EsRam - Antibiotikaresistente Erreger bei Mastgeflügel reduzieren

Krankheitserreger werden zunehmend weniger empfindlich oder sogar resistent gegenüber Antibiotika. Ziel eines vom BMEL geförderten Forschungsprojektes ist die Verbesserung der Tiergesundheit und damit ein geringerer Einsatz von Antibiotika. Die Zuwendungsbescheide dafür wurden in Berlin übergeben.

Laufzeit: 2016 - 2019
Volumen: 2,5 Mio. Euro

Tiere und Menschen werden oft von denselben Krankheitserregern infiziert und mit denselben Antibiotika behandelt. Somit haben sie gegenseitig Einfluss auf das Problem, dass zunehmend bakterielle Krankheitserreger auftreten, die resistent gegenüber Antibiotika sind. Um die Gesundheit von Menschen und Tieren zu schützen und die Wirksamkeit von Antibiotika zu erhalten, müssen alle Verantwortlichen zusammenarbeiten.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat im Rahmen der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) unter anderem die Aufgabe, Forschung zur Reduzierung und Kontrolle von Antibiotika-Resistenzen zu unterstützen. Im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung fördert das BMEL Forschungsprojekte im Umfang von acht Millionen Euro mit dem Ziel, die Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien zu verhindern oder zumindest einzudämmen

Forschungprojekt EsRAM

Das Forschungsvorhaben mit dem Titel "Entwicklung stufenübergreifender Reduktionsmaßnahmen für Antibiotikaresistente Erreger beim Mastgeflügel (EsRAM)" hat das Ziel, die Sicherheit von Geflügelfleischprodukten weiter zu verbessern, indem die Belastung durch antibiotikaresistente Erreger reduziert wird. Dazu werden einzelne Bereiche in der Geflügelproduktion betrachtet sowie neue und verbesserte Verfahren und Technologien entwickelt. Im Rahmen vorangegangener Forschungsprojekte wurden sogenannte Schlüsselstellen identifiziert. Zu diesen Schlüsselstellen gehören beispielsweise die Bruteidesinfektion und -hygiene oder die Optimierung der Haltungssysteme und der Fütterung. Weitere Beispiele sind die Entwicklung von Verfahren zur Beseitigung des Kots oder die Optimierung bestehender und Entwicklung neuer Verfahren und Technologien für die Schlachtung und Verarbeitung von Mastgeflügel.

Das BMEL stärkt die Forschung für mehr Tierwohl. Zu den geförderten Forschungsprojekten zählen unter anderen Projekte zur Entwicklung und standardisierten Bewertung von Tierschutzindikatoren, für die Verbesserung der Haltungssysteme und zu den gesellschaftlichen Erwartungen an die Tierhaltung.

Erschienen am im Format Forschungsprojekt

Adresse

Freie Universität Berlin
14195 Berlin

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