Özdemir fordert mehr Anstrengung gegen Hunger

Vor dem Hintergrund des heute veröffentlichten UN-Ernährungsberichtes können Sie den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, gerne wie folgt zitieren:

"Jeder Mensch, der hungert, ist einer zu viel – damit können wir uns nicht abfinden! Der Hunger ist dort am größten, wo die Klimakrise bereits heute ungebremst zuschlägt – und Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Hungersnot noch verschärft. In der Ukraine können Bauern ihre Felder nicht bestellen und so Getreide für die Weltmärkte produzieren – das hat etwa in Afrika und auch in Asien verheerende Folgen. Russlands Taktieren rund um das Schwarzmeer-Abkommen verschärft die weltweite Ernährungssituation zudem erheblich. Es muss ein Ende haben, dass Hunger als Waffe eingesetzt wird."

Weiter betonte Minister Özdemir: 

"Die Weltgemeinschaft hat in der Agenda 2030 das Versprechen abgegeben, den Hunger und die Fehlernährung weltweit zu beenden. Bis dahin sind es gerade noch acht Ernten. Humanitäre Hilfe ist essenziell, um Menschenleben zu retten und um betroffene Regionen zu stabilisieren. Aber nur kurzfristige Hilfe und Geld allein lösen das Problem nicht. Während Krieg und Klimakrise mit einem Wimpernschlag großen Schaden anrichten, braucht es eben Zeit, Felder zu bestellen. Wir müssen weg vom kurzfristigen Krisenhopping, unsere Unterstützung muss langfristig wirken. Deshalb müssen wir die landwirtschaftliche Entwicklung weltweit und nachhaltig stärken, wir brauchen einen Fokus auf langfristige Lösungen, eine grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme. Getreidesilos bauen statt Getreidesäcke schicken – darum muss es gehen. Damit jeder Mensch Zugang zu angemessener Nahrung hat und ein selbstbestimmtes Leben in Würde leben kann."

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