Dürre: finanzielle Hilfen für Waldbesitzer

Neuer Fördertatbestand „Extremwetterereignisse Wald“ in der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK )

Auf Vorschlag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat der Planungsausschuss der GAK (PLANAK) am 27. November 2018 einen neuen GAK Fördertatbestand „Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald“ beschlossen.

Somit ist der Weg frei für ein entsprechendes Förderangebot der Bundesländer, das Voraussetzung dafür ist, dass die Waldeigentümer Fördermittel in ihrem Bundesland in Anspruch nehmen können.

Der Bund stellt für den Privat- und Kommunalwald über die GAK zusätzliche Mittel in Höhe von 25 Mio. Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren für Maßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen und zur langfristigen Stabilisierung der Wälder bereit.

Was wird gefördert?

  1. Maßnahmen zur bestandes- und bodenschonenden Räumung von Kalamitätsflächen
  2. Waldschutzmaßnahmen
    • die Überwachung, Vorbeugung und Bekämpfung von Schadorganismen (z. B. Borkenkäfer)
    • die Bekämpfung von Schadorganismen durch Auffinden und Aufarbeitung von befallenem Holz (z.B. Sanitärhiebe, Entrinden, Rinde entsorgen, Rücken und Transport von Holz)
    • die Anlage von Holzlagerplätzen (Naß- und Trockenlager) zur Lagerung von Kalamitätsholz
    • die Wiederherstellung von infolge von Starkregenereignissen beschädigten Waldwegen und der dazugehörigen notwendigen Anlagen (z. B. Durchlässe, Ausweichstellen)
    • Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Waldbränden
  3. Wiederaufforstung, Vor- und Unterbau sowie Nachbesserung in lückigen oder verlichteten Beständen, die durch Extremwetterereignisse und deren Folgen entstanden sind.

Die Förderquote beträgt 80 %. Die Details finden Sie hier.

Wo kann ich eine Förderung beantragen?

Anträge auf Förderung von o. g. Maßnahmen werden in der Regel von der Forstbehörde (Forstamt, Landesforstbetrieb, in einigen Ländern auch von der Landwirtschaftskammer oder anderen Institutionen) entgegengenommen.

Interessierte sollten vor Maßnahmenbeginn mit der für sie zuständigen Behörde Kontakt aufnehmen.

Für die Abwicklung forstwirtschaftlicher Fördermaßnahmen sind die Länder zuständig. Diese können daher Einschränkungen bei den einzelnen Förderungsgrundsätzen vornehmen. Für den Antragsteller sind deshalb die Richtlinien seines Landes maßgebend.

Weitere forstliche Fördermaßnahmen

Im Rahmen der GAK werden weitere forstliche Maßnahmen zur naturnahen Waldbewirtschaftung, forstwirtschaftliche Infrastruktur, forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, Vertragsnaturschutz im Wald und die Erstaufforstung gefördert. Weitere Informationen finden Sie auf den nachfolgend verlinkten Seiten.

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