Fragen und Antworten zur Reduktions- und Innovationsstrategie

Nachfolgend finden Sie unsere FAQs zur Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten.

Was ist das Ziel der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten?

Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten verfolgt die übergeordneten Ziele,

  • eine gesunde Lebensweise zu fördern,
  • den Anteil der Übergewichtigen und Adipösen in der Bevölkerung, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, zu senken und
  • die Häufigkeit von Krankheiten zu verringern, die durch Ernährung mitbedingt werden – wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus Typ 2.

Die Strategie baut auf dem wissenschaftlichen Konsens auf, dass die Entstehung von nichtübertragbaren Krankheiten wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus Typ 2 multifaktoriell bedingt ist und dass ein übermäßiger Konsum von Zucker, bestimmter Fette und Salz das Risiko für nichtübertragbare Krankheiten erhöhen kann.

Gleichzeitig berücksichtigt die Strategie, dass der Konsum von Zucker, bestimmten Fetten und Salz in Deutschland trotz umfangreicher Aufklärungs- und Informationsmaßnahmen und bereits erreichter Fortschritte über den wissenschaftlichen Empfehlungen liegt. Mit der Strategie setzt die Bundesregierung ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrages um und folgt europäischen und internationalen Empfehlungen.

Welche Maßnahmen sind angedacht, um Zucker, Salz und Fette in Fertigprodukten zu reduzieren?

Die Grundsatzvereinbarung zwischen dem BMEL und den teilnehmenden Wirtschaftsverbänden erklärt gemeinsam das übergreifende Ziel, die Energieaufnahme der Verbraucherinnen und Verbraucher zu senken und dabei die Nährstoffversorgung nicht aus dem Blick zu verlieren.

Dafür werden alternativ oder kombiniert der Zucker- und Fettgehalt von Produkten verringert und Packungsgrößen verkleinert. Außerdem soll die Aufnahme von Salz und industriellen trans-Fettsäuren in der Bevölkerung weiter reduziert werden.

Im Zuge der Strategieentwicklung wurden in mehreren Runden Tischen mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung sowie von Verbänden und Institutionen aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Lebensmittelwirtschaft, Verbraucherschutz und Wissenschaft Arbeitsgruppen gebildet und Lösungsansätze entwickelt zu den Themen

  • Monitoring,
  • Transparenz,
  • Energiebilanz,
  • speziell an Kinder gerichtete Lebensmittel,
  • Zuckerreduktion in zuckergesüßten Erfrischungsgetränken,
  • Lebensmittelhandwerk und Ausbildung,
  • Abbau von Salzspitzen sowie
  • Technologie und Innovation.

Über diesen intensiven Dialogprozess konnte eine gemeinsame Basis gefunden werden, um 2019 den Umsetzungsprozess der Strategie zu starten.

Die Strategie soll bis zum Jahr 2025 im Wege eines transparenten Prozesses umgesetzt werden. Die Entwicklung von produkt- und branchenbezogenen Prozess- und Zielvereinbarungen wird in den nächsten Wochen finalisiert. Die Vereinbarungen fließen als konkrete Beiträge der Ernährungswirtschaft ein. Die Umsetzung der schon festgelegten Vereinbarungen erfolgt bereits seit Anfang 2019.

Neben der Reduktion der Gehalte an Zucker, Fetten und Salz sollen zahlreiche weitere Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem Fragen der Produktaufmachung, Sensibilisierungs- und Ausbildungskampagnen sowie Informationskampagnen zur Aufklärung und Verbesserung der Ernährungskompetenz der Verbraucherinnen und Verbraucher.

Die Herausforderungen (wie z.B. die technologische Umsetzbarkeit) sollen in gemeinsamen Forschungsprojekten und durch die Förderung von Innovationsvorhaben in Angriff genommen werden. Die Forschung zur so genannten "Reformulierung", das heißt zu Änderungen von Rezepturen von Lebensmitteln, umfasst dabei unter anderem Fragestellungen zur Anwendung neuer Technologien, zur Sicherheit und Haltbarkeit reformulierter Produkte und nicht zuletzt zur ernährungsphysiologischen und geschmacklichen Qualität der "neuen" Lebensmittel. Dabei hat das BMEL insbesondere die Belange des Handwerks sowie kleinere und mittlere Unternehmen im Blick, denen eine praktikable Umsetzung ermöglicht werden soll.

Wie wurde die Reduktionsstrategie erarbeitet?

Als Ergebnis von Gesprächen und Runden Tischen zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung sowie von Verbänden und Institutionen aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Lebensmittelwirtschaft, Verbraucherschutz und Wissenschaft konnte eine gemeinsame Basis gefunden werden, die unter anderem in der Unterzeichnung einer Grundsatzvereinbarung zwischen BMEL und Lebensmittelwirtschaft mündete.

Die Beteiligten haben sich gemeinsam auf die zu adressierenden Handlungsfelder geeinigt und Arbeitsgruppen gegründet, die zu spezifischen Fragen und Herausforderungen konkrete Maßnahmenvorschläge entwickelt haben. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Wirtschaftsverbände die branchen- bzw. produktbezogenen Prozess- und Zielvereinbarungen abschließen. Darin sollen die spezifischen Schritte, Maßnahmen und Reduktionsziele festgelegt werden. Die Umsetzung dieser Vereinbarungen soll in einem dialogorientierten Prozess zwischen dem BMEL und den Wirtschaftsverbänden erfolgen, begleitet durch ein wissenschaftsbasiertes Monitoring sowie ein Begleitgremium mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung, der Bundesländer sowie von Verbänden und Institutionen aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Lebensmittelwirtschaft, Verbraucherschutz und Wissenschaft.

Wie wird die Reduktionsstrategie nun umgesetzt?

Die Strategie soll bis zum Jahr 2025 im Rahmen eines transparenten Prozesses umgesetzt werden. Die Entwicklung von produkt- und branchenbezogenen Prozess- und Zielvereinbarungen der Wirtschaftsverbände wird in den nächsten Wochen finalisiert. Diese Vereinbarungen fließen als konkrete Beiträge der Ernährungswirtschaft ein.

Auf Basis dieser Prozess- und Zielvereinbarungen starten Bundesregierung und Lebensmittelwirtschaft gemeinsam mit der Umsetzung. Ein Begleitgremium, das mindestens einmal jährlich tagt, sorgt dafür, dass der Fokus nicht verloren geht. Das engmaschige Monitoring gibt die Möglichkeit nachzusteuern.

Von September bis Dezember 2019 findet eine erste Bewertung der eingeleiteten Maßnahmen zur Reduktion von Zucker, Fetten und Salz sowie des Energiegehaltes in Fertigprodukten statt. Das BMEL wird bis Ende 2020 einen Bericht erstellen. Bis zum Jahr 2025 sollen die Ziele der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten erreicht werden.

Neben der Reduktion des Gehalts von Zucker, Fetten und Salz sollen zahlreiche weitere Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu zählen insbesondere auch Fragen der Produktaufmachung oder Werbung für speziell an Kinder adressierte Produkte. Die Wirtschaft hat zudem zugesagt, über Sensibilisierungs- und Ausbildungskampagnen das Problembewusstsein bei den Unternehmen zu schärfen. Die Bundesregierung und Verbraucherverbände werden über Informationskampagnen zur Aufklärung und Verbesserung der Ernährungskompetenz der Verbraucherinnen und Verbraucher beitragen.

Zudem hat Bundesernährungsministerin Klöckner im Rahmen der Innovations- und Reduktionsstrategie im Juli 2019 einen Verordnungsentwurf für ein nationales Verbot des Zusatzes von Zucker und anderen süßenden Zutaten in Säuglings- und Kleinkindertees vorgelegt.

Sind Zucker, Fette und Salz generell schädlich?

Zucker, Fette und Salz sind Bestandteile der Ernährung und nicht generell schädlich. Zu viel an zugesetztem Zucker, bestimmten Fetten und Salz sowie mangelnde Bewegung erhöhen jedoch das Risiko für nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus Typ 2. Im Vergleich zu den DGE-Empfehlungen ist der Verzehr von Zucker, Fetten und Salz in Deutschland zu hoch. Es gibt einen wissenschaftlichen Konsens, dass die Reduktion von Zucker, bestimmten Fetten und Salz sowie der Gesamtkalorien eine gesündere Ernährungsweise fördern und damit auch das Risiko für die Entstehung und das Fortschreiten von nichtübertragbaren Krankheiten senken kann.

Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten der Bundesregierung soll dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Reduktionsstrategie: Welche Zucker sollen reduziert werden und warum?

Zucker dienen als Geschmacksgeber. Sie erfüllen aber auch technologische Funktionen während der Herstellung (Textur) und der Lagerung (Haltbarkeit) von Fertigprodukten. Außerdem liefern sie Energie.

Die Reduktionsstrategie verfolgt das Ziel, die Menge an Zucker, die bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln zugesetzt wird, zu verringern.

Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) definiert "zugesetzte Zucker" als Zucker aus allen Quellen, die Saccharose, Fruktose, Glukose, Stärkehydrolysate wie Glukosesirup, hochkonzentrierten Fruktosesirup und andere Zuckerzubereitungen beinhalten und entweder als solche verzehrt werden oder Produkten bei der Herstellung oder Zubereitung zugesetzt werden.

Natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommende Zucker wie Fruktose in Obst, Gemüse oder Laktose in Milch und Milchprodukten sind von der Reduktionsstrategie ausgenommen.

Der Konsum von Zucker ist ein Risikofaktor für Karies. Ein übermäßiger Konsum von Zucker kann darüber hinaus das Risiko für Übergewicht und Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 sowie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebserkrankungen erhöhen. In Deutschland nehmen insbesondere Kinder und Jugendliche einen hohen Anteil an zugesetztem Zucker und zusätzliche Kalorien über zuckergesüßte Erfrischungsgetränke zu sich. Ein hoher Konsum dieser Erfrischungsgetränke wird besonders kritisch gesehen, weil dadurch relativ hohe Energiemengen aufgenommen werden, ohne entsprechend zur Sättigung beizutragen.

Reduktionsstrategie: Welche Fette sollen reduziert werden und warum?

Fette sind hochwertige Energielieferanten. Darüber hinaus sind bestimmte Fettsäuren für den Menschen essentiell (d.h., sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden) und gehören zu einer gesunden Ernährung. Aus diesem Grund ist die Zusammensetzung der mit der Nahrung aufgenommenen Fette entscheidend. Erwünscht ist ein hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren, der vor allem in pflanzlichen Ölen und Fisch zu finden ist. Gesättigte Fette sollten hingegen nur in geringen Mengen verzehrt werden, und der Anteil an industriellen trans- Fettsäuren (also trans-Fettsäuren, die nicht natürlicherweise in tierischen Fetten vorkommen) sollte möglichst niedrig sein.

Studien haben gezeigt, dass sich eine hohe Zufuhr von gesättigten Fettsäuren ungünstig auf den Fettstoffwechsel auswirkt und dadurch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen steigt. Auch eine hohe Zufuhr von trans-Fettsäuren erhöht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen.

Die Reduktionsstrategie verfolgt daher das Ziel, in verarbeiteten Lebensmitteln nicht nur den Gesamtfettgehalt, sondern vor allem den Gehalt an gesättigten Fettsäuren beispielsweise durch Austausch von gesättigten durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu reduzieren. Außerdem soll der nationale Prozess zur Minimierung von industriellen trans-Fettsäuren, auf den sich das BMEL und die Lebensmittelwirtschaft verständigt haben und der seit dem Jahr 2011 erfolgreich läuft, durch die Formulierung von praxisbezogenen Forschungsvorhaben gezielt ergänzt werden.

Auf welche Lebensmittel zielt die Reduktionsstrategie ab?

Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz will dort ansetzen, wo die größten Wirkungen erzielbar sind: Sie fokussiert daher auf Fertigprodukte. Im Sinne der Strategie sind Fertigprodukte verarbeitete Produkte wie Tiefkühlpizza, Fertigmenüs und Snacks, die aus einem oder mehreren Lebensmitteln bestehen und denen Zucker und /oder Fette und/oder Salz zugesetzt sind. Sie sind Teil eines modernen Lebensstils geworden und können einen hohen Anteil der täglichen Ernährung ausmachen. Nicht selten weisen diese Produkte hohe Gehalte an Zucker, Fett und/oder Salz auf.

Es erscheint daher im Sinne der Strategie zielführend, sich mit Reduktions- und Produktinnovationsmaßnahmen auf Fertigprodukte zu konzentrieren. Bereits in der frühen Kindheit werden Geschmackspräferenzen geprägt, die einen Einfluss auf spätere Ernährungsgewohnheiten haben können. Daher stehen bei den Reduktionsmaßnahmen speziell an Kinder und Jugendliche gerichtete Lebensmittel besonders im Fokus.

Reduktionsstrategie: Wie wird bewertet, ob in den Fertigprodukten weniger Zucker, Fette und Salz enthalten sind?

Mit einem Produktmonitoring können, aufbauend auf einer bereits erfolgten Basiserhebung, mögliche Veränderungen im Zeitverlauf von Zucker-, Fett- und Salzgehalten in Fertigprodukten ermittelt werden. Die Basis des Produktmonitorings bildet eine Datenbank des Max Rubner-Instituts aus dem Jahr 2016, die Energie- und Nährstoffgehalte von 12.500 im deutschen Lebensmitteleinzelhandel häufig gekauften Fertigprodukten sowie Angaben zu den "Big Seven" (Energiegehalt, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß, Salz) beinhaltet.

Die Lebensmittel wurden dabei in 18 Produktgruppen (z. B. Joghurtzubereitungen) und 167 Untergruppen (z. B. Fruchtjoghurt) unterteilt. Im Jahr 2018 erfolgte eine ergänzende Erhebung der Zuckergehalte von 1.750 Erfrischungsgetränken.

Zur Überprüfung der von der Lebensmittelwirtschaft vereinbarten Reduktionsziele werden die Energie-, Zucker-, Fett- und Salzgehalte in den entsprechenden Produktgruppen in regelmäßigen Abständen erneut erhoben.

Zwischen September und Dezember 2019 fand die erste Folgeerhebung des Produktmonitorings statt. Dabei standen diejenigen Produktgruppen im Fokus, für die derzeit konkrete Zielvereinbarungen der Lebensmittelwirtschaft vorliegen: Milchprodukte, Erfrischungsgetränke, Tiefkühl-Pizzen und Frühstückscerealien. Seit April 2020 liegen die Ergebnisse vor. Sie zeigen, dass die Strategie bereits Wirkung entfaltet: In allen untersuchten Produktgruppen wurden die Gehalte an Energie, Zucker oder Salz reduziert.

Wie wird der Erfolg der Reduktionsstrategie bewertet?

Es mag einfach und verlockend klingen, eine "Zuckersteuer" auch in Deutschland einzuführen. Das BMEL hält dies aber nicht für den richtigen Weg, um den Verbraucherinnen und Verbrauchern einen gesunden Lebensstil nahe zu bringen.

Auch wenn in anderen Ländern durch die Einführung einer Steuer bzw. Abgabe kurzfristige Effekte auf das Kauf- und Konsumverhalten bei zuckergesüßten Getränken beobachtet werden, sind langfristige Effekte bisher nicht geklärt. So ist noch unklar, ob die Einführung der Steuer wirklich auf Dauer den Konsum verändert.

Ebenfalls ist nicht bekannt, ob angesichts möglicher Ausweichreaktionen tatsächlich das übergeordnete Ziel, das heißt die Reduzierung von Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) sowie ernährungsmitbedingten Krankheiten, erreicht werden kann.

Mit seiner Ernährungspolitik verfolgt das BMEL einen ganzheitlichen ernährungsbezogenen Ansatz der durch ein enges Monitoring die Entwicklungen ständig im Blick behält, um einen langfristigen, nachhaltig gesundheitsförderlichen Lebensstil zu ermöglichen.

Dieser wird auch mit dem Nationalen Aktionsplan "IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" verfolgt, in dem neben dem Ernährungsverhalten gleichermaßen das Bewegungsverhalten eine wichtige Rolle spielt. Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten ist ein wichtiger Baustein dieses ganzheitlichen Konzepts und trägt mit dazu bei, eine gesunde Ernährung für solche Bevölkerungsgruppen zu erleichtern, die mit anderen Maßnahmen nicht oder nur schlecht erreicht werden.

Weniger Zucker/Fette/Salz in Fertigprodukten: Wie werden Verbraucherinnen und Verbraucher aufgeklärt und informiert?

Rezepturänderungen allein garantieren keine gesündere Ernährung. Letztlich entscheiden die Verbraucherinnen und Verbraucher bei ihrem Einkauf selbst darüber, welche Lebensmittel sie kaufen und ob bei der Auswahl gesundheitsrelevante Aspekte eine Rolle spielen.

Die Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten ist nur dann zielführend, wenn es Schritt für Schritt gelingt, die gesunde Wahl für den Konsumenten auch zur einfacheren Wahl zu machen.

Voraussetzung dafür ist die Aufklärung und die Stärkung der Ernährungskompetenz der Verbraucherinnen und Verbraucher. Von Seiten des BMEL wird die Strategie durch eine breit angelegte, die verschiedenen Zielgruppen adressierende Aufklärungskampagne begleitet. Das im Jahr 2017 neu gegründete Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) wird hierbei eine koordinierende Rolle übernehmen. Verschiedene Akteure des Runden Tisches haben bereits signalisiert, eigene Beiträge beizusteuern.

Erschienen am im Format FAQ-Liste

Das könnte Sie auch interessieren

Das Pro­dukt­mo­ni­to­ring zur Na­tio­na­len Re­duk­ti­ons- und In­no­va­ti­onss­tra­te­gie (Thema:Reduktionsstrategie)

Ein engmaschiges Produktmonitoring überprüft den Fortschritt der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten (NRI) während ihrer Umsetzung. Es gliedert sich in mehrere Einzelerhebungen und wird vom Max Rubner-Institut (MRI) durchgeführt. Die Ergebnisse geben Auskunft über die Entwicklung der Zusammensetzung von am Markt erhältlichen verarbeiteten Lebensmitteln im festgelegten Zeitverlauf und zeigen, ob Bedarf zur Nachsteuerung oder weiterer Handlungsbedarf besteht.

Mehr

Ver­bot von Zucker­zu­satz in Tees für Säug­lin­ge und Klein­kin­der (Thema:Verbraucherschutz)

Der Bundesrat hat eine Verordnung von Bundesministerin Julia Klöckner beschlossen. Sie sieht ein Verbot von Zuckerzusatz in Tees für Säuglinge und Kleinkinder vor.

Mehr

For­schung zur Na­tio­na­len Re­duk­ti­ons- und In­no­va­ti­onss­tra­te­gie (Thema:Reduktionsstrategie)

Das BMEL fördert viele Projekte, die dazu forschen, wie sich Zucker, Fett und Salz reduzieren lassen - beziehungsweise wie Ersatzprodukte eingesetzt, Geschmackswirkungen erhöht oder Reformulierung erfolgreich umgesetzt werden können.

Mehr

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Diese Seite verwendet Cookies, damit Sie Funktionalitäten in vollem Umfang nutzen können, wie z.B. die Bestellung von Publikationen im Warenkorb. Nähere Informationen dazu finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.