Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt – Anlaufstelle für Engagierte auf dem Land

Die Ehrenamtsstiftung ist ein gemeinsames Vorhaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI).

Mit der Errichtung einer eigenen Bundesstiftung setzt die Bundesregierung ein klares Signal zur Anerkennung und Stärkung des Ehrenamts und des zivilgesellschaftlichen Engagements. Im Fokus steht die Stärkung des Engagements in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Die Stiftungsgründung ist ein zentrales Ergebnis der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse".

Mit circa 75 Mitarbeitern und einem Etat von jährlich 30 Millionen Euro soll die Stiftung vor allem durch Serviceangebote als direkte Anlaufstelle für Engagierte dienen. Sie soll zudem

  • Innovationen im bürgerschaftlichen Engagement und Ehrenamt fördern - schwerpunktmäßig im Bereich der Digitalisierung,
  • Engagement- und Ehrenamtsstrukturen stärken,
  • Bund, Länder, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vernetzen und
  • begleitende Forschungsvorhaben unterstützen.

"Wie wertvoll bürgerschaftliches Engagement in Deutschland ist, das zeigt sich auch in der aktuellen Lage: Nachbarn kümmern sich umeinander, die junge Generation unterstützt die ältere, geht etwa für sie einkaufen. Doch das Ehrenamt hat nicht nur in diesen Zeiten Konjunktur – Millionen Bürger bringen sich täglich ein, vor allem in ländlichen Räumen: bei der Feuerwehr, in Vereinen, den Kirchengemeinden und sozialen Einrichtungen. Ihnen stärken wir den Rücken mit einer zentralen Anlaufstelle auf Bundesebene. Damit wollen wir verlässliche Leitplanken für Vernetzung, Beratung und Qualifizierung schaffen. Ehrenamt ist entscheidend für die Temperatur in unserer Gesellschaft, Ehrenamt hält unser Land zusammen – gerade dort, wo weniger Menschen wohnen und sie weniger Angebote haben. Ehrenamt ist unbezahlbar!", erklärte Bundesministerin Julia Klöckner anlässlich des Inkrafttreten des Errichtungsgesetzes zur Stiftungsgründung im April 2020.

Mit der neuen Ehrenamtsstiftung sollen die vorhandenen Strukturen des Engagements und Ehrenamts gestärkt und verlässliche Leitplanken für Vernetzung, Beratung und Qualifizierung geschaffen werden.

Hintergrund

Ein starkes Ehrenamt und ausgeprägtes bürgerschaftliches Engagement sind Markenzeichen unseres Landes. In Deutschland engagieren sich rund 30 Millionen Menschen für das Gemeinwohl, z.B. in Sport- und Kulturvereinen, Kirchen, Rettungsorganisationen, Umweltorganisationen, den Freiwilligendiensten und in der Wohlfahrtspflege. Dieses Engagement ist jedoch ungleich verteilt. Insbesondere in den ostdeutschen Ländern sowie in strukturschwachen und ländlichen Regionen sind bürgerschaftlich und ehrenamtlich getragene Strukturen auf besondere Unterstützung angewiesen.

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