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Fragen und Antworten Modellvorhaben Land(auf)schwung

Land(auf)Schwung bietet den Regionen ein Experimentierfeld zur Erprobung neuer Lösungswege in der ländlichen Entwicklung. Das Regionalbudget ermöglicht den Regionen eine flexible Förderung regionaler Projekte. Die wichtigsten Fakten zum Modellvorhaben finden Sie in den FAQ.

Land(auf)Schung: Welche Ziele verfolgt das Modellvorhaben?

Grafik mit Überblick zur Struktur des Modellvorhabens Land(auf)Schwung Die Struktur des Modellvorhabens Land(auf)Schwung
Überblick zur Struktur des Modellvorhabens Land(auf)Schwung

Land(auf)Schwung verfolgt zwei übergeordnete Ziele: Freiräume für die Umsetzung von bestehenden Ideen, die bislang nicht realisiert werden konnten, zu schaffen und neue Impulse für die Regionalentwicklung durch bisher nicht beteiligte Akteure aus der Region und von außerhalb zu setzen. Regionale Wertschöpfung und die Gewährleistung der Daseinsvorsorge sind von zentraler Bedeutung, um die Herausforderungen, vor denen strukturschwache ländliche Regionen in Deutschland stehen, zu meistern. Durch die Vernetzung des Modellvorhabens mit bereits bestehenden Strukturen und Förderangeboten sollen innovative Lösungsansätze zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung und zur Sicherung der Daseinsvorsorge entstehen.

Land(auf)Schung: Wie lange dauert die Förderphase?

Nach einer Start- und Qualifizierungsphase begann im Juli 2015 die Förderphase von Land(auf)Schwung. Noch bis Ende des Jahres 2019 konnten die 13 Landkreise eigenverantwortlich Projekte vor Ort fördern. Die Abwicklung des Modellvorhabens in den Regionen soll bis April 2020 erfolgen.

Land(auf)Schung: Was ist ein Regionalbudget?

Bei Land(auf)Schwung werden jeder Region für einen bestimmten Zeitraum Bundesmittel in Form eines Regionalbudgets zur Verfügung gestellt. Mit diesem Budget verfolgen die Regionen eigenverantwortlich im vereinbarten Rahmen und unter Berücksichtigung zuwendungs-, vergabe- und beihilferechtlicher Vorgaben vorab definierte Ziele für die Regionalentwicklung. Neben mehr Verantwortung erhalten die Regionen damit auch mehr Flexibilität, um die Aufgabe der Regionalentwicklung passgenau und transparent zu verfolgen.

Land(auf)Schung: Wie wählen die Regionen ihre Förderprojekte aus?

Die Regionen steuern selbstständig und eigenverantwortlich die Projektförderung vor Ort auf der Grundlage eines Entwicklungsvertrages. Hier sind die Ziele festgehalten, die jede Region entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse innerhalb der Themenschwerpunkte "Daseinsvorsorge" und "Regionale Wertschöpfung" verfolgt und mit dem BMEL vereinbart hat. Dies schafft zum einen Verbindlichkeit, zum anderen bleiben die vereinbarten Ziele stets im Blick: Nur passgenaue Projekte, die auch im Interesse der Region liegen, werden gefördert.

Die vor Ort geltenden Förderbedingungen legt jede Region selber fest. Die wichtigste Voraussetzung für eine Förderung ist das Bestehen einer "Förderlücke2, d. h. es gibt kein anderes passendes Förderprogramm für das Projekt. Denn Ziel von Land(auf)Schwung ist es, zusätzliche und für die regionale Entwicklung sinnvolle Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Die Entscheidung, welche Projekte tatsächlich gefördert werden sollen, trifft das lokale Entscheidungsgremium.

Aktuell werden insgesamt rund 500 Projekte in den 13 Land(auf)Schwung-Regionen unterstützt, die eine große Themenvielfalt präsentieren und die unterschiedlichsten Lösungsansätze verfolgen.

Land(auf)Schung: Welche Akteure arbeiten in den Förderregionen zusammen?

Um mit dem Regionalbudget erfolgreich Projekte umzusetzen, arbeiten verschiedene Akteure auf Landkreisebene zusammen. Die Regionen bauen während der gesamten Laufzeit des Modellvorhabens Kompetenzen und Wissen auf, die für die Umsetzung des Modellvorhabens – und darüber hinaus – von entscheidender Bedeutung sind. Folgende Akteure arbeiten in den Förderregionen zusammen:

Grafik mit Überblick zur Struktur des Modellvorhabens Land(auf)Schwung Die Struktur des Modellvorhabens Land(auf)Schwung
Überblick zur Struktur des Modellvorhabens Land(auf)Schwung © BMEL

Abwicklungspartner: Die finanztechnische Umsetzung des Land(auf)Schwung-Regionalbudgets erfolgt in jeder Förderregion durch einen Partner der öffentlichen Verwaltung. In der Regel ist dies der Landkreis. Er verwaltet das Regionalbudget, das ihm der Bund zuweist, und fungiert als Bewilligungsstelle. Dies verkürzt viele Entscheidungswege und ermöglicht eine den Bedürfnissen der Region angepasste Regionalentwicklung.

Regionale Entwicklungsagentur: Die Regionale Entwicklungsagentur arbeitet eng mit dem Abwicklungspartner zusammen. Sie soll regionale Veränderungsprozesse anstoßen und begleiten, indem sie Abwicklungspartner und Entscheidungsgremium bei der inhaltlichen Arbeit unterstützt. Aufgaben der Entwicklungsagentur sind bspw. die Beratung und Begleitung von potenziellen Antragstellern, die Weiterentwicklung von Projektideen und die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort.

Entscheidungsgremium: Jede Förderregion hat ein lokales Entscheidungsgremium eingerichtet, in dem die zu fördernden Projekte diskutiert und ausgewählt werden. Die Entscheidungsgremien setzen sich aus Vertretern verschiedenster Bereiche zusammen, wie bspw. aus Unternehmen, der öffentlichen Verwaltung, Vereinen, Genossenschaften und der Zivilgesellschaft. Welche Projekte aus dem Regionalbudget gefördert werden, entscheiden die Gremien auf Grundlage transparenter Auswahlkriterien. Um Synergien zu nutzen, gliedern viele Regionen ihre Entscheidungsgremien an bereits vorhandene Strukturen an.

Förderlotse: Bei der Koordination und Vernetzung bestehender Förderangebote unterstützt in jeder Region ein Förderlotse die Akteure vor Ort. Er prüft, ob die vorgeschlagenen Projekte nicht aus anderen Programmen gefördert werden können. Dabei geht es auch darum, gezielt Wissen in der Region aufzubauen und auch nach Ende der Förderphase dort fest zu verankern.

Erschienen am im Format FAQ-Liste

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