TAKOWIND II - Reifen aus Löwenzahn

Züchtung, Anbau und Verwertung von Russischem Löwenzahn
(Taraxacum koksaghyz)

Laufzeit: 2016 - 2019

Ziel


Geforscht wird entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Züchtung über den Anbau bis hin zur Verwertung des Pflanzensaftes als Kautschuk oder Latex mit dem Ziel

  • einer Intensivierung und Beschleunigung der Züchtung,
  • der Steigerung des Kautschuk- bzw. Latexertrags der Pflanzen (Steigerung des Kautschukgehalts in der Pflanze auf mindestens 10 Prozent) sowie
  • Grundlagenwissen für einen kommerziellen Anbau zu gewinnen.

Aufgaben

  • Der wachsende Bedarf an Pkw und Lkw bewirkt eine weltweit steigende Nachfrage nach Naturkautschuk. Ein Lkw-Reifen enthält bis zu 25 kg des nachwachsenden Gummis.
  • Synthetische Polymere können die exzellenten technischen Eigenschaften von Naturkautschuk nicht erreichen.

Status Quo

  • Bisherige Gewinnung von Naturkautschuk: Milchsaft des Kautschukbaums (Hevea brasiliensis). Diese Bäume wachsen ausschließlich in den Tropen.
  • Bis zum Jahr 2024 wird eine geschätzte Anbaufläche von 2 bis max. 3,5 Millionen Hektar zusätzlicher Kautschukbäume gebraucht.
  • Zusätzliche Gewinnung von Naturkautschuk aus alternativen Quellen ist nötig.

Vorteile

  • Neue Einkommensquelle für Landwirte
  • Bereicherung der Anbauvielfalt auf den heimischen Äckern
  • Potenzieller Schutz der Regenwälder
  • Wachstum unter vielfältigen Bedingungen
  • Ertrag bereits im ersten bis zweiten Jahr (Kautschukbaum: fünf bis acht Jahre)
  • Einsparung von Transportwegen durch den Anbau in Mitteleuropa
  • Entkoppelung von den Preisschwankungen am Weltmarkt

Projektdaten und -partner

TAKOWIND II ist ein Verbund von Teilprojekten (Förderkennzeichen in Klammern), der von den Partnern

  • Continental Reifen Deutschland GmbH (22009516)
  • ESKUSA GmbH (22024015)
  • hortilab – Labor für pflanzliche Gewebekultur (22009416)
  • Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) (22009116, 22009216)
  • Synthomer Deutschland GmbH (22009716)
  • Universität Regensburg (22009616)
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) (22008916) realisiert wird.

Erschienen am im Format Forschungsprojekt

Adresse

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)
18276 Gülzow-Prüzen

zur Übersichtskarte

Das könnte Sie auch interessieren

Bun­des­wett­be­werb Holz­bau­Plus (Thema:Nachwachsende Rohstoffe)

HolzbauPlus – das bedeutet den Einsatz von Holz plus weiteren Naturbaustoffen beim Bauen und Sanieren. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) würdigt mit dem Wettbewerb Bauleistungen mit nachwachsenden Rohstoffen als Beitrag zur klimaschonenden und nachhaltigen Baukultur.

Mehr

Von den fos­si­len Roh­stof­fen zur nach­hal­ti­gen Nut­zung (Thema:Nachwachsende Rohstoffe)

Um die Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen zu erhalten, muss der Ressourcenverbrauch auf ein ökologisch verträgliches Maß reduziert werden.

Mehr

Das För­der­pro­gramm "Nach­wach­sen­de Roh­stof­fe" des BMEL (Thema:Bioökonomie)

Das neuausgerichtete Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe" ist die Grundlage für die Fortsetzung einer erfolgreichen Förderung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Bereich der Nachwachsende Rohstoffe.

Mehr

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Diese Seite verwendet Cookies, damit Sie Funktionalitäten in vollem Umfang nutzen können, wie z.B. die Bestellung von Publikationen im Warenkorb. Nähere Informationen dazu finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.