Förderschwerpunkte Dorfentwicklung Länder

Baden-Württemberg

  • Umbau und Modernisierung vorhandenen Wohnraums,
  • Neue Nutzung alter und leerstehender Bausubstanz,
  • Schaffung neuer Kommunikationszentren (Dorfplatz),
  • Neubelebung traditioneller Gebäude,
  • Baulückenschließung zur Schaffung von Wohnraum,
  • Ansiedlung bzw. Verlagerung von Gewerbebetrieben,
  • Schaffung von Gemeinschaftseinrichtungen,
  • Wohnumfeldgestaltungen.

Bayern

  • Verbesserung und Gestaltung innerörtlicher Straßen, Plätze und Freiflächen,
  • Ausstattung mit Kultur-, Freizeit- und Erholungseinrichtungen,
  • Anlagen zur umweltfreundlichen oder klimaschützenden Ver- und Entsorgung (z.B. kleine Nahwärmenetze),
  • Einrichtungen zur Förderung der Nahversorgung (z.B. Dorfläden), der Dorfgemeinschaft (z.B. Dorfgemeinschaftshäuser) oder der Dorfkultur (z.B. Dorfmuseen),
  • Wiederbelebung leerstehender Bausubstanz für öffentliche und gemeinschaftliche Zwecke,
  • Erwerb und Verwertung von Gebäuden und Grundstücken zur Innenentwicklung,
  • Um-, An- und Ausbaumaßnahmen an Wohn-, Wirtschafts- und Nebengebäuden im privaten Bereich,
  • Gestaltung von Vorbereichs- und Hofräumen im privaten Bereich.

Brandenburg

  • Umnutzung vorhandener, wertvoller Bausubstanz,
  • Maßnahmen an Gebäuden, die Einkommen im Dorf und Dienstleistungen für die Dorfbevölkerung sichern,
  • Innenentwicklung ,
  • Erhaltung des eigenständigen Charakters ländlicher Siedlungen und der Kulturlandschaft.

Hessen

  • Lokale Basisinfrastruktur und öffentliche Daseinsvorsorge,
  • Umnutzung, Sanierung und Neubau im Ortskern,
  • Freiflächen und Ortsbild,
  • Städtebaulich verträglicher Rückbau.

Mecklenburg-Vorpommern

  • Gebäude mit historisch prägender Bauweise, mit für das Dorf traditionellem Hintergrund oder mit besonders prägendem Einfluss auf das Ortsbild,
  • dorfgemäße Gemeinschaftseinrichtungen wie Dorfgemeinschafts- und Gemeindehäuser, Heimatstuben o. Begegnungsstätten,
  • öffentliche Freizeit- und Kultureinrichtungen wie Vereins- und Clubhäuser, Freizeittreffs für alle Generationen, Spiel- und Bolzplätze, Badestellen einschließlich
    zugehöriger Sanitäreinrichtungen.

Niedersachsen

  • Verbesserung der innerörtlichen Verkehrsverhältnisse und der Aufenthaltsqualität von Straßen, Wegen und Plätzen einschließlich zugehöriger Seitenbereiche,
  • Schaffung und Entwicklung dorfgerechter Freiflächen und Plätze einschließlich ihrer Ausstattung und dorfgerechter Eingrünung, insbesondere zur Innenentwicklung,
  • Erhaltung und Gestaltung des dörflichen Charakters durch kleinere Bau- und Erschließungsprojekte,
  • Umnutzung von Gebäuden land- und fortwirtschaftlicher Betriebe für Wohn-, Arbeits-, Fremdenverkehrs-, Freizeit-, öffentliche oder gemeinschaftliche Zwecke und nach Maßgabe besonderer siedlungsstruktureller oder entwicklungsplanerischer Gründe insbesondere zur Innenentwicklung,
  • Erhaltung und Gestaltung land- und forstwirtschaftlich oder ehemals land- und forstwirtschaftlich genutzter Bausubstanz mit ortsbildprägendem Charakter einschließlich der dazugehörigen Hof-, Garten und Grünflächen,
  • Anpassung von Gebäuden einschließlich Hofräumen und Nebengebäuden land- und forstwirtschaftlicher Betriebe an die Erfordernisse zeitgemäßen Wohnens und Arbeitens, um sie vor Einwirkungen von außen zu schützen oder in das Ortsbild oder in die Landschaft einzubinden,
  • Abbruch von Bausubstanz nach Maßgabe besonderer siedlungsstruktureller oder entwicklungsplanerischer Gründe.

Nordrhein-Westfalen

  • Erhalt der ortsbildprägenden Bausubstanz,
  • dorfgerechte Gestaltung von Dorfstraßen, Dorfplätzen und Wegen,
  • Begrünungen im öffentlichen Bereich,
  • Sicherung und Weiterentwicklung dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen sowie
  • Umnutzung ehemals land- und forstwirtschaftlich genutzter Gebäude.

Rheinland-Pfalz

  • Sicherung und Schaffung wohnstättennaher Arbeitsplätze,
  • Sicherung und Wiederherstellung der örtlichen Grundversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs,
  • Umnutzung leerstehender, ortsbildprägender Bausubstanz zum Wohnen und Arbeiten,
  • Verbesserung des Dorfbildes und Sicherung der baulichen Ordnung.
  • Erhaltung und Erneuerung ortsbildprägender und regional typischer Bausubstanz und Siedlungsstrukturen,
  • Erhaltung und Wiederherstellung der Einheit von Dorf und Landschaft,
  • Förderung der Einsatzbereitschaft und der Selbstinitiativen der Dorfbewohner für die Belange ihres Dorfes,
  • Durchführung umfassender Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit im Rahmen der Dorfmoderation.

Saarland

  • Umnutzung dörflicher Bausubstanz für Gemeinschaftseinrichtungen sowie ggf. bauliche Erweiterung im Rahmen der Umnutzung,
  • Vorhaben zur dorfgemäßen Erhaltung und Gestaltung des Ortsbildes,
  • Vorhaben zur Erhaltung und Gestaltung der dorfökologischen Verhältnisse,
  • Vorhaben zur Stärkung des dörflichen Gemeinschafslebens, zur Erhaltung der dörflichen Identität und des dörflichen Brauchtums – wie Ausstellungen über dörfliche Entwicklung und Besonderheiten, Aktionen zur Belebung regionaler Bräuche und handwerklicher Fähigkeiten, Aktivitäten und infrastrukturelle Vorhaben zur Verbesserung der dörflichen Kommunikation,
  • Erwerb von bebauten und unbebauten Grundstücken einschließlich begründeter Abbruchvorhaben im Zusammenhang der vorgenannten förderungsfähigen Vorhaben.

Sachsen

In der aktuellen EU-Förderperiode 2014 bis 2020 erfolgt in Sachsen die Umsetzung der ILE vollständig über den LEADER-Ansatz. So gehen 40 Prozent der gesamten ELER-Mittel in die Entwicklung der Dörfer und kleineren Städte im ländlichen Raum. Eine detaillierte Aufstellung der Schwerpunkte der Dorfentwicklung ist schwierig. Die LEADER-Gebiete erhalten erweiterte Kompetenzen, indem sie die Förderinhalte selbst bestimmen, denn die Ausgangslage im ländlichen Raum ist lokal sehr differenziert und bedarf spezifischer Lösungen. Grundlage sind die jeweiligen LEADER-Entwicklungsstrategien (LES).

Sachsen-Anhalt

  • Aufwertung und Revitalisierung innerörtlicher Bereiche einschließlich Kauf bebauter Grundstücke durch die Gemeinden oder Abbruch von Gebäuden und Anlagen mit Folgeinvestitionen,
  • Erhaltung und Gestaltung oder Umnutzung land- und forstwirtschaftlicher oder ehemals land- und forstwirtschaftlich genutzter Bausubstanz,
  • an den demografischen Wandel angepasste Erneuerung, auch Neubau der örtlichen Infrastruktur, zum Beispiel im Rahmen der Ortsgestaltung kleinere dorfgemäße Gemeinschaftseinrichtungen, Verkehrsinfrastruktur, Wohnumfeld,
  • Erhalt des ländlichen Kulturerbes, insbesondere der Erhalt ortsbildprägender in der Regel denkmalgeschützter Gebäude und Anlagen,
  • Verbesserung und Entwicklung der öffentlich verwendeten touristischen Infrastruktur,
  • Neubau dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen durch Gemeinden oder Gemeindeverbände,
  • Innerörtliche Sicherungs- und Abbruchmaßnahmen ohne konkrete Folgeinvestitionen durch Gemeinden oder Gemeindeverbände.

Schleswig-Holstein

  • Sicherung der Daseinsvorsorge (insbesondere multifunktionale Vorhaben der Bildungsinfrastruktur und der Nahversorgung),
  • überörtlich abgestimmte Vorhaben zur Stärkung der Ortskernentwicklung.

Thüringen

  • Umnutzung und Sanierung bestehender Gebäude,
  • Schließung von Baulücken,
  • bauliche Verdichtung,
  • Rückbau oder die Entkernung und
  • Gestaltung von Freiflächen.

Erschienen am im Format Artikel

Das könnte Sie auch interessieren

Das EU-Schul­pro­gramm (Thema:Schule)

Übergewicht und ungesunde Ernährung werden weltweit zu einer immer größeren Herausforderung. Die Europäische Union will frühzeitig gegensteuern und setzt daher bei den Kindern und Jugendlichen an: Das zum Beginn des Schuljahres 2017/2018 eingeführte EU-Schulprogramm soll Kindern und Jugendlichen Obst und Gemüse sowie frische Milch und Milchprodukte schmackhaft machen und eine gesündere Ernährung fördern.

Mehr

Großes In­ter­es­se an For­schung zu eh­ren­amt­li­chem En­ga­ge­ment (Thema:Forschung)

Zur Forschungsbekanntmachung "Ehrenamtliches Engagement in ländlichen Räumen" wurden 98 Projektskizzen eingereicht. Von diesen Projektvorschlägen werden bis zu 15 eine Förderung erhalten. Diese Forschungsvorhaben können dann voraussichtlich im Frühjahr 2021 starten.

Mehr

Mehr als 50 Mil­lio­nen Eu­ro für di­gi­ta­le Ex­pe­ri­men­tier­fel­der in der Land­wirt­schaft (Thema:Digitalisierung)

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat am 9. März 2020 die letzten sechs Förderbescheide für die digitalen Experimentierfelder in der Landwirtschaft übergeben. Damit haben alle 14 Experimentierfelder ihre Arbeit aufgenommen. Hierfür hat das BMEL in den kommenden drei Jahren Mittel in Höhe von über 50 Millionen Euro eingeplant.

Mehr

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Diese Seite verwendet Cookies, damit Sie Funktionalitäten in vollem Umfang nutzen können, wie z.B. die Bestellung von Publikationen im Warenkorb. Nähere Informationen dazu finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.