Weinbau vor witterungsbedingten Nachteilen schützen

Nach Abstimmung des Inhalts der 24. Verordnung zur Änderung der Weinverordnung mit Bundesressorts, Verbänden der Weinwirtschaft und den Ländern wurde die Verordnung dem Bundesrat mit der Bitte um Zustimmung zugeleitet. Es ist davon auszugehen, dass sich der Bundesrat am 14. Dezember 2018 mit der Verordnung befasst, sodass diese noch im Dezember 2018 in Kraft treten kann.

Der Entwurf sieht im Fall außergewöhnlich ungünstiger Witterungsbedingungen ein vereinfachtes Verfahren vor, um Weinbauern vor Nachteilen zu schützen. So soll dem Entwurf zufolge künftig ein betroffenes Land mit aussagekräftigen Witterungsdaten bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft eine Erhöhung der Anreicherungsgrenzen um bis zu 0,5 Prozent beantragen können. Im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird dann eine Entscheidung getroffen. Diese Entscheidung wird anschließend zeitnah nach Unterrichtung der Europäischen Kommission im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Bislang mussten Winzer immer erst auf eine Entscheidung aus Brüssel warten, die aber oft nicht vor Oktober und damit für die Betroffenen zu spät kam. Dies sorgte für große Rechtsunsicherheit. Es ist vor allem der Forderung Deutschlands in Brüssel zu verdanken, dass die Zuständigkeit für die Zulassung auf die Mitgliedstaaten übertragen wurde. Damit wurde die Voraussetzung für ein vereinfachtes und schnelleres Verfahren geschaffen.

Weitere im Entwurf vorgesehene Änderungen der Weinverordnung betreffen das Verfahren bei der Beantragung von Neuanpflanzungen von Reben, die Aufhebung der in der Praxis fast nicht angewendeten Regelung zur Verwendung der Bezeichnung "Selection" sowie redaktionelle Änderungen.

Erschienen am im Format Artikel

Schlagworte

Das könnte Sie auch interessieren

Or­ga­ni­sa­ti­on - Das Ar­beits­ge­biet Pflan­zen­schutz im BMEL (Thema:Pflanzenschutz)

Das BMEL ist für die rechtlichen Regelungen - wie zum Beispiel Gesetze, Verordnungen und Allgemeine Verwaltungsvorschriften - im Bereich Pflanzenschutz zuständig.

Mehr

TÜV - auch für Pflan­zen­schutz­ge­rä­te (Thema:Pflanzenschutz)

Eine Richtlinie der EU verpflichtet die Mitgliedstaaten, Pflanzenschutzgeräte turnusmäßig zu überprüfen. Alle im Gebrauch befindlichen Pflanzenschutzgeräte in den einzelnen Mitgliedstaaten müssen seit 2016 in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.

Mehr

In­ter­na­tio­na­le Or­ga­ni­sa­ti­on für Re­be und Wein (OIV) (Thema:Weinbau)

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wirkt im Namen der Bundesregierung an der internationalen Normensetzung im Weinbereich mit. Dies erfolgt im Rahmen der deutschen Mitgliedschaft in der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV).

Mehr

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Diese Seite verwendet Cookies, damit Sie Funktionalitäten in vollem Umfang nutzen können, wie z.B. die Bestellung von Publikationen im Warenkorb. Nähere Informationen dazu finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.