Positive Bilanz bei letztem Land(auf)Schwung-Vernetzungstreffen

Das vom BMEL geförderte Modellvorhaben Land(auf)Schwung geht in die Zielgerade: Noch bis Ende des Jahres 2019 können die 13 Landkreise eigenverantwortlich Projekte vor Ort fördern, bevor das Modellvorhaben im April 2020 final abgewickelt sein wird.

Das neunte Vernetzungstreffen vom 10. bis 12. September im thüringischen Landkreis Greiz war daher gleichzeitig auch das letzte gemeinsame Treffen im Rahmen des Modellvorhabens. Über 30 Vertreterinnen und Vertreter aus den 13 Förderregionen, des BMEL, der BLE und dem Thünen-Institut für Ländliche Räume (TI) trafen sich in Zeulenroda-Triebes, um ein halbes Jahr vor Ende der Förderphase noch einmal ihre Erfahrungen auszutauschen. Im Rahmen eines Abschlussworkshops reflektierten die Teilnehmenden die Entwicklungsprozesse in ihren Regionen und diskutieren die gewonnenen Erkenntnisse. Demnach waren der hohe Grad an Selbstbestimmung und die große Flexibilität, die den Regionen u.a. durch das Regionalbudget ermöglicht wurden, entscheidende Erfolgsfaktoren des Modellvorhabens. So konnten viele neue Akteure für die Regionalentwicklung in den Förderregionen gewonnen und motiviert werden.

Seit Beginn des Modellvorhabens im Jahr 2015 untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des TI die Prozesse in den Land(auf)Schwung-Regionen. Das Treffen im Landkreis Greiz wurde von ihnen dazu genutzt, erste Ergebnisse ihrer Forschungen zu den Schwerpunkten "Daseinsvorsorge" und "Regionale Wertschöpfung" vorzustellen und gemeinsam mit den Regionen zu diskutieren.

Besuch von Land(auf)Schwung-Projekten im Landkreis

Um einen Einblick in die Arbeit der Förderregion Greiz zu erhalten, besuchten die Teilnehmenden verschiedene Projekte vor Ort. Der Landkreis Greiz stellt im Rahmen von Land(auf)Schwung zum einen die Vermarktung regionaler Ressourcen in den Mittelpunkt, zum anderen geht es um die Nutzung historischer Vierseithöfe und unternehmerisches Engagement zur Unterstützung der Daseinsvorsorge.


Startpunkt der Exkursion war die Mosterei in Langenwolschendorf, wo Kunden unter dem Motto "Vom Feld in den Gaumen" ihr Obst zu Saft verarbeiten lassen können und die Land(auf)Schwung-Akteure einen Blick auf die Mostanlage und in den Hofladen warfen. In der Pâtisserie Bergmann in Stelzendorf überzeugten sich die Besucherinnen und Besucher anschließend, wie einem alten Vierseithof neues Leben eingehaucht wurde und gleichzeitig ein kulinarischer Hotspot und beliebter Treffpunkt in der Region entstanden ist. Kulinarisch ging es auch in der Hofkäserei Büttner in Hohenleuben weiter, wo dank der Land(auf)Schwung-Förderung seit neuestem auch Bio-Käse hergestellt wird – natürlich mit Milch aus der Region. Auch auf dem Hof der Agrargenossenschaft Kauern konnten die Besucherinnen und Besucher sprichwörtlich einen Blick hinter die Kulissen werfen: Vom KuhCafé aus können die Gäste durch Panoramafenster direkt in den anliegenden Kuhstall schauen und die dortigen Arbeitsabläufe beobachten. Die auf dem Hof produzierten Waren und weitere regionale Produkte werden im dazugehörigen Hofladen verkauft. Den Abschluss der Rundtour durch den Landkreis Greiz bildete ein gemeinsamer Besuch der Gräfenbrücker Eventhöfe, wo aus zwei alten Gehöften ein Ort für Seminare, Koch-Events und Veranstaltungen entstanden ist.


Die Projekte und vor allem die Menschen, die diese mit viel Engagement vorantreiben und möglich machen, zeigten eindrucksvoll, wie die Region Greiz die lokal vorhandenen Ressourcen nutzt und unternehmerische und kreative Initiativen unterstützt.

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