Faktor K: 22 innovative Forschungsprojekte zur Kultur auf dem Land gestartet

Im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) unterstützt das BMEL mit der Fördermaßnahme "Faktor K – Forschung zum Faktor Kultur in ländlichen Räumen" 32 Forschungseinrichtungen, die in 22 Projekten neue Erkenntnisse über die Bedeutung von Kultur in ländlichen Räumen erarbeiten.

Ziel der Fördermaßnahme ist es, die Forschungslandschaft zu ländlichen Räumen in Deutschland zu stärken und die Kenntnisse zur Bedeutung von kulturellen Aktivitäten und kultureller Teilhabe in ländlichen Räumen zu erweitern. Soweit möglich, sollen Erfolgsmodelle und Gelingensbedingungen einer lebendigen Kulturlandschaft analysiert und Handlungsempfehlungen für die Praxis erarbeitet werden. Darüber hinaus dienen die Ergebnisse der Forschungen der Politikgestaltung des BMEL für ländliche Regionen.

Praxisrelevantes Wissen und Fakten zur Kultur auf dem Land aufbauen

Zur Vorbereitung der Fördermaßnahme wurde eine Fachexpertise zum Forschungsbedarf "Bedeutung kultureller Aktivitäten und kultureller Teilhabe in ländlichen Räumen" erarbeitet. Diese macht deutlich, dass trotz vielfältiger Förderprojekte zu Kultur in ländlichen Räumen ausreichend Forschungsarbeiten fehlen, vor allem solche, die jenseits idealisierter Bilder von ländlicher Kultur und stereotyper Zuschreibungen, belastbare Daten über die Vielfalt von Faktoren und Wirkmechanismen kultureller Aktivitäten und Teilhabe in den heterogenen ländlichen Räumen erheben und analysieren.

Die Projekte sollen nun einschlägiges Wissen für die Entwicklung effektiver, kulturpolitischer Handlungsempfehlungen für ländliche Regionen erarbeiten. Begleitend zu der Fördermaßnahme werden die Vernetzung der Forschungsprojekte untereinander und der Wissenstransfer in die Fachöffentlichkeit von großer Bedeutung sein, um die gewonnen Erkenntnisse in die Breite zu tragen.

Die 22 ausgewählten Forschungsvorhaben, darunter 10 Verbundprojekte, decken ein breites Themenspektrum ab und untersuchen verschiedenste Aspekte der Kultur auf dem Land.

Die Forschungsmaßnahme Faktor K hat sich zum Ziel gesetzt, bessere Kenntnis über die vielfältige Landschaft der Kulturakteure zu erlangen. Hieraus sollen zukünftig Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, um das Kulturangebot in ländlichen Regionen zu stärken und weiterzuentwickeln.

Die geförderten Projekte im Überblick

Bilder des Ländlichen in der Kultur- und Kreativwirtschaft (KulturLandBilder)

Leibniz-Institut für Länderkunde e.V., Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Das Verbundprojekt hinterfragt, inwiefern selbst- und fremd zugeschriebene Bilder, Narrative und Imaginationen von Ländlichkeit und ländlicher Kultur das kulturelle Leben und kreative Arbeiten in ländlichen Räumen prägen, es befördern oder behindern. Das Projekt untersucht diese Frage aus zwei Perspektiven: der Perspektive kultur- und kreativwirtschaftlicher Akteure und der Perspektive der Zielgruppen von Kulturangeboten. 

Immaterielles Kulturerbe in ländlichen Räumen. Potenziale für die integrierte Entwicklung rural-peripherer Regionen (IKEL)

Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Universität Regensburg

Das Verbundvorhaben fokussiert die kulturelle Teilhabe lokaler Communities an der Weiterentwicklung und Vermittlung des Immateriellen Kulturerbes. Die beiden beteiligten Verbundpartner identifizieren in ihrem jeweiligen Teilprojekt Best-Practice-Beispiele in der Vor-Ort-Auseinandersetzung mit Formen des Immateriellen Kulturerbes und erarbeiten Potentiale für eine nachhaltige Vitalität und Resilienz peripher-ländlicher Communities. Auf diese Weise erhalten lokale Trägergruppen von Kulturangeboten konkrete Handlungsempfehlungen.

Verbundprojekt: Akteursnetzwerke und multifunktionale Räume der Kunst-, Kultur- und Kreativarbeit in ländlichen Regionen (AMuRaKK)

Institut für Ländliche Strukturforschung e.V., Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Das Verbundvorhaben untersucht in vergleichender Perspektive, wie sich sozial vielfältige Akteursnetzwerke aus Kunst-, Kultur- und Kreativschaffenden, Zivilgesellschaft und Ehrenamt in ländlichen Regionen formieren sowie multifunktionale Räume gestalten und nutzen. Anhand von vier qualitativen Fallstudien werden diese Wirkungs- und Funktionsweisen von Netzwerken und multifunktionalen Räumen im Kontext verschiedener regionalräumlicher und sozialer Einflussfaktoren untersucht.

Bilder ländlicher Diversität in von Kulturschaffenden, Kultureinrichtungen und weiteren kulturellen Akteur*innen erstellten Fotografien und Dokumenten (BiDiK)

Universität Koblenz-Landau

Das Projekt zielt darauf ab, Vorstellungen von Ländlichkeit und ländlicher Kultur anhand von Fotografien und Dokumenten zu rekonstruieren, die von Kulturschaffenden, Kultureinrichtungen und weiteren kulturellen Akteuren erstellt werden. Dabei sollen auch die Folgen des demografischen Wandels sowie der zunehmenden migrations- und fluchtbedingten Zuwanderung in drei sehr ländlichen Regionen (Eifelkreis Bitburg-Prüm; Landkreis Osnabrück; Landkreis Ludwigslust-Parchim) mit weniger guter sozialer Lage Berücksichtigung finden.

Jugendliche kulturelle Selbstorganisationen im Dreiländereck Bayern-Sachsen-Thüringen (DIYhoch3)

Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Das Verbundprojekt untersucht Räume und Möglichkeiten von Jugendkulturen in ländlichen Räumen. Ziel ist es, günstige Gelegenheitsstrukturen selbstorganisierten kulturellen Lebens besser zu verstehen. Der regionale Fokus liegt auf dem Dreiländereck Bayern, Sachsen und Thüringen. Das Projekt befasst sich nicht nur mit drei Regionen, sondern auch mit drei kulturellen Gemeinschaften: jungen Menschen, die sich der Brauchtums- und Traditionspflege widmen, mit Musikszenen wie etwa dem HipHop und jenen, die eine informelle Sportkultur wie das Biken betreiben.

Kultur in ländlichen Räumen zwischen endogenen und exogenen Faktoren (Krux)

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Ziel des Projektes ist es, die endogenen und exogenen Faktoren für ein lebendiges Kulturleben auf dem Land systematisch zu analysieren. Auf dieser Basis werden Angebots- und Nachfragepotenziale für kulturelle Aktivitäten identifiziert, die sozial und ökonomisch tragfähig sind. In einer abschließenden Transfer-Phase wird eine Zukunftswerkstatt auf Bundesebene und je eine weitere in den Fallstudienregionen durchgeführt. Die Erkenntnisse werden als praktische Hilfestellungen für Kulturschaffende aufbereitet.

Forschung für eine gelingende Kulturarbeit in Museen und Ausstellungen in ländlichen Räumen (KLEINaberFEIN)

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ziel des Vorhabens ist es, Rahmenbedingungen, Potenziale und Gelingensbedingungen von kleinen Museen in ländlichen Räumen Thüringens und Sachsens zu untersuchen. Im Rahmen einer empirischen Studie werden die für eine gelingende Kulturarbeit notwendigen internen und externen Akteursgruppen aus drei Perspektiven erforscht: intern die Entscheidungs- und Funktionstragenden Museen bzw. in der regionalen Kulturarbeit sowie ehrenamtliche Aktive und extern Besucherinnen und Besucher sowie bisher nicht erreichte Zielgruppen.

Kulturen des Ländlichen? Empirische Analysen zur Vorstellung von Ländlichkeit und Kultur (KudeL)

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Das Projekt zielt darauf ab, alltagsweltliche Vorstellungen von Ländlichkeit und Kultur empirisch aus der Akteursperspektive in den Blick zu nehmen. Ausgangspunkt des Projektes ist die Beobachtung, dass insbesondere periphere ländliche Regionen im Diskurs oft aus einer Defizitperspektive betrachtet werden. Gerade hinsichtlich der Bedeutung von Kultur wird von einer "Kulturarmut" ausgegangen. An dieser Stelle setzt das Forschungsvorhaben an, bei dem die ansässigen Menschen selbst dazu befragt werden sollen, was für sie "Kultur" und „Ländlichkeit“ bedeutet und wie sie selbst Kultur im ländlichen Raum wahrnehmen.

Zukunft.Land.Musik – Musikvereine – Gelingensbedingungen für Ensemblearbeit im ländlichen Raum (ZuLaMu)

Hochschule für Musik Freiburg, Universität Vechta

Das Verbundprojekt knüpft an Diskurse zum "Amateurmusizieren" und zur "Kulturarbeit im ländlichen Raum" an. Unter Einbeziehung der Akteursperspektive arbeitet ZuLaMu wesentliche Faktoren für eine nachhaltige und teilhabeorientierte Ensemblepraxis in ländlichen Räumen heraus und bereitet die dabei gewonnenen Ergebnisse für unterschiedliche Zielgruppen und Regionen auf. Dabei soll aufgezeigt werden, wie Transformationsprozesse gestaltet, professionell begleitet und Vernetzungsaktivitäten gefördert werden können.

Autonomie und Gemeinwesen: Zur Identifikation bildender Künster*innen mit ländlichen Räumen (AUGE)

Hochschule Mittweida University of Applied Sciences

Ziel des Vorhabens ist es zu ergründen, welche Perspektiven bildende Künstlerinnen und Künstler, die dauerhaft in ländlichen Räumen leben und arbeiten, auf ihre sozial-, kultur- und naturräumliche Umwelt haben und welche Wechselbeziehungen zwischen beiden Seiten bestehen. Es geht darum, Gelingensbedingungen und Barrieren dieses Verhältnisses zu erkennen, um Wege zu einer für Kunstschaffende und ländliche Gesellschaft gleichermaßen fruchtbaren Wechselwirkung aufzeigen zu können.

Kultur als Transformations- und Resilienzfaktor in ländlichen Räumen (KulTRes)

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, GoldMedia GmbH

Das Verbundvorhaben setzt sich mit der besonderen Rolle kultureller Angebote und kultureller Teilhabe in regionalen Transformationsprozessen in ländlichen Regionen und der Wechselbeziehungen zwischen kultureller Aktivität und regionaler Transformation durch verstärkte Zuwanderung und Digitalisierung im ländlichen Raum auseinander. Zudem soll eine Diskursanalyse zur Verknüpfung von Narrativen in den Untersuchungsregionen mit dem kulturellen Angebot und eine Untersuchung der Resilienzressourcen in den Regionen zum Umgang mit bestimmten Herausforderungen durchgeführt werden.

Von Erntehelfern und Raumpionieren – Strategien der Kooperation zwischen künstlerischen Hochschulen und Akteuren im ländlichen Raum (ERNTE)

Kunsthochschule Berlin Weißensee, Thünen-Institut für Regionalentwicklung e.V.

Das Verbundvorhaben erforscht, welche Wirkungen Kooperationen künstlerischer Hochschulen mit Akteuren im ländlichen Raum entfalten. Welche Voraussetzungen braucht es, damit diese Kooperationen ihr Potenzial entfalten können? In Rückkopplung mit den Akteuren werden Handlungsempfehlungen entwickelt, wie man erfolgreich zusammenarbeiten kann. Besonderes Augenmerk gilt den Verwaltungen auf kommunaler und Landesebene, die aufgrund ihrer Doppelrolle als potenzielle Projektpartner und Förderer der Kooperation mit künstlerischen Hochschulen besonders wichtig sind.

Zukunft mit Kultur - kulturelle Bilder, Erzählungen und Praktiken ländlicher Räume zwischen Akteuren und Diskursen (ZumiKu)

Georg-August-Universität Göttingen

Das Projekt widmet sich dem Zusammenhang von Kultur und den Zukunftsperspektiven ländlicher Räume. Ziel ist es zu analysieren, welche Zukunftsvorstellungen aus kulturellen Bildern, Erzählungen und Praktik entstehen und welche Rolle Kultur in der Gestaltung zukünftiger ländlicher Räume zugewiesen wird. Hierzu werden Literatur- und Medienanalysen sowie Fallanalysen sowie Kulturwerkstätten gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern in vier ländlichen Untersuchungsorten durchgeführt.

Soziale Innovationen in Kunst und Kultur als Faktor für Resilienz und kulturelle Teilhabe in strukturschwachen ländlichen Räumen: ein Fallstudienansatz zur Erforschung von Wirkungsmechanismen (SIKUL)

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Das Projekt erforscht den Einfluss von sozialen Innovationen und Kulturprogrammierung auf die Kulturlandschaft ländlicher Räume. Der Fokus liegt auf den Auswirkungen auf die Resilienz der lokalen Bevölkerung. Dafür werden verschiedene Modellkommunen und -Gemeinden untersucht. Von den Ergebnissen sollen mithilfe verschiedener Transferformate sowohl die Bevölkerung vor Ort als auch die Wissenschaft und ihr Nachwuchs profitieren. Durch die abgeleiteten Handlungsempfehlungen sollen Förderprogramme präzise, zielgruppengerecht und anwendungsorientiert auf- und umgesetzt werden.

LANDKULTUREN: Teilhabe – Zukunft (LAKUTEZU)

Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

Im Projekt werden Praktiken ländlicher Akteursnetzwerke der zeitgenössischen Kulturproduktion untersucht und Gelingensbedingungen für die zukunftsfähige Weiterentwicklung von ländlichen Räumen identifiziert. Es soll untersucht werden, inwieweit kulturelle Akteure unter bestimmten Bedingungen Motoren gesellschaftlicher Teilhabe und Transformation sein können, da sie die Potenziale haben, ihre Umgebung zu mobilisieren und gesellschaftlichen Herausforderungen innovativ zu begegnen.

Kultur unterm Kirchturm (KuK)

Augustana Theologische Hochschule, Neuendettelsau, Universität Vechta

Das Verbundvorhaben rekonstruiert kulturelle Initiativen und Projekte in kirchlichen Räumen, die lokale Akteursnetzwerke auf dem Land umsetzen. Es analysiert die Bedeutung von gemeinsamen Räumen als materielle Ressourcen, öffentliche Freiräume und Träger lokaler Kultur. Es wird untersucht, wie öffentliche Sozialräume durch die Partizipation an kulturellen Aktivitäten stabilisiert und gestärkt werden können.

KulturRäume – KulturAkteure – KulturPraktiken. Die Bedeutung von "Kultur" für die Dynamisierung von gesellschaftlichen Transformationsprozessen in ländlichen Räumen (KRAP)

Bayerische Akademie der Wissenschaften

Das Projekt untersucht mit ethnografisch-partizipativen Methoden die Bedeutung von Kultur für die Dynamisierung von Entwicklungen in ländlichen, strukturschwachen Grenzräumen am Beispiel der Landkreise Görlitz und Wunsiedel im Fichtelgebirge. Ziel ist es, die (Gelingens-)Strukturen für Kulturarbeit sowie die Schwierigkeiten, vor denen die Kulturakteuren stehen, zu identifizieren. Gemeinsam mit den Akteuren aus der Kulturpraxis entstehen kreative und pragmatische Lösungsangebote unter anderem für soziale Teilhabe und Demokratieförderung.

Vernetztes Handeln für Kultur in ländlichen Räumen. Akteure – Rollenverständnisse – Gelingensbedingungen (NetKulaeR)

Kulturpolitische Gesellschaft e.V.

Im Zentrum der Untersuchungen steht die Akteurskonstellation von drei regional wirkenden Institutionen: Kreiskulturverwaltungen, Geschäftsstellen von LEADER-Regionen sowie regionale Kulturbüros. Erforscht wird im Projekt, wie die genannten regional wirkenden Institutionen sektor- und bereichsübergreifende Vernetzung des Kulturbereichs organisieren bzw. gestalten können, um kulturelle Aktivitäten und Teilhabe in den sehr unterschiedlich strukturierten ländlichen Räumen zu stärken.

Verbundprojekt: Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft als Treiber sozialökologischer Transformation im ländlichen Raum (LandStarK)

Hochschule Wismar University of Applied Sciences: Technology, Business and Design, Hochschule Magdeburg-Stendal (FH)

Das Ziel des Verbundprojektes ist es, örtlich verfügbare und verwertbare Potentiale und Chancen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in acht ländlichen Räumen zu untersuchen. Es sollen insbesondere die indirekten positiven Effekte in intersektoralen Wertschöpfungsketten sowie positive direkte Effekte in Form neuer Geschäftsmodellinnovationen, Entstehung hybrider Märkte sowie Wissensnetzwerke erforscht und erschlossen werden.

Ehrenamtliche Kulturarbeit in ländlichen Regionen. Eine Vergleichsstudie im Oldenburger Münsterland und im Landkreis Rostock (EKLAIR)

Institut für Kulturanthropologie des Oldenburger Münsterlandes e.V., Universität Rostock

Das Verbundvorhaben untersucht den partiellen Rückgang ehrenamtlicher Kulturarbeit im ländlichen Raum am Beispiel zweier Regionen – Oldenburger Münsterland und Landkreis Rostock – und macht eine Bestandsaufnahme vorhandener Formen von Kulturarbeit. Näher erforscht werden die Pole der darstellenden sowie der vermittelnden Kulturarbeit, zum Beispiel Laientheater, Amateurmusik in Großgruppen sowie lokal- und regionalbezogenes, bürgerwissenschaftliches Engagement.

Kulturschaffende als Ressource der ländlichen Entwicklung (KULT_Ressource)

Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei

Das Projekt hat zum Ziel, das Potential von Kulturschaffenden und Kreativen als Ressource der Regionalentwicklung zu erforschen. Die Effekte des unternehmerischen Handelns von Kulturschaffenden soll in jeweils unterschiedlichen ländlichen Kontexten analysiert werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Beiträgen von Kulturschaffenden und Kreativen zur regionalen Vernetzung, Kooperation und Wissensaustausch, Entwicklung und Implementierung von Innovationen und der Erschließung neuer Märkte.

Kommunale Kulturarbeit in den Landkreisen (KoKuLa)

Deutsches Institut für Urbanistik

Ziel des Vorhabens ist es, die vorliegenden Rahmenbedingungen, Strukturen, Aktivitäten und Strategien der Kulturverwaltung in Landkreisen systematisch zu erfassen, zu analysieren und damit zu skizzieren, wie kulturelle Themen in den Kreisverwaltungen verankert sind. Im Ergebnis des Projekts "KoKuLa" stehen eine bessere Kenntnis des Selbstverständnisses und der Aufgaben der Landkreise sowie Handlungsempfehlungen, um das Kulturangebot in ländlichen Regionen zu stärken und weiterzuentwickeln.

Hintergrund

Die Forschungsfördermaßnahme ist ein Baustein des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus), das die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Auftrag des BMEL umsetzt. Die rund 40 bei der BLE eingegangenen Projektskizzen wurden in einem unabhängigen Gutachterverfahren bewertet. Das Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung in der BLE wird dabei durch das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrt e.V. als Projektträger unterstützt. Die beteiligten Forschungsvorhaben erhalten eine Förderung in Höhe von je 300.000 Euro bis maximal 400.000 Euro für einen Projektzeitraum von bis zu drei Jahren.

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