Bundesministerin Julia Klöckner eröffnet 13. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

Die 20er-Jahre sollen das Jahrzehnt der ländlichen Räume werden

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat am 22. Januar das 13. Zukunftsforum "Ländliche Entwicklung" in Berlin eröffnet. Die zweitägige Veranstaltung des BMEL findet auch 2020 wieder im Rahmen der Internationalen Grünen Woche für ein breites Fachpublikum statt.

Kurz erklärt: Das 13. BMEL-Zukunftsforum

Das 13. Zukunftsforum am 22. und 23. Januar 2020 ist das größte nationale Forum für ländliche Räume. Akteure aus den ländlichen Regionen Deutschlands begegnen hier Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft sowie aus Verwaltungen und tauschen sich über Fragen zur ländlichen Entwicklung aus. Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt auf dem Land.

Das BMEL will für gleichwertige Lebensverhältnisse sorgen. Dafür müssen Grundvoraussetzungen erfüllt sein - damit das Leben in den ländlichen Räumen attraktiv bleibt. Wie das gelingt, unter anderem darüber werden die über 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich zum diesjährigen Zukunftsforum angekündigt haben, diskutieren.

Breites Themenspektrum: 24 Fachforen

Insgesamt werden 24 Fachforen angeboten. Das Themenspektrum reicht von Fragen der Digitalisierung über Klimaschutz und Bürgerbeteiligung bis hin zu Biodiversität, Kulturangeboten und kommunalen Innovationspartnerschaften.

Ein Rahmenprogramm bietet darüber hinaus Zeit und Platz für Begegnungen, Fachgespräche sowie für gemeinsame, weiterführende Ideen und Pläne zum Erhalt und zur Stärkung der ländlichen Räume. Auch in diesem Jahr haben wir ein Ziel: gemeinsam etwas zu bewegen - für gleichwertige Lebensverhältnisse in unserem Land.

Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

"Du entscheidest! Gleichwertige Lebensverhältnisse als gemeinsame Aufgabe" - so das Motto der Veranstaltung 2020. Bundesministerin Klöckner betonte in ihrer Eröffnungsrede, es gehe darum gemeinsam etwas zu bewegen - für gleichwertige Lebensverhältnisse in unserem Land. Das Zukunftsforum ist mit rund 1200 Teilnehmern das größte nationale Forum für Ländliche Räume. Akteure aus den ländlichen Regionen Deutschlands begegnen hier Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft sowie aus Verwaltungen und tauschen sich über Fragen zur ländlichen Entwicklung aus.

Klöckner stellte die Bedeutung des vereinten Handelns heraus: Bund, Länder, Landkreise, Kommunen - alle seien gefordert. Es gehe darum weniger "Schwarzer Peter" zu spielen, sich selbst mehr in die Pflicht zu nehmen und diese Aufgabe wirklich als Gemeinschaftsaufgaben anzusehen, weil man etwas erreichen wolle. Hierfür brauche es eine Änderung des Grundgesetzes zur Erweiterung der Gemeinschaftsaufgabe. Denn dadurch könnten Bund und Länder gemeinsam ausdrücklich die ländliche Entwicklung anpacken. Darin sei sie sich auch mit ihren Ministerkollegen Horst Seehofer und Franziska Giffey einig. Die drei Bundesminister hatten im Sommer vergangenen Jahres mit Blick auf das Thema gleichwertige Lebensverhältnisse in ihrer Funktion als Vorsitzende der gleichnamigen Kommission Schlussfolgerungen und Maßnahmen des Bundes in diesem Bereich vorgestellt.

Klöckner: 20er-Jahre sollen das Jahrzehnt ländlicher Räume werden

"Wir wollen, dass die 20er-Jahre das Jahrzehnt der ländlichen Räume werden", sagte Klöckner.

Mit Blick auf den Beitrag, den ihr Ministerium dazu leiste, stellte Klöckner u.a. die rund 1700 Projekte heraus, die das BMEL mit seinem Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (kurz: BULE) in ganz Deutschland fördert. Sie hob zudem insbesondere den BMEL-Einsatz in zentralen Bereichen hervor wie:

  • Mobilität - die ländlichen Räume dürften bei der Verkehrswende nicht hinten runter fallen; der Bund stocke Mittel für den ÖPNV auch außerhalb der Ballungsräume deutlich auf. Länder und Landkreise als Träger des ÖPNV müssten diese zusätzlichen Möglichkeiten jetzt nutzen.
  • Wirtschaft - das neue gesamtdeutsche Fördersystem mache keinen Unterschied mehr zwischen Ost und West, sondern richte sich auf strukturschwache Regionen in ganz Deutschland aus; Wirtschaftsförderung werde künftig die demografische Entwicklung stärker berücksichtigen.
  • Dorfentwicklung - der GAK-Sonderrahmenplan Ländliche Entwicklung werde 2020 auf 200 Millionen Euro Bundesmittel aufgestockt und verstetigt. Die Länder müssten dies Mittel aber auch nutzen.
  • Ehrenamt - es gehe darum, das Ehrenamt zu stärken und dort auszubauen. Das wolle man mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt umsetzen. Schon jetzt unterstütze ihr Ministerium mit dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) das Projekt "Hauptamt stärkt Ehrenamt"; es erprobt modellhaft in 18 Landkreisen, wie Strukturen aufgebaut und nachhaltige verbessert werden können, die das Ehrenamt stärken.
  • Digitalisierung - wenn das Land in den Offline-Modus gehe, gehe die Zukunft offline. Mit der Mobilfunkstrategie gehe der Bund das mit finanziellen Mitteln in Milliardenhöhe an. Es müsse endlich akzeptiert werden, dass mit flächendeckendem Mobilfunk, nicht nur fast alle Haushalte, sondern wirklich auch die Fläche zwischen den Dörfern und den Städten gemeint sei. Darüber hinaus fördere das BMEL mit seinem BULE-Projekt "Land.Digital" Chancen der Digitalisierung für ländliche Regionen.

Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land für Jung und Alt

Mit Blick auf den Anspruch "Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land für Jung und Alt räumte Klöckner ein: "Jeder, der auf dem Land großgeworden ist, weiß es: Für Kinder ein Paradies, für Jugendliche, naja geht so." Die Beteiligung der Jugend sei besonders wichtig, denn von ihr hänge es ab, ob der ländliche Raum eine Zukunft habe. Die im Dezember 2019 beschlossene Jugendstrategie der Bundesregierung wertete Klöckner vor diesem Hintergrund als ein wichtiges Signal. Schon heute unterstütze das BMEL im Rahmen von BULE regionale und lokale Projekte, die gezielt die Lebensbedingungen von jungen Menschen verbessern und die Jugendbeteiligung stärkten.

Erschienen am im Format Artikel

Website des Zukunftsforums mit zusätzlichen Infos

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