Tätowiermittel

Verbotene Inhaltsstoffe

Stoffe, deren Verwendung in kosmetischen Mitteln bereits verboten ist, und Azofarbstoffe, die krebserregende Amine abspalten, dürfen nicht in Tätowiermitteln enthalten sein.

Für Tätowiermittel und Mittel für Permanent Make-up gelten die Vorschriften des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB). Danach müssen solche Produkte für Verbraucher sicher sein und dürfen die menschliche Gesundheit nicht schädigen.

Mit der Tätowiermittel-Verordnung aus dem Jahr 2008 wurden darüber hinaus erstmals spezifische Anforderungen an Tätowiermittel und Mittel für Permanent Make-up festgelegt.

  • Dabei wurde u. a. die Verwendung gesundheitlich bedenklicher Stoffe bei der Herstellung verboten.
  • Darüber hinaus wurden Kennzeichnungsvorschriften und Mitteilungspflichten eingeführt.

Mit dem Erlass der Tätowiermittel-Verordnung wurde der gesundheitliche Verbraucherschutz in diesem Bereich deutlich verbessert. Die Einhaltung der Vorschriften kontrollieren die Marktüberwachungsbehörden der Länder.

Harmonisierung der Regelungen auf europäischer Ebene

Aufgrund der vielfältigen und nicht selten wechselnden Handelsströme sind für einen umfassenden Verbraucherschutz bei Tätowiermitteln harmonisierte Maßnahmen anzustreben. Die Bundesregierung hat sich daher bei der Europäischen Kommission für spezialgesetzliche harmonisierte Regelungen für Tätowiermittel ausgesprochen. Die Bundesregierung verfolgt dieses Ziel weiterhin mit Nachdruck. Von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) wurde ein Dossier zur Beschränkung von gefährlichen chemischen Substanzen in Tätowiermitteln im Rahmen der EU-REACH-Verordnung auf den Weg gebracht.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als Ressortforschungseinrichtung des BMEL trägt durch verstärkte Forschungsaktivitäten dazu bei, die Risikobewertung von Tätowiermitteln zu verbessern.

Informationsmaßnahme "Sicher tätowieren"

Die Verbraucherinformation ist neben rechtlichen Regelungen ein weiterer wichtiger Weg, um Verbraucherinnen und Verbraucher besser zu schützen. Daher hat das BMEL ein Informationsangebot zum Thema Tätowierungen erstellt. Im Zentrum steht die Webseite www.safer-tattoo.de, die sich speziell an die Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen richtet. Mit dem Informationsangebot wird über die möglichen Risiken informiert und falls die Entscheidung für ein Tattoo fällt, werden Wege aufgezeigt, wie diese Risiken minimiert werden können. Wichtige Fragen sind zum Beispiel, welche Farben verwendet werden und ob hygienisch, mit Einweg-Handschuhen und anderen Einweg-Artikeln, gearbeitet wird. Die Checklisten auf www.safer-tattoo.de sind leicht verständlich und geben einen Überblick nicht nur über alle wichtigen Fragen, die beim ersten Besuch eines Tattoo-Studios geklärt werden sollten. Sie enthalten auch Hinweise, was man vor und nach einem Tattoo-Termin beachten sollte.

Neben einem umfangreichen Informationsangebot zu gesundheitlichen Risiken durch das Tätowieren bietet die Seite auch Hinweise, für wen Tätowierungen nicht geeignet sind, was zu tun ist, wenn es nach dem Stechen eines Tattoos zu Beschwerden kommt, oder wenn man ein Tattoo entfernen lassen möchte. Darüber hinaus gibt es unterhaltsame Informationen zur Geschichte der Tattoos und zu aktuellen Styles sowie ein Wissens-Quiz.

Erschienen am im Format Basistext

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