Straupitz: Freundeskreis füllt Kornspeicher mit neuem Leben

Sorbisch-wendische Tradition und Kultur prägen Straupitz im Spreewald. Doch die Menschen in dem knapp 1000 Einwohner zählenden Ort in Brandenburg gehen auch mit der Zeit und nutzen ihr kulturelles Erbe und die historischen Gebäude im Dorf für Projekte mit Zukunft. Ein gutes Beispiel ist der Kornspeicher aus dem späten 18. Jahrhundert. Bis 1992 war er noch ein Getreidelager gewesen. Nach der Sanierung vor 13 Jahren ist das Gebäude heute gefüllt mit Interessantem über die Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald – Ehrenamtliche machen es möglich.

Engagierte gründeten den Verein "Freundeskreis Kornspeicher in Straupitz", um den runderneuerten Kornspeicher als Museum und Ort für Veranstaltungen ehrenamtlich zu betreiben. Im September 2005 war es soweit – die Dorfgemeinschaft eröffnete feierlich das sanierte Gebäude. Seitdem kümmert sich der Verein mit viel Engagement und persönlichem Einsatz um den Kornspeicher.

Veranstaltungen mit Tradition

Der Verein stellt jedes Jahr mehrere Veranstaltungen auf die Beine, etwa die Hexennacht und das Herbstfest. Im Advent ist es Tradition, dass die Gäste des weihnachtlich geschmückten Speichers beim Rundgang durch das Haus einbezogen werden, etwa beim Raten von Plätzchenrezepten.

Eine Ausstellung zum Mitmachen

Gefüllt mit Zeugnissen der jahrhundertealten Dorfgeschichte präsentiert der Speicher auf drei Etagen viel Wissenswertes über Straupitz und dessen ehemalige Grafenfamilie Houwald, die den Speicher damals errichtet hatte. Beispielsweise gibt es Einblicke in die Handwerkskunst der vergangenen Jahrhunderte. In einer Schauwerkstatt lässt sich kreativ töpfern. Die gemütlich eingerichtete Begegnungsstätte bietet Kaffee und selbstgebackenen Kuchen und wurde zu einem Treffpunkt für Bewohner und Gäste des Dorfes.

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