Erfolgsgeschichten in der ländlichen Entwicklung

Ausgewählte Beispiele zur Verbesserung der Lebensverhältnisse auf dem Land

Ländliche Regionen in Deutschland sind Lebensraum und Wirtschaftsstandort, sie umfassen Städte und Dörfer, land- und forstwirtschaftliche Nutzräume sowie Natur- und Erholungsräume. Um die Vielfalt ländlicher Regionen zu erhalten, braucht es den richtigen Mix an Fördermöglichkeiten.

Regionalbudget in der Eckernförder Bucht, Schleswig-Holstein. © BMEL

Aus sozialer, ökonomischer, demografischer und Natur-Sicht zeigen sich große Unterschiede zwischen den ländlichen Regionen Deutschlands. Dieses Gefühl wird insbesondere durch die infrastrukturelle, demografische oder wirtschaftliche Situation vor Ort bestimmt.

Die ländlichen Regionen haben für Leben, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur in Deutschland eine herausragende Bedeutung. Doch für die besonderen Herausforderungen jeder einzelnen Region gibt es keine pauschale, einheitliche Lösung. Vielmehr sind Innovationen, kreative Köpfe und tatkräftige lokale Akteure gefragt, um individuelle, regional angepasste Maßnahmen zu entwickeln. Nachhaltige ländliche Entwicklung erfordert die enge Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Kreisen, Städten und Gemeinden sowie die Kompetenz und das Engagement der Entscheidungsträger und der Menschen vor Ort.

Mit der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) besteht die Möglichkeit, eine leistungsfähige, auf die künftigen Anforderungen ausgerichtete und wettbewerbsfähige Land- und Forstwirtschaft zu unterstützen. Auch attraktive ländliche Regionen werden durch die GAK gefördert. Bund und Länder stellen dabei im Verhältnis 60:40 über 1,5 Milliarden Euro Fördermittel pro Jahr zur Verfügung.

Die Fördermaßnahmen der GAK werden für jedes Jahr als sog. Rahmenplan durch Bund und Länder beschlossen. Der Rahmenplan wird geprüft und an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Die Länder setzen den Rahmenplan durch landesspezifische Entwicklungsprogramme um und ergänzen diese gegebenenfalls durch eigene Fördermaßnahmen. Zusätzlich stehen den Ländern Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Verfügung.

"Flurbereinigung" in Creuzburg, Thüringen. © BMEL

Der Förderbereich 1 der GAK, die "Integrierte ländliche Entwicklung", ist das wichtigste nationale Instrument für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung der ländlichen Regionen. Die Länder achten dabei auf regionale und örtliche Anforderungen und fördern die von den Gemeinden und Menschen in ländlichen Regionen benötigten Maßnahmen. Die "Integrierte ländliche Entwicklung" ist ein lebendiges Instrument, das jährlich an die aktuellen Herausforderungen angepasst wird.

Die "Integrierte ländliche Entwicklung" (ILE) hat das Ziel, das Leben, die Arbeit, die Erholung und die Natur auf dem Land attraktiv zu halten und weiterzuentwickeln. Die Förderung der "Integrierten ländlichen Entwicklung" ergibt einen bunten Strauß an Fördermöglichkeiten und umfasst im Wesentlichen folgende Themenbereiche:

  • Ländliche Entwicklungskonzepte - interkommunal und kommunal,
  • Dorfentwicklung: Plätze, Freiflächen, Wege und Straßen, Gemeinschaftseinrichtungen, Mehrfunktionshäuser, Co-Working-Spaces, Umnutzung von Gebäuden – öffentlich und privat, Freizeiteinrichtungen und Veranstaltungsräume für die örtliche Bevölkerung,
  • Bodenordnung und Gestaltung des ländlichen Raumes, Neuordnung des ländlichen Grundbesitzes, Hochwasserrückhalt, ökologische Maßnahmen, Wegebau
  • Grundversorgung: Bäcker, Metzger, Dorfläden.

Insgesamt stellte der Bund im Jahr 2019 für die "Integrierte ländliche Entwicklung" rund 280 Millionen Euro zur Verfügung. Zusammen mit den Mitteln der Länder sind es circa 465 Millionen Euro, die in Maßnahmen zur Stärkung der ländlichen Regionen fließen.

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