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Biologische Vielfalt: Bienen und Insekten schützen

Die natürliche und auch die vom Menschen geschaffene und genutzte biologische Vielfalt, die so genannte Agrobiodiversität, gehen zurück. Diese Entwicklung zeigt sich weltweit – auch in Deutschland. Der Schutz und der Erhalt von Artenvielfalt und Biodiversität sind zentrale Zukunftsaufgaben.

Eine besondere Rolle spielen dabei Bienen, Wildbienen und andere Bestäuber. Sie sichern beispielsweise die biologische Vielfalt, indem sie Wild- und Kulturpflanzen bestäuben und so Ernten sichern. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) setzt sich deshalb für deren Schutz ein.

Der Rückgang der Insektenpopulationen wird derzeit intensiv diskutiert. Es gibt viele Gründe für den Rückgang, zum Beispiel:

  • Veränderungen des Klimas
  • Veränderungen der Strukturen in der Landschaft, wie weniger Säume, Hecken oder gestufte Waldränder, und die Siedlungsentwicklung und dadurch Verluste von Lebensräumen und Futterquellen
  • Nutzung und Bewirtschaftung der Landschaft u.a. durch die Landwirtschaft (etwa Gewässer, Wiesen und Äcker)
  • Vorkommen von Schadstoffen und Lichtverschmutzung
  • Verkehr und die Verkehrsinfrastruktur
  • Nicht sachgerechte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
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Landwirtschaft und biologische Vielfalt

Auch die Land- und Forstwirtschaft sind auf die biologische Vielfalt angewiesen, um die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln sicherzustellen und ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu erhalten. Durch den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt werden Ökosystemleistungen (z. B. Bestäubung, Bodenfruchtbarkeit) und Produktionsmöglichkeiten in einer sich wandelnden Umwelt gesichert.

Das Vorkommen vieler Arten der Agrarlandschaft ist untrennbar mit der Landwirtschaft verbunden. Eine zu starke Verringerung oder gar Aufgabe der landwirtschaftlichen Tätigkeit würde deren Existenz ebenfalls bedrohen. Es muss ein Gleichgewicht geschaffen oder erhalten werden.

Aktivität für die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft

Das BMEL setzt sich für verbesserte Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt und der landschaftlichen Strukturvielfalt im Agrarraum sowie im Wald ein, ohne die nachhaltige Nutzung dieser Ökosysteme, z.B. für die Gewinnung von Lebensmitteln oder Rohstoffen, zu gefährden.

Mit der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt hat die Bundesregierung bereits 2007 ein übergreifendes und anspruchsvolles Handlungsprogramm beschlossen, um die biologische Vielfalt zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. Diese Strategie enthält auch Ziele und Indikatoren, die den Agrarsektor betreffen. Die Sektorstrategie Agrobiodiversität des BMEL und gezielte Fachprogramme für genetische Ressourcen ergänzen die nationale Strategie insbesondere bei dem Ziel, genetische Ressourcen für die Land-, Forst-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft langfristig zu erhalten und nachhaltig zu nutzen.

Dieses Ziel – einerseits – und die Erfordernisse der biologischen Vielfalt unter der Prämisse "Schutz durch Nutzung" – andererseits – sollen besser in Einklang gebracht werden.

Um die Umsetzung der Strategie und der ergänzenden Fachprogramme zu unterstützen, investiert das BMEL jährlich rund drei Millionen Euro in die Förderung von Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) im Bereich der Erhaltung und innovativen Nutzung der Biologischen Vielfalt und in spezifische Erhebungen, die die biologische Vielfalt in der Landwirtschaft in Deutschland erfassen und beschreiben.

Verbesserung der Lebensbedingungen von Bienen und anderen Insekten

Viele Maßnahmen mit dem Ziel, biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern, haben positive Effekte auf eine Vielzahl von Organismen, auch auf Insekten.

  • Mit der Ende 2013 beschlossenen Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU wurde diese noch stärker als bisher auf die Entlohnung gesellschaftlicher Leistungen ausgerichtet. Im Rahmen des „Greenings“ werden konkrete Leistungen der Landwirtschaft für Klimaschutz, Biodiversität, vielfältige Kulturlandschaften und eine nachhaltige Produktion verlangt.
  • Neben einer Verpflichtung zum Anbau verschiedener Fruchtarten und einem Dauergrünlanderhaltungsgebot müssen die Landwirte unter anderem auf fünf Prozent ihrer Ackerfläche ökologische Vorrangflächen ausweisen. Dazu zählen zum einen produktive Flächennutzungen wie der Anbau von stickstoffbindenden Pflanzen und Zwischenfrüchten. Zum anderen fallen darunter insbesondere auch nicht-produktive Flächennutzungen wie z. B. brachliegende Flächen, Pufferstreifen und Landschaftselemente wie Hecken. Seit dem Antragsjahr 2018 stehen den Landwirten mit der sogenannten „Honigbrache“ und dem Anbau von Durchwachsener Silphie zwei neue für den Bienen- und Insektenschutz wichtige Möglichkeiten zur Verfügung.
  • Wichtige Instrumente zur Förderung der landwirtschaftlichen biologischen Vielfalt sind auch die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) im Rahmen der 2. Säule der GAP. Sie honorieren unter anderem vielfältige Fruchtfolgen, die Anlage von Blühflächen und Blühstreifen sowie Schon- und Schutzstreifen, die extensive Grünlandbewirtschaftung und die Pflege und Unterhaltung von Hecken, Knicks, Baumreihen, Feldgehölzen und Streuobstwiesen sowie die Umstellung und Beibehaltung des ökologischen Landbaus. Darüber hinaus fördern die Bundesländer Regionaltypisches das den Erhalt spezifischer Pflanzensorten und Tierrassen zum Ziel hat.
  • Seit 2017 ist über die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) die Förderung investiver Naturschutzmaßnahmen, seit 2018 auch des Vertragsnaturschutzes möglich. Gerade bei letzterem arbeitet die Landwirtschaft eng mit dem Naturschutz zusammen.
  • Bei der Weiterentwicklung der GAP nach 2020 strebt das BMEL an, dass landwirtschaftliche Leistungen zum Erhalt und zur Förderung der biologischen Vielfalt, zum Schutz der Umwelt, des Klimas, des Tierwohls und der natürlichen Ressourcen stärker durch gezielte Maßnahmen gefördert und honoriert werden. Die Direktzahlungen sollen nach wie vor Einkommen sichern und stabilisieren, zukünftig aber auch stärker am Erhalt der gesellschaftlichen Funktionen der Landwirtschaft wie der Bewahrung der Biodiversität ausgerichtet werden. Mithilfe von Indikatoren sollen die Maßnahmen künftig auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.
  • Das BMEL unterstützt weitere Initiativen, um die Lebensbedingungen von Bienen- und Insekten zu fördern. Dazu gehört zum einen die Verbraucherkommunikation. Jeder kann etwas für Bienen und andere Insekten tun. Deshalb hat das BMEL mit mehr als 500 Baumärkten und Gartencentern die Aktion "Bienen füttern" ins Leben gerufen. Sie richtet sich an alle, die Pflanzen lieben und sich dabei für Bienen einsetzen möchten. In der Bienen-App und der Broschüre des BMEL werden Pflanzen vorgestellt, die besonders bienenfreundlich sind, weil sie diese mit Nahrung versorgen. Zum anderen stehen auf dem Gelände des BMEL seit dem Sommer 2018 Bienenstöcke. Auch andere Ressorts und die Bundesländer hat das BMEL eingeladen, auf ihren Außenflächen einen aktiven Beitrag zum Bienen-/Insektenfüttern zu leisten.
  • Zudem unterstützt das BMEL ein Projekt für mehr Artenvielfalt auf den Äckern, das sogenannte F.R.A.N.Z.-Projekt (Für Ressourcen, Agrarwirtschaft und Naturschutz mit Zukunft). Das Anfang 2017 gestartete Projekt wird gemeinsam von der Umweltstiftung Michael Otto (UMO) und dem Deutschen Bauernverband (DBV) getragen.

Ökologischer Landbau

Der ökologische Landbau leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Dies bestätigt auch eine umfangreiche Metastudie des Thünen-Instituts. Die Auswertung von mehr als 500 internationalen wissenschaftlichen Vergleichsstudien zeigt, dass ökologisch bewirtschaftete Flächen Artenzahlen aufweisen, die im Vergleich zur konventionellen Wirtschaftsweise bei der Ackerflora durchschnittlich um 95 Prozent, bei Feldvögeln bis zu 35 Prozent und bei Insekten bis zu 26 Prozent höher liegen.

Das BMEL fördert den ökologischen Landbau als besonders ressourcenschonende Wirtschaftsweise mit dem Ziel, 20 Prozent der Landwirtschaftsfläche bis zum Jahr 2030 ökologisch zu bewirtschaften (Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, Zukunftsstrategie ökologischer Landbau). Darüber hinaus fördert das BMEL über das Bundesprogramm ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) Projekte, mit denen innovative, ökologische sowie nachhaltige Lösungen für eine bestäuberfördernde Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen entwickelt werden. Im Rahmen der "Bekanntmachung über die Förderung von Forschungsvorhaben zum Schutz von Bienen und weiteren Bestäuberinsekten in der Agrarlandschaft" sollen konkret innovative und praxisorientierte Produkte und Verfahren für die Verbesserung der Widerstandskraft von Honigbienen, einen bestäuberfreundlichen Pflanzenschutz und Pflanzenbau sowie Maßnahmen für Agrarräume entwickelt und erprobt werden. Die BMEL-Kampagne "Bienen füttern!" wird ebenfalls über das BÖLN finanziert.

Leguminosen wie Erbsen, Bohnen, Soja und Lupinen leisten einen besonderen Beitrag für eine umweltgerechte und ressourcenschonende Landbewirtschaftung. Sie sind gerade im ökologischen Landbau unverzichtbar für den Erhalt und die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit.

Leguminosen

  • durchwurzeln und lockern den Boden
  • wirken als Humus-Mehrer und Kohlenstoff-Senke
  • lockern die Fruchtfolge auf und
  • bieten in der Blüte Nahrung für Bienen und wild lebende Insekten.

Doch Leguminosen standen durch die höheren physischen und monetären Erträge der Konkurrenzfrüchte auf dem Acker unter Druck. Ihr Anbau ging in der Breite zurück. Um diesem Trend entgegen zu wirken, die Konkurrenzfähigkeit der Leguminosen zu verbessern und die Anbaufläche wieder zu vergrößern, hat das BMEL 2012 die Eiweißpflanzenstrategie entwickelt. Durch verschiedene Maßnahmen und Anreize zur Förderung des Leguminosenanbaus konnte der Negativtrend gestoppt und die Attraktivität des Anbaus von Hülsenfrüchten in den letzten Jahren deutlich verbessert werden.

Die Erweiterung des Kulturartenspektrums hat einen positiven Einfluss auf die Agrobiodiversität, d.h. die Artenvielfalt, die genetische Vielfalt sowie die Vielfalt der Ökosysteme in der Agrarlandschaft. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag zum Klimaschutz, da der Energieaufwand, der im Rahmen der industriellen Produktion, des Transports und der Ausbringung von Stickstoffdüngemitteln aufgewendet werden muss, beim Anbau von Leguminosen und bei den Folgekulturen eingespart werden kann.

Zulassung von Pflanzenschutzmitteln

Wissenschaftler der Europäischen Agentur für Lebensmittelsicherheit EFSA konnten ein Risiko für Bestäuber aus der Anwendung bestimmter Neonikotinoide („Neonics“) nicht ausschließen.

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Deshalb hat das BMEL im April 2018 dem Vorschlag der EU-Kommission zugestimmt, die Anwendung dieser Neonikotinoide nur noch in Gewächshäusern zu erlauben.

Seit dem 19. Dezember 2018 dürfen Neonikotinoide mit den Wirkstoffen Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam nicht mehr für die Anwendung im Freiland verkauft und dort auch nicht mehr angewendet werden. In Deutschland wird es für diese Wirkstoffe auch keine bienenschädlichen Notfallzulassungen wie in anderen Mitgliedstaaten geben. Aktuell wird die EU-weite Genehmigung für den neonikotinoiden Wirkstoff Thiacloprid von der EU-Kommission gestoppt. Somit wird auch dieser Wirkstoff spätestens mit dem Jahr 2022 keine nennenswerte Verwendung in der EU mehr finden.

Darüber hinaus hat die Bundesregierung 2013 den Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) verabschiedet. Der Aktionsplan ist Teil der Umsetzung der EU-Pflanzenschutz-Rahmenrichtlinie 2009/128/EG über einen Aktionsrahmen der Gemeinschaft für die nachhaltige Verwendung von Pestizide. Ziel des NAP ist es, die Risiken für Mensch, Tier und Naturhaushalt, die durch die Anwendung von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln entstehen können, zu reduzieren.

Weitere politische Initiativen

Minister halten ein Schild mit der Überschrift Tierwohlkennzeichnung hoch.
Bundesministerin Klöckner am 4.9.2019 zum Kabinettsbeschluss: Verbesserungen beim Tierwohl, Artenschutz, Nachhaltigkeit
  • Das BMEL erstellt zurzeit eine Ackerbaustrategie. Darin werden auch weitere Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt und der Insekten im Dialog mit der Landwirtschaft erarbeitet.
  • Die Koalitionspartner haben zudem vereinbart, ein Aktionsprogramm Insektenschutz aufzulegen. Damit will die Bundesregierung die Lebensbedingungen für Insekten grundsätzlich verbessern. Ein Eckpunktepapier wurde im Juni 2018 im Kabinett abgestimmt. Das Aktionsprogramm wurde am 4. September 2019 vom Kabinett angenommen. Nun muss die Umsetzung dieses politischen Programms gemeinsam mit der Landwirtschaft und dem Naturschutz diskutiert werden.
  • Die Düngeverordnung dient der Umsetzung der EG-Nitratrichtlinie und wurde mit dem Ziel novelliert, die mit der Düngung verbundenen Risiken, insbesondere den Eintrag von Nitrat in die Gewässer, zu verringern. Indirekt werden damit auch für Insekten wichtige Lebensräume, die auf zu hohe Nährstoffzufuhr empfindlich reagieren, geschützt.
  • Weitere Vorhaben wie die Nutztierhaltungsstrategie in Verbindung mit der Förderung der Weidehaltung oder die Förderung des ökologischen Landbaus tragen zum Schutz der Insekten bei.

Monitoring und Forschung

Die Bundesregierung finanziert – mit den Bundesländern das Deutsche Bienenmonitoring (DeBiMo), um die periodisch auftretenden Winterverluste von Bienenvölkern aufzuklären. Das seit 2004 bestehende Monitoring liefert zur komplexen Thematik der Bienengesundheit, der Bienenhaltung und Bienenzucht wertvolle Erkenntnisse. Das BMEL fördert gemeinsam mit den Ländern auch weiterhin das DeBiMo mit 400.000 Euro pro Jahr.

Das Deutsche Bienenmonitoring ist in seiner Dimension in Europa einzigartig und zeigt einen zukunftsweisenden Weg für die erfolgreiche Organisation und Durchführung von wissenschaftlicher Forschung und Ursachenergründung.

Seit 2016 gibt es am Julius Kühn-Institut (JKI) ein eigenes Fachinstitut für Bienenschutz. Die Wissenschaftler dort forschen unter anderem zu Interaktionen zwischen Bienen einschließlich Wildbienen und anderen Bestäubern und der Landwirtschaft. 2018 hat das BMEL zusätzlich etwa sechs Millionen Euro für die Forschung zum Insektenschutz bereitgestellt.

Das BMEL arbeitet an einem Monitoring der landwirtschaftlichen biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft. Damit wird eine verlässlichere Beurteilung der Ursachen des Artenrückgangs und der Auswirkungen ergriffener und die Formulierung neuer Gegenmaßnahmen in der Landwirtschaft möglich. Ergänzend wird von der Bundesregierung ein wissenschaftliches Monitoring-Zentrum zur Biodiversität aufgebaut.

Ein wesentlicher Punkt ist zudem die Digitalisierung: Wenn Landmaschinen über Satelliten und Sensoren gesteuert werden, können Landwirte präziser arbeiten und Pflanzenschutz- und Düngemittel gezielter anwenden und somit reduzieren. Derartige Projekte und Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Bienenhaltung werden auch über das Programm zur Innovationsförderung finanziell unterstützt.

 

Förderung für Imker

Im Rahmen der Beihilfe im Bienenzuchtsektor können die EU-Mitgliedstaaten Drei-Jahres-Programme erstellen, um Maßnahmen zur Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen für Imkereiprodukte zu fördern (Imkereiprogramme). Diese Programme fördern die Europäische Union und die Mitgliedstaaten je zur Hälfte.

Für das deutsche Imkereiprogramm (mit einem jährlichen Gesamtvolumen in Höhe von rd. 3,2 Millionen Euro) liegt die Durchführungs- und Finanzierungszuständigkeit bei den Bundesländern. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft koordiniert und überwacht die Umsetzung.

 Beihilfefähige Maßnahmen im Rahmen dieser Förderung sind:

• technische Hilfe für Imker,
• Bekämpfung von Bienenstockfeinden und -krankheiten , insbesondere der Varroatose,
• Rationalisierung der Wanderimkerei,
• Analyse von Bienenzuchterzeugnissen durch Labore,
• Wiederauffüllung des Bienenbestandes
• Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Organisationen,
• Marktbeobachtung,
• Verbesserung der Qualität der Erzeugnisse im Hinblick auf die Ausschöpfung des Produktpotenzials am Markt.

 

Internationaler Austausch und Konferenzen

Im Sinne von „Viele Akteure – ein Ziel“ zum Schutz der Honigbienen wurden im Jahr 2016 – gemeinsam mit dem Deutschen Imkerbund (DIB) - drei nationale Bienenkonferenzen ausgerichtet, zu denen „Stakeholder“ aus Politik, Verwaltung, Landwirtschaft, Wissenschaft, Industrie und der Imkerschaft eingeladen wurden.

Darüber hinaus richtete das BMEL Ende März 2017 – ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem DIB - eine Internationale Bienenkonferenz in Berlin aus. An ihr nahmen circa 500 Teilnehmer aus der ganzen Welt, darunter nationale und internationale Vertreter von Administrationen und Politik, Forschung, Imkerei und Landwirtschaft, aber auch von internationalen Institutionen wie der FAO, OIE und von der EU-Kommission teil. So konnte auf der Grundlage einer gemeinsamen Situationsanalyse der bestehenden, vor allem europaweiten Probleme des Imkereisektors ein erster wissenschaftlicher Erfahrungsaustausch auf internationaler Ebene eingeleitet und gleichzeitig internationale Ansprechpartner identifiziert werden.

© AdobeStock, Gresei (179671011)

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