Holzmarktberichte des BMEL

Einen detaillierten Überblick über die Rohholzbereitstellung durch die Forstbetriebe und die Verwendung in den holzwirtschaftlichen Betrieben geben die Holzmarktberichte des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Mit unserem Wald verfügen wir in Deutschland über eine Rohstoffquelle, die bei nachhaltiger Bewirtschaftung dauerhaft zur Verfügung steht. Der Wald leistet nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag für die Versorgung unserer Volkswirtschaft mit Holzprodukten und Bioenergie, sondern erfüllt zugleich zahlreiche weitere Funktionen zum Schutz von Klima, Natur sowie für Freizeit- und Erholungszwecke. Er ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Klimaregulator, Kohlendioxid-Speicher, Trinkwasser- und Luftfilter und vieles mehr. Auf der Grundlage einer kontinuierlichen Rohstoffversorgung sichert die deutsche Forst-, Holz- und Papierwirtschaft Arbeitsplätze und Wertschöpfung insbesondere im ländlichen Raum. Mit ökologisch vorzüglichen Holzerzeugnissen können energieintensivere und fossile Rohstoffe substituiert werden. Wald und Holz sind die Basis für einen dauerhaften und umweltfreundlichen Beitrag zur Wertschöpfung.

Holz wächst in Deutschland in sehr produktiven Wäldern mit hohen Zuwachsraten von über 120 Millionen Kubikmeter im Jahr. Der Wald in Deutschland wird nicht übernutzt, sondern über viele Generationen nachhaltig bewirtschaftet. Seit Jahrzehnten wächst mehr Holz nach als genutzt wird. Dadurch haben sich hohe Vorräte aufgebaut. Mit mehr als 3,74 Milliarden Kubikmetern verfügt Deutschland mittlerweile über die höchsten Holzvorräte in Europa.

Holzproduktion und Verarbeitung bedeutet Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Ländlichen Raum. Der Jahresumsatz des gesamten Clusters Forst und Holz (einschließlich Druckerei- und Verlagswesen), in dem 1,1 Millionen Menschen beschäftigt sind, beträgt rund 180 Milliarden Euro.

Holzmarktbericht 2018

Der Holzeinschlag lag im Wirtschaftsjahr 2018 bei 64,55 Millionen Kubikmeter (m³). Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Plus von rund 20,7 Prozent.

Die Zunahme geht auf die Holzartengruppe Fichte zurück. Der Einschlag lag bei rund 39,4 Mio. m³ und damit einem Plus von 36,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich dafür waren unter anderem die Stürme "Burglind" und "Friederike" und stark erhöhte Zwangseinschläge nach Käferbefall und Trocknis. Bei den anderen Holzartengruppen lag der Einschlag geringfügig höher als im Vorjahr.

Die Trockenheit und Hitze des Jahres 2018 hat dem Wald stark zugesetzt, so dass der Anteil der Zwangsnutzungen deutlich angestiegen ist.

Der Holzeinschlag 2018 nach Holzgruppen- und Waldbesitzarten
Holz-
gruppe

Holzein-
schlag
insgesamt
1000 m³

(ohne Rinde)

im Vergleich
zu 2017

Staatswald/
1000 m³

(ohne Rinde)

Privatwald/
1000m³

(ohne Rinde)

Körperschafts-
wald/
1000 m³
(ohne Rinde)
Fichte39.423+36,5 Prozent13.78518.4927.146
Kiefer12.100+0,7 Prozent4.6306.1281.343
Eiche2.032+4,3 Prozent725744563
Buche10.996+3,3 Prozent4.0983.7963.101

Mit der amtlichen Holzeinschlagsstatistik kann nicht die gesamte Holznutzung in Deutschland erfasst werden, vor allem wegen statistischer Abschneidegrenzen und nicht erfasster Holzmengen im Kleinprivatwald.

Die in den Holzmarktberichten veröffentlichten Daten sind eine wichtige Entscheidungsgrundlage und dienen der Transparenz sowie der Dokumentation. Sie reflektieren auch den Beitrag eines bedeutenden Wirtschaftsbereiches auf dem Weg hin zu einer "green economy", dessen Potenzial für die Gesellschaft noch längst nicht ausgeschöpft ist.

Erschienen am im Format Artikel

Holzmarktberichte der vergangenen Jahre

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