Bundesminister Cem Özdemir zu den Beschlüssen der Agrarministerkonferenz

Das folgende Statement von Bundesminister Cem Özdemir zu den Beschlüssen der Agrarministerkonferenz können Sie gerne für Berichterstattung verwenden.

Bundesminister Cem Özdemir: "Als Agrarministerinnen und -minister müssen wir Zielkonflikte gemeinsam lösen: Klimakrise, Artensterben, die Sicherung unserer Ernten und starke Höfe. Landwirtschaft denkt und arbeitet in Generationen, das müssen wir auch tun. Dafür müssen wir unsere Agrar- und Ernährungssysteme zukunftsfest aufstellen. Eine Alternative gibt es nicht. Wir konnten trotz unterschiedlicher Haltungen und Perspektiven gut miteinander diskutieren und haben gute Beschlüsse gefasst. Klar ist, dass wir Lösungen finden müssen, die tragfähig sind. Mit Blick auf die Sorgen der Krabbenfischer bedeutet das: Wir müssen Schützen und Nutzen zusammenbringen – ausgewogen und differenziert. Ich freue mich, dass mir die Agrarministerinnen und Agrarminister der Länder heute geschlossen den Rücken gestärkt haben, um in Brüssel gegen ein pauschales Schleppnetzverbot und damit für die deutsche Krabbenfischerei zu kämpfen! Wir haben auch über den Umbau der Tierhaltung gesprochen. Nach einem Jahr harter Arbeit gibt es eine Verständigung auf Bundesebene. Jetzt geht es darum, das alle – überparteilich – für eine zukunftsfeste Tierhaltung sorgen. Dazu lade ich alle ein. Gemeinsam können Bund und Länder eine zukunftsfeste Tierhaltung gestalten. Ich freue mich, dass die Länder hier hohe Ambitionen zeigen. Eine Sache hat sich seit der letzten AMK nicht verändert: Die Sorge um die Vorschläge der EU-Kommission zum zukünftigen Umgang mit Pflanzengesundheit. Leider wird die Debatte manchmal auf die reine Pflanzenschutzmittelreduktion verengt. Es ist mir daher wichtig zu betonen, dass wir einerseits die Höfe dabei unterstützen, den Einsatz zu reduzieren, und uns andererseits in Brüssel dafür einsetzen, mit Maß und Mitte vorzugehen. Schließlich will ich meinem Kollegen Werner Schwarz ausdrücklich für die gute Organisation und die konstruktive Atmosphäre bedanken."

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