Forschung zum ökologischen Landbau: Statement Parlamentarischer Staatsekretär Uwe Feiler zu Aussagen von Peter Röhrig, Geschäftsführer des BÖLW

Zu den Aussagen von Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), die Bundesregierung würde zu wenig in die Forschung zum ökologischen Landbau investieren, erklärt der Parlamentarische Staatsekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Uwe Feiler:

"Die Rechnung zur Öko-Forschung, die der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) aufmacht, ist unseriös, weil viel zu undifferenziert. Behauptungen werden auch nicht dadurch richtig, je öfter man sie wiederholt.

Fakt ist: Unser Ministerium unterscheidet bei der Forschungsförderung nicht zwischen ökologischem und konventionellem Landbau. Wir investieren viel Geld in unsere horizontalen Forschungsprogramme: Von den Ergebnissen profitiert natürlich auch der Ökolandbau. Die Mittel für unser Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) haben wir in den vergangenen fünf Jahren zudem fast verdoppelt. Damit haben wir die Möglichkeit, Forschung mit besonderer Relevanz für den Ökolandbau gezielt zu unterstützen. Allein über das BÖLN hat unser Ministerium bereits mehr als 1.140 Forschungsvorhaben gefördert.

Ebenso geht in die Rechnung des BÖLW nicht das Engagement unserer Ressortforschung ein: Neben unserem Institut für Ökologischen Landbau am Thünen-Institut, haben auch unsere anderen Ressortforschungseinrichtungen den Ökolandbau im Blick.

Das und vieles mehr lässt der BÖLW unter den Tisch fallen. Das ist unredlich und bedauerlich. Denn bio und konventionell sollten wir nicht gegeneinander ausspielen. Uns geht es um ein gutes Miteinander!"

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