Mehr Energieeffizienz in Landwirtschaft und Gartenbau

Mehr Energieeffizienz in Landwirtschaft und Gartenbau - hierauf zielt das gleichnamige Bundesprogramm des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Das Ende 2015 auf den Weg gebrachte Programm ist ein Erfolg: Es wird stark nachgefragt und führt zu einer deutlichen Energieeinsparung, wie eine Evaluierung in der ersten Jahreshälfte 2018 belegt.

Das BMEL-Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau fördert neben der einzelbetrieblichen Beratung, Investitionen und Wissenstransfer für mehr Energieeffizienz in kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben und Gärtnereien.

Klimaschutzplan 2050

Die Steigerung der Energieeffizienz ist ein wesentlicher Baustein des Klimaschutzplans 2050, den die Bundesregierung im November 2016 verabschiedet hat. Mit dem Plan hat die Bundesregierung ihre anspruchsvollen nationalen Klimaschutzziele bestätigt und weiter präzisiert. Deutschland hat mit dem Plan die im Pariser Abkommen geforderte Klimaschutzlangfriststrategie erstellt und den Vereinten Nationen vorgelegt.

Es setzt damit den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung im Bereich Landwirtschaft und Gartenbau um.

In der ersten Förderperiode des Bundesprogramms (2016-2018) standen ursprünglich 65 Millionen Euro zur Verfügung. Da diese aber bereits Mitte 2018 vollständig nachgefragt waren, stellte der Deutsche Bundestag zusätzliche acht Millionen Euro bereit. In der laufenden Förderperiode (2019-2021) ist das Programm mit Haushaltsmitteln in Höhe von 81,6 Millionen Euro ausgestattet.

Evaluierung zeigt eindrucksvolle Energiebilanz

Der Erfolg zeigt sich nicht nur in der großen Nachfrage. Auch die Energiebilanz ist eindrucksvoll.

353 Gigawattstunden Energie werden durch das BMEL-Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau jährlich eingespart.

So ergab eine Evaluierung des Programms in der ersten Jahreshälfte 2018, dass durch die geförderten Maßnahmen jedes Jahr rund 353 Gigawattstunden Energie eingespart werden. Das entspricht dem durchschnittlichen, jährlichen Verbrauch von etwa 75.000 Vier-Personen-Haushalten.

Das BMEL beabsichtigt, dass Bundesprogramm 2019 bis 2021 mit insgesamt 75 Millionen Euro fortzusetzen.

Antrags- und Bewilligungsbehörde ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), dort ist die Geschäftsstelle für das Bundesprogramm.

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