Biologische Vielfalt in Wäldern nimmt zu

Heute wurde dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik (WBW) übergeben.

In seiner Analyse der Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur betont der WBW, dass die Waldfläche in Deutschland zugenommen hat, der Wald eine wirksame Kohlenstoff-Senke bleibt und die Holznutzung bei wachsendem Vorrat gestiegen ist. Gleichzeitig hat sich die biologische Vielfalt verbessert.

Der WBW bescheinigt der Forstwirtschaft, dass sie nachhaltig arbeite und die vielfältigen Ansprüche der Gesellschaft an den Wald in den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Erholung und Klimaschutz gut ausbalanciert bediene. Die Ertragslage der Forstbetriebe und die Versorgung der deutschen Holzindustrie würden allerdings durch die unzureichende Verjüngung von Nadelbaumarten langfristig gefährdet. "Unser Prinzip heißt schützen durch nützen. Mein Ziel ist eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, denn der Wald ist ein Schatz der Natur und als Kohlenstoffspeicher von enormer Bedeutung für die Umwelt", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. "Nadelholz ist die wichtigste Rohstoffbasis der in Europa führenden deutschen Holzindustrie. Ich setze mich dafür ein, dass dies so bleibt und dass durch eine nachhaltige Holznutzung der Klimaschutz weiter gestärkt und die Biodiversität gesichert wird".

Der Wissenschaftliche Beirat stützt sich bei seinen Aussagen auf eine Studie des Thünen-Instituts, die untersucht hat, wie sich die Ziele der Waldstrategie 2020 in den Ergebnissen der dritten Bundeswaldinventur widerspiegeln. Die Entwicklung der Biodiversität in den Wäldern ist sehr positiv. Andererseits müssen aber auch der Forst- und Holzwirtschaft, die viele Arbeitsplätze in den ländlichen Räumen sichert, die Grundlagen ihres wirtschaftlichen Erfolges erhalten bleiben.

Hintergrund

Der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik (WBW) berät und unterstützt die Bundesregierung bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder. Der Beirat ist mit Vertretern verschiedener wissenschaftlicher Fachdisziplinen besetzt, die auf drei Jahre vom BMEL berufen werden. Die Beiräte spiegeln die gesellschaftlichen Anforderungen an den Wald wider.

Erschienen am im Format Aktuelles

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