Transparenz beim Tierwohl: Bürgerportal des BMEL

Wie werden unsere Nutztiere gehalten? Wie kann man beim Einkauf erkennen, welche Tiere besonders tiergerecht gehalten wurden? Was unternehmen Politik und Wirtschaft, damit es den Tieren besser geht?

Auf diese und weitere Fragen finden Sie Antworten und praktische Einkaufshilfen auf dem Informationsportal tierwohl-staerken. Die kontiniuerliche Verbesserung des Tierschutzes in Deutschland steht im Fokus der politischen Tätigkeiten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Im September 2014 wurde deshalb die Initiative "Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl" ins Leben gerufen. Denn Tierwohl ist nicht nur eine Frage der technischen, sondern vor allem der inneren Haltung.

Und Tierwohl ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: Politik, Landwirte, Wirtschaft und Verbraucherinnen und Verbraucher stehen in der gemeinsamen Pflicht, sich für das Wohlergehen der Tiere aktiv einzusetzen und es kontinuierlich zu verbessern. Die BMEL-Initiative leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

Erfolge der Tierwohl-Initiative

Seit dem Start der Initiative am 17. September 2014 sind eine Reihe von Vorhaben - sowohl vom Bundeslandwirtschaftsministerium, als auch von der Wirtschaft - auf den Weg gebracht worden. Die Fortschritte, die durch die Initiative erreicht wurden, wie beispielsweise eine freiwillige Vereinbarung zum Ausstieg aus dem routinemäßigen Schnabelkürzen bei Legehennen und Mastputen, werden auf dem neuen Internetportal dargestellt.

Orientierung beim Einkauf

Auch Verbraucherinnen und Verbraucher können ihren Beitrag zu mehr Tierwohl leisten: Immer wenn sie zu Produkten aus besonders tiergerechter Haltung greifen, werden damit Betriebe unterstützt, die über den gesetzlich vorgeschriebenen Standard hinaus in mehr Tierwohl investieren. Um den Durchblick bei den Tierwohl-Labeln zu erleichtern, bietet das Portal "Tierwohl stärken" eine Übersicht mit Informationen an.

Außerdem wird über die Branchen-Initiative zum Tierwohl informiert, bei der die teilnehmenden Einzelhandelsketten seit dem 1. Januar 2015 für jedes verkaufte Kilo Fleisch- und Wurstware vier Cent in einen Tierwohlfonds zahlen. Landwirte, die freiwillig bestimmte Maßnahmen umsetzen, erhalten unabhängig vom Marktpreis dieses Tierwohlentgelt.

Und wie ist Ihre Haltung zur Nutztierhaltung? Machen Sie den "Haltungs-Check" und finden Sie´s heraus.

Wissen über Nutztierhaltung

Wer sich informieren möchte, wie Rinder, Geflügel oder Schweine gehalten werden, findet dazu Wissenswertes auf dem Portal im Bereich "Nutztiere". Das Portal bietet zum Beispiel einen interaktiven Rundgang durch einen Schweinestall an. Worauf beim Transport und bei der Schlachtung geachtet wird, kann ebenso nachgelesen werden.

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