Internationaler Tag des Waldes am 21. März

Naturschutz und Wälder - Multifunktionalität durch nachhaltige Waldbewirtschaftung

Am internationalen Tag des Waldes wird weltweit auf die vielfältigen Funktionen des Waldes hingewiesen. 2020 steht der Tag unter dem Motto "Wälder und Biodiversität".

Waldwissen

Wussten Sie…

  • …dass Wälder weltweit mehr als 80% aller bekannten Lebewesen und Pflanzen beherbergen?
  • …dass es in Europa etwa 70 und weltweit über 60.000 verschiedene Baumarten gibt?
  • …dass die Waldbiodiversität weltweit gefährdet ist, insbesondere durch Umwandlung von Wäldern in landwirtschaftliche Flächen sowie durch Übernutzung vornehmlich in den Tropen?
  • …dass die genetische Vielfalt der Baum- und Straucharten den Wäldern hilft, mit Umweltveränderungen wie dem Klimawandel besser umzugehen?
  • …dass dreiviertel der deutschen Wälder als naturnah eingestuft sind und aus mehrschichtigen Beständen bestehen?
  • …dass eine nachhaltige Waldbewirtschaftung die Biodiversität im Wald erhalten oder sogar verbessern kann?

Die Waldbiodiversität weltweit ist gefährdet, insbesondere durch Umwandlung von Wäldern in landwirtschaftliche Flächen sowie durch Übernutzung vornehmlich in den Tropen. Die genetische Vielfalt der Baum- und Straucharten in den Wäldern hilft, mit Umweltveränderungen wie dem Klimawandel besser umzugehen. Die Forstwirtschaft in Deutschland ist nachhaltig und multifunktional. Zudem besteht das Ziel, die Forstwirtschaft möglichst naturnah auszurichten. Weiterhin werden aktuell 5 Prozent der deutschen Wälder nicht vorrangig für die Holznutzung genutzt.

Die ökologische Wertigkeit der Wälder in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verbessert. So werden Wälder in Deutschland auf dreiviertel ihrer Fläche als naturnah eingestuft und bestehen aus mehrschichtigen Beständen. Auch die Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands zeigt, dass sich die Entwicklung bei vielen Waldbiotopen stabilisiert hat. Allerdings gelten noch immer einige Tier-, Pilz- und Pflanzenarten der Wälder als gefährdet und zum Teil vom Aussterben bedroht. Dies betrifft vor allem Arten, die auf alte Waldbestände, eine ungestörte Waldentwicklung und Alt- und Totholz angewiesen sind. Andere Arten wiederum sind auf historische Waldbewirtschaftungsformen angewiesen.

Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung kann die Biodiversität im Wald erhalten oder sogar verbessern. Ein effizienter Waldnaturschutz wird insbesondere durch den Erhalt und damit Förderung von einigen Bäumen mit so genannten Mikro-Lebensräumen (Baumrisse, Spechtlöcher, Faulstellen und vieles mehr) umgesetzt. Im Netzwerk "INTEGRATE" beispielsweise werden solche fortschrittlichen Ansätze in der Waldbewirtschaftung auch europaweit vorangebracht.

Hintergrund:

In den 1970er Jahren nahm die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) die globale Waldvernichtung zum Anlass, einen Tag des Waldes auszurufen. Auf Beschluss der Plenarsitzung der UN-Generalversammlung wurde Ende des Jahres 2012 der 21. März eines jeden Jahres zum Tag der Wälder auf internationaler Ebene erklärt.

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Internationaler Tag des Waldes 2020: Wald und Biodiversität

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