Flächennutzung + Bodenmarkt

Nachhaltige Wirtschaftsweise ist Chance und Verpflichtungen für die deutsche Landwirtschaft. Sowohl für die Lebensmittel- als auch für die Energieproduktion benötigt unsere Landwirtschaft Produktionsflächen. Grund und Boden sind Ressourcen, die nicht beliebig vermehrbar sind.

Sowohl weltweit als auch in Deutschland nimmt die zur Verfügung stehende Landwirtschaftsfläche Tag für Tag ab. So werden hierzulande jeden Tag über 100 Hektar Agrarfläche in andere Nutzungen umgewandelt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) setzt sich dafür ein, landwirtschaftliche Flächenverluste soweit wie möglich zu reduzieren und langfristig gänzlich zu vermeiden.

Die landwirtschaftlichen Flächenverluste reduzieren das Angebot verfügbarer Agrarflächen stetig. Gleichzeitig nimmt die Nachfrage nach diesen Flächen zu. Nicht nur Landwirte suchen Flächen zur Bewirtschaftung, auch Investoren interessieren sich zunehmend für Agrarimmobilien als alternative Renditeobjekte. Dies führt zu einem starken Anstieg der Kauf- und Pachtpreise landwirtschaftlicher Fläche. Landwirtschaftlichen Betrieben fällt es so immer schwerer, die steigenden Preise zu erwirtschaften.

Ziel des BMEL ist, dass sich landwirtschaftliche Betriebe ihre Flächen leisten können. Hierfür sind die Vermeidung von Bodenspekulation, der Schutz vor Preismissbrauch und der Vorrang für Landwirte zentrale Stellschrauben. Es ist Aufgabe des landwirtschaftlichen Grundstückverkehrsrechts, diese Anforderungen umzusetzen. Zuständig sind hierfür die Bundesländer. Der Bund unterstützt die Länder, einen zeitgemäßen Rechtsrahmen zu schaffen.

Forschungsprojekte zum Bodenmarkt schaffen die wissenschaftlichen Grundlagen für agrarpolitische Entscheidungen. Das BMEL koordiniert diese Projekte, von denen beispielsweise auch die Länder profitieren. Auch mit den land- und forstwirtschaftlichen Flächen, die sich im Besitz des Bundes befinden, ist ein verantwortungsvoller Umgang erforderlich. Hier sorgt das BMEL dafür, dass bei der Privatisierung der bundeseigenen Flächen die Belange der Landwirtschaft berücksichtigt werden.

Landwirtschaftliche Flächen, im Hintergrund Siedlungsbau.
© Frank Wagner - stock.adobe.com

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Der landwirtschaftliche Bodenmarkt in Deutschland

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Veränderungen am Bodenmarkt

Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Bodenmarktpolitik" hat 2015 die Situation auf den Bodenmärkten und die sie beeinflussenden Faktoren gründlich analysiert. Sie hat aktuelle bodenmarktpolitische Ziele definiert, Handlungsbedarf herausgearbeitet und verschiedene Handlungsoptionen geprüft. Ein besonderer Schwerpunkt sollte dabei auf dem bodenrechtlichen Instrumentarium liegen, das in den Zuständigkeitsbereich der Länder fällt.

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Landwirtschaftliche Flächenverluste

Ohne Landwirtschaft kann die Ernährung der Weltbevölkerung nicht sichergestellt werden. Damit die Landwirtschaft diesen Auftrag erfüllen kann, ist sie auf eine ausreichende und verfügbare Ressource "Boden" angewiesen. Das Reduzieren von Flächenverlusten ist daher nicht nur aktiver Natur- und Umweltschutz. Es ist vielmehr Grundvoraussetzung für einen lebenswichtigen Teil der Wirtschaft.

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Privatisierung der land- und forstwirtschaftlichen Flächen in den ostdeutschen Ländern

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