Hinweise an Tierärzte in Bezug auf den Versand von Tierarzneimitteln

Tierärzte verfügen als Ausnahme vom Apothekenmonopol über das tierärztliche Dispensierrecht und dürfen in diesem Rahmen Arzneimittel an Tierhalter abgeben.

Die Abgabe von apothekenpflichtigen und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln darf grundsätzlich nur in der tierärztlichen Hausapotheke oder durch den Tierarzt erfolgen. Von dieser regulären Abgabemodalität kann aufgrund einer Regelung der 15. AMG-Novelle bei Arzneimitteln, die ausschließlich zur Anwendung bei Tieren, die nicht der Gewinnung von Lebensmitteln dienen, zugelassen sind, abgewichen werden:

Im Einzelfall darf die Menge, die für eine kurzfristige Weiterbehandlung von Einzeltieren notwendig ist, an den Tierhalter versendet werden. Voraussetzung ist, dass die Tiere bei einem Tierarzt in Behandlung sind.

Sonstige Vorschriften über die Abgabe von Arzneimitteln nach dem Arzneimittelgesetz oder der Verordnung über tierärztliche Hausapotheken bleiben unberührt.

Die Regelungen, die das Verabreichungsverbot für bestimmte pharmakologisch wirksame Stoffe betreffen, richten sich an Tierhalter und Tierärzte sowie an andere Personen, die nicht Tierärzte sind, und sind dem § 59d Arzneimittelgesetz zu entnehmen.

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