Forschungsprojekt zur Züchtung widerstandsfähiger Bienenvölker

Mit einem Forschungsprojekt soll eine neue Zuchtmethode bei der Honigbiene etabliert werden. Weltweit bedrohen verschiedene Viren in Kombination mit der Varroamilbe die Bienen. Die Forschung soll ermöglichen, dass Bienen gezüchtet werden können, die gegen diese Bedrohungen widerstandsfähiger sind.

Das Projekt soll mit Hilfe eines modernen DNA-Chips, vergleichbar mit einem Computer-Mikrochip realisiert werden. Auf diesem Chip können zukünftig kleinste Unterschiede im Genom (Gesamtheit aller Gene) der Bienen aufgespürt und so die möglichen Gründe der unterschiedlichen Widerstandskraft, Leistungsfähigkeit und Sanftmut von Bienen erkannt werden.

BMEL fördert Forschung zum Bienenschutz

Wir unterstützen Forschungsprojekte zu Bienenschutz in der Agrarlandschaft. Ziel ist es, die Lebensbedingungen von Honigbienen und anderen Bestäubern zu verbessern. Projektskizzen konnten bis 28. November 2019 eingereicht werden.

Mehr Informationen finden Sie nachfolgend:

Ein besonderes Augenmerk liegt aber auf der Verbesserung der Resistenz der Honigbienen gegenüber der Varroamilbe. Die in manchen Jahren feststellbaren hohen Winterverluste sind im Wesentlichen auf diesen Parasiten zurückzuführen.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt erlaubt auch detaillierte Einblicke in die genetische Vielfalt der einheimischen Honigbiene, was eine wesentliche Grundlage für nachhaltige Zuchtkonzepte ist. Zukünftig können, im Rahmen von Zuchtprogrammen, Tiere mit besseren Eigenschaften gezielt vermehrt werden, um so zunehmend auf die imkerliche Bekämpfung der Varroamilbe verzichten zu können. Die Forscher am Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf hoffen, mit diesem Projekt die Honigbienenzucht gezielt voranzutreiben, damit der wertvolle Beitrag der heimischen Bienen zur Landwirtschaft und Pflanzenvielfalt erhalten bleibt.

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