Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK)

Die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) ist das wichtigste nationale Förderinstrument zur Unterstützung der Land- und Forstwirtschaft, Entwicklung ländlicher Räume und zur Verbesserung des Küsten- und Hochwasserschutzes.

Zusammen mit den Ländermitteln betragen die Gesamtmittel der GAK rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Die GAK enthält eine breite Palette von Agrarstruktur- und Infrastrukturmaßnahmen und deckt damit in weiten Teilen den Anwendungsbereich des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) ab. In Deutschland ist die GAK ein wesentliches Element der Nationalen Strategie für die Entwicklung ländlicher Räume.

Mit Hilfe der GAK soll…

  • gewährleistet werden, dass die Land- und Forstwirtschaft leistungsfähig und auf künftige Anforderungen ausgerichtet ist,
  • sichergestellt werden, dass die Land- und Forstwirtschaft im gemeinsamen Markt der Europäischen Gemeinschaft wettbewerbsfähig ist,
  • gesichert werden, dass die ländlichen Gebiete nachhaltig leistungsfähig bleiben und eine umwelt- und ressourcenschonende Land- und Forstwirtschaft integraler Bestandteil dieser Gebiete sind,
  • der Küstenschutz verbessert werden.
  • der Hochwasserschutz im Binnenland verbessert werden.

Einzelheiten zu den Grundsätzen, Zielen und Verfahrensfragen sind im Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK-Gesetz - GAKG) geregelt.

Weitere Informationen zu Rechtsgrundlagen und zur Funktionsweise bietet der Beitrag Erläuterungen der Gemeinschaftsaufgabe. Wenn Sie auf der Suche nach Kontaktinformationen sind, hilft Ihnen der Beitrag Ansprechpartner der zuständigen Ministerien weiter.

Der Rahmenplan der GAK

Zur Erfüllung der Gemeinschaftsaufgabe wird für den Zeitraum einer vierjährigen Finanzplanung ein gemeinsamer Rahmenplan von Bund und Ländern aufgestellt. Der GAK-Rahmenplan bezeichnet die Maßnahmen einschließlich der mit ihnen verbundenen Zielstellungen, er beschreibt die Förderungsgrundsätze, Fördervoraussetzungen sowie die Art und die Höhe der Förderungen.

Beschlossen wird der Rahmenplan durch den Planungsausschuss für Agrarstruktur und Küstenschutz (PLANAK), in dem die Agrarminister von Bund und Ländern sowie der Bundesminister der Finanzen zusammenkommen. Er gilt für den Zeitraum der Finanzplanung und wird alljährlich sachlich überprüft und an die aktuelle Entwicklung angepasst.

Der Planungsausschuss für Agrarstruktur und Küstenschutz (PLANAK) hat in seiner Sitzung am 12.Dezember 2019 unter Vorsitz von Bundesministerin Julia Klöckner abschließend die Förderungsgrundsätze für den Rahmenplan sowie den Rahmenplan beschlossen.

Eine Übersicht über die Rahmenpläne seit 1973 finden sie hier. Die Berichte über den Vollzug der Gemeinschaftsaufgabe für verschiedene Jahre erhalten Sie in dem Portal "Statistik und Berichte" des BMEL.

Voraussetzung für eine Förderung vor Ort ist, dass die Maßnahmen der GAK vom jeweiligen Land angeboten werden. Für die Durchführung des Rahmenplans (Antragstellung, Bewilligung, Kontrolle) sind die Länder zuständig.

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