen sich täglich ein, vor allem in ländlichen Räumen: bei der Feuerwehr, in Vereinen, den Kirchengemeinden und sozialen Einrichtungen. Richtig und wichtig ist daher, den Engagierten mit der Stiftung als zentraler Anlaufstelle den Rücken zu stärken. Mit Vernetzung, Beratung und Qualifizierung wollen wir dafür sorgen, dass gerade dort, wo weniger Menschen wohnen und sie weniger Angebote haben, Ehrenamt bestmöglich wirken kann.

Ein großes Anliegen ist mir zudem, den Helfern zu helfen, die wegen der Corona-Krise ins Straucheln geraten sind. Für sie habe ich ein millionenschweres Soforthilfeprogramm aufgelegt, die Bewerbungsphase dafür startet an diesem Mittwoch. Wir unterstützen, damit weiter geholfen werden kann", erklärte Bundesministerin Julia Klöckner anlässlich des Gründungsfestaktes im Juni 2020 in Neustrelitz.

Mit der neuen Ehrenamtsstiftung sollen die vorhandenen Strukturen des Engagements und Ehrenamts gestärkt und verlässliche Leitplanken für Vernetzung, Beratung und Qualifizierung geschaffen werden.

Hintergrund

Ein starkes Ehrenamt und ausgeprägtes bürgerschaftliches Engagement sind Markenzeichen unseres Landes. In Deutschland engagieren sich rund 30 Millionen Menschen für das Gemeinwohl, z.B. in Sport- und Kulturvereinen, Kirchen, Rettungsorganisationen, Umweltorganisationen, den Freiwilligendiensten und in der Wohlfahrtspflege. Vor allem in ländlichen Regionen trägt das ehrenamtliche Engagement zur Lebensqualität und guten Gemeinschaft in den Orten und kleinen Städten bei. Die Strukturen und Netzwerke des ehrenamtlichen Engagements sind regional jedoch unterschiedlich entwickelt. Hier soll die Stiftung ansetzen und vor allem in die Regionen wirken, in denen es einen besonderen Unterstützungsbedarf gibt.

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