Agrarrat befasst sich erstmals mit Strategiedialog über Zukunft der Landwirtschaft in Europa

Am kommenden Dienstag werden die Agrarministerinnen und -minister der EU-Mitgliedstaaten in Brüssel zu ihrer ersten Ratstagung im neuen Jahr und erstmals unter belgischer Ratspräsidentschaft zusammenkommen. Im Mittelpunkt des Agrarrates steht ein erster Austausch zum strategischen Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft in Europa. Bei der Ratstagung wird Deutschland durch die Staatssekretärin Silvia Bender vertreten, da Bundesminister Özdemir bei der Grünen Woche terminlich gebunden ist.

Im Vorfeld der Ratstagung erklärt Staatssekretärin Silvia Bender: "Landwirtschaft braucht eine wirtschaftliche Perspektive und Planungssicherheit. In Deutschland zeigte sich die Intensität der gesellschaftlichen Debatte über den Landwirtschafts- und Ernährungssektor schon 2019 in Protestbewegungen – und nun erneut im Zuge der Haushaltskonsolidierung. Es gibt hervorragende Ideen aus der Borchert-Kommission und der Zukunftskommission Landwirtschaft, an denen alle Akteure mitgearbeitet haben und die einen breiten Konsens erfahren haben. Als deutsches Landwirtschaftsministerium sind wir seit zwei Jahren dabei, diese Ideen in Politik umzusetzen. Doch schon seit vielen Jahren steht die Landwirtschaft vor vielen Herausforderungen: Sie muss den Auswirkungen der Klimakrise und dem Verlust der Biodiversität begegnen, sich geänderten Anforderungen seitens der Gesellschaft und der Kundinnen und Kunden ebenso anpassen wie Umweltanforderungen genügen, und gleichzeitig gut wirtschaften können. Wir begrüßen es, dass jetzt auch die Kommission einen Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft auf den Weg bringt. Wichtig ist, dass dabei alle Beteiligte an einen Tisch geholt werden - von der Landwirtschaft über Naturschutz bis Wissenschaft und Handel. Nur so kann das Ergebnis Akzeptanz erfahren und in der Breite wirken."

Die neue belgische Ratspräsidentschaft wird im Rat ihr Arbeitsprogramm präsentieren. Bender: "Wir werden Belgien nach Kräften unterstützen, die europäische Land- und Forstwirtschaft nachhaltiger und krisenresistenter zu machen. Ich freue mich, dass sich Belgien auch vorgenommen hat, dem Tierschutz besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Wir brauchen dringend europaweit einheitliche Regelungen – diese Lücke beim Tierschutz muss geschlossen werden."

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