Kultur und Gastronomie im Scheunencafé

In Eppelsheim in Rheinland-Pfalz gibt es seit Juni 2013 einen neuen Dorfmittelpunkt: die liebevoll zum Café und Treffpunkt umgestaltete Scheune aus dem Jahre 1835.

Die ehemals als Bauhof genutzte Scheune ist zentral zwischen der Kirchhofmauer und dem Rathaus mit Dinotherium-Museum eingebettet. Nach dem Umbau bietet sie Platz für bis zu 70 Gäste und im Sommer gibt es sogar eine Außenbewirtung im Schatten der Eiche am Rathausplatz. Das Leben in Eppelsheim wurde durch das abwechslungsreiche, kulturelle und gastronomische Angebot der Ortsvereine im Scheunencafé aufgewertet – für Einheimische und Gäste.

Der Weg von der Planung zur Umsetzung des Scheunencafés war jedoch lang. Die zarte Idee aus der Dorfmoderation reifte über sechs Jahre durch die Zusammenarbeit der Ortsgemeinde und der -vereine zu einem richtigen Konzept. Ein Architekt unterstützte bei der Umsetzung des Baukonzeptes, und durch Landesmittel der Dorferneuerung in Höhe von 175.000 Euro konnten 50 Prozent der Umbaukosten gedeckt werden.

Im August 2011 startete dann das Bauvorhaben und die Eppelsheimer Bürgerinnen und Bürger haben mehr als 1200 Stunden Eigenleistung in das Scheunencafé investiert. Gemeinsam wurden Bruchsteine gemauert und verfugt, Wände verputzt und gestrichen, Tische und Stühle aufgearbeitet und mit selbst genähten Sitzkissen und Tischdecken verziert. Der Aufwand hat sich gelohnt: In der modernen, mehrgeschossige Scheune, die aus den ortstypischen Bruchsteinen gebaut und mit Holzkonstruktionen, modernen Glasteilen und Edelstahl ergänzt wurde, können die Eppelsheimer und ihre Gäste seit 2013 das neue Dorfleben mit Blick auf den Kirchturm genießen.

Das Konzept hat sich bewährt und ist ein voller Erfolg. Die Bewirtschaftung erfolgt über den Vereinsring e.V., der einen Nutzungsvertrag mit der Ortsgemeinde geschlossen hat. Die Erlöse der Vereine im Scheunencafé sind für andere Vorhaben im Vereinsleben hilfreich. Außerdem ist das Leben in Eppelsheim, dank der vielen Termine und Veranstaltungen im Scheunencafé, für Einwohner und Gäste bunter und abwechslungsreicher geworden.

Erschienen am im Format Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

59 Ide­en zur Ver­bes­se­rung der Nah­ver­sor­gung auf dem Land ein­ge­reicht (Thema:Dorfentwicklung)

Die Frist zum Einreichen von Projektskizzen zur Fördermaßnahme "LandVersorgt" ist am 02.06.2020 abgelaufen. Wir danken allen Interessierten für Ihre Einreichungen. Kommunen aus ganz Deutschland haben die Gelegenheit genutzt, ihre modellhaften und innovativen Ansätze zur Verbesserung der Nahversorgung auf dem Land darzustellen. Die eingereichten Projektskizzen zeigen viele kreative Lösungsansätze und große Potentiale für die ländlichen Räume.

Mehr

Mo­bi­li­tät: 41 Mo­dell­pro­jek­te in länd­li­chen Re­gio­nen ge­för­dert (Thema:mobilität)

Mit der Fördermaßnahme "LandMobil – unterwegs in ländlichen Räumen" fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) modellhafte Projekte, die eine Verbesserung der Mobilität in ländlichen Räumen zum Ziel haben. Die Fördermaßnahme ist ein Baustein des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Mehr

Eh­ren­amts­s­tif­tung – An­lauf­stel­le für En­ga­gier­te auf dem Land (Thema:Ehrenamt)

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) wurde am 23. Juni 2020 in Neustrelitz mit einem Festakt feierlich gegründet. Sie ist ein gemeinsames Vorhaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI).

Mehr

Verwandte Themen

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Diese Seite verwendet Cookies, damit Sie Funktionalitäten in vollem Umfang nutzen können, wie z.B. die Bestellung von Publikationen im Warenkorb. Nähere Informationen dazu finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.