Forschungsprojekte zum Ehrenamt auf dem Land gesucht

Ehrenamtliches Engagement ist essentiell für das Leben auf dem Land. Daher unterstützt das BMEL mit der Bekanntmachung "Ehrenamtliches Engagement in ländlichen Räumen" wissenschaftliche Untersuchungen, die sich explizit mit Themen des ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements in ländlichen Räumen befassen. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Dabei geht es insbesondere um die Bearbeitung spezifischer Fragestellungen und die Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Stärkung des Ehrenamts auf dem Land. Folgende Aspekte sind dabei beispielsweise von Interesse:

  • Ist-Zustand, Herausforderungen und Perspektiven von Vereinen und anderen ehrenamtlich getragenen Organisationen in ländlichen Räumen
  • Wegbrechen traditioneller Vereinsstrukturen
  • Analyse der Rolle und Vernetzungsstrukturen unterschiedlicher Akteure des ländlichen Engagements Wohlfahrtseinrichtungen als Engagementträger
  • Merkmale, Entwicklung und Bedeutung neuer Formen des Engagements in den ländlichen Räumen
  • Jugend auf dem Land
  • Rolle des ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements als Standort- und "Bleibefaktor" in ländlichen Orten
  • strukturelle Bedingungen ehrenamtlichen Engagements – z.B. Hemmnisse für die Arbeit von Vereinen und anderen ehrenamtlich getragenen Organisationen, die sich aus den räumlichen Rahmenbedingungen ergeben
  • Rolle und Wirkung des ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements und seiner Organisationsformen für die Integration von Migrantinnen und Migranten
  • Ländliches Ehrenamt und politische Teilhabe
  • soziale Bedingungen für ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement

Auch Vergleiche von Raumkategorien (z.B. Ostdeutschland/Westdeutschland) inklusive empirischer Erhebungen, der Ausbau der Datenlage zur Analyse der Entwicklungen des Ehrenamtes oder der Blick auf das europäische Ausland können Forschungsgegenstände sein. Aus den Untersuchungsergebnissen sollen Handlungsoptionen zur Sicherung attraktiver ländlicher Räume abgeleitet werden, die der Gewinnung neuer Erkenntnisse für die Politikgestaltung des BMEL und für die Praxis der ländlichen Entwicklung dienen.

Bewerbungsverfahren

Antragsberechtigt sind Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung (z.B. Universitäten auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) im Sinne des Unionsrahmens für staatliche Beihilfen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (2014/C 198/01). Es werden ausschließlich nichtwirtschaftliche Tätigkeiten der genannten Einrichtungen gefördert. Das Auswahlverfahren ist zweistufig angelegt. Die Bewilligungsbehörde wird die Interessentinnen und Interessenten fristgerecht eingegangener Projektskizzen schriftlich über den Ausgang ihrer Prüfung informieren und ggf. zu einer formellen Antragstellung auffordern. Das BMEL und der Projektträger behalten sich vor, bei der Bewertung der vorgelegten Projektskizzen externe Experten hinzuzuziehen.

Skizzen konnten bis zum 30.04.2020 im Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung eingereicht werden.

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