Sonderrahmenplan: Maßnahmen des Küstenschutzes in Folge des Klimawandels

Ziel des modernen Küstenschutzes ist es, ein hohes Schutzniveau auf Dauer zu sichern. Dies ist die grundsätzliche Voraussetzung für den Erhalt und die Entwicklung dieses Lebens- und Wirtschaftraums.

Andere Ansprüche der Gesellschaft an die Küstengebiete, wie der Schutz des Wattenmeers oder der Tourismus, sollen dabei einbezogen und so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.

Förderung des Küstenschutzes in der GAK

Um zu verhindern, dass es zu übermäßiger Erosion durch Wind und Wellen kommt, werden vielfältige Vorkehrungen zum Schutz der Küsten getroffen. Hierzu gehören beispielsweise Deiche, Wellenbrecher, Buhnen, Sperrwerke, Siele, Schöpfwerke, Ufermauern, Sandaufspülungen oder die Bepflanzung von Dünen. Welche Maßnahmen im Einzelfall am wirkungsvollsten sind, hängt von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten ab, von den Strömungs- und Brandungsverhältnissen sowie von der Form der Küste (Flach- oder Steilküste).

Die Planung, Umsetzung und Unterhaltung von Küstenschutzeinrichtungen ist Aufgabe der Bundesländer. Die deutschen Küstenländer haben ihre jeweilige Küstenschutzstrategie in sogenannten "Generalplänen Küstenschutz" spezifiziert, die immer wieder aktualisiert werden.

Wegen der großen Bedeutung des Küstenschutzes beteiligt sich der Bund seit 1973 mit bis zu 70 Prozent an den Kosten für die durchgeführten Küstenschutzmaßnahmen.

Zusätzliche Förderung durch den Sonderrahmenplan

Wegen des sich abzeichnenden Klimawandels wird es notwendig, die laufende Verstärkung der Küstenschutzanlagen zu beschleunigen oder im Einzelfall auch zu ergänzen. Deshalb stellt der Bund den Küstenländern über einen GAK-Sonderrahmenplan in den Jahren 2009 bis 2025 für Küstenschutzmaßnahmen in Folge des Klimawandels zusätzlich 25 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass die Küstenländer im jeweils vorangegangenen Jahr 102,9 Millionen Euro für Küstenschutzmaßnahmen im Rahmen der regulären GAK verwendet haben.

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