Workshop "Besondere Herausforderungen der Integration in ländlichen Räumen"

Welche Faktoren spielen bei der Integration von Migrantinnen und Migranten in ländlichen Räumen eine besondere Rolle?

Nachdem sich im März 2019 im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine von 24 Arbeitsgruppen zur Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans Integration mit dieser Frage befasst hat, wurde die Diskussion am 22. und 23. August 2019 mit einem breiteren Teilnehmerkreis in einem zweitägigen Workshop fortgeführt.

Vertreterinnen und Vertreter des Bundes, der Länder, der kommunalen Spitzenverbände, der Forschung, der Kirchen und Wohlfahrtsverbände, der Migrantenorganisationen und weiterer Institutionen, vor allem aber auch der kommunalen Praxis entwickelten erste Handlungsempfehlungen, wie Integration zu einer Chance für ländliche Gemeinden und Kleinstädte werden kann. Dabei ging es um Spracherwerb, die Rolle der Kommunen sowie ehrenamtliches Engagement in Vereinen und Religionsgemeinschaften ebenso wie um Mobilität, die Chancen der zunehmenden Digitalisierung sowie Fragen des Arbeitsmarktes und der Ausbildung in kleinen und mittleren Betrieben auf dem Land. Eine wichtige Erkenntnis dabei: Integration ist keine Einbahnstraße.

In den letzten Jahren haben die staatlichen Ebenen und die Akteure vor Ort viele Erfahrungen gesammelt, wie Integration gelingen kann. Gute Beispiele aus den ländlichen Kommunen müssen weitergegeben werden, damit alle davon profitieren können – Migrantinnen und Migranten, die auf dem Land eine neue Heimat finden ebenso wie Einwohnerinnen und Einwohner von oft schrumpfenden Gemeinden. Entscheidend kommt es immer wieder darauf an, dass es vor Ort Menschen gibt, die sich engagieren, Ideen entwickeln und andere zum Mitmachen motivieren. Deshalb ist die Stärkung von bürgerschaftlichem Engagement und Ehrenamt auf dem Land für das BMEL ein Schwerpunkt der Politik für ländliche Entwicklung.

In den nächsten Monaten wird die Arbeitsgruppe sich weiter mit den Handlungsempfehlungen befassen und Vorhaben für die politische Umsetzung formulieren. Die Ergebnisse werden in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration vorgestellt werden.

Erschienen am im Format Aktuelles

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