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Stärkung der Landwirte durch verbessertes Risikomanagement

G7-Agrarministertreffen in Bergamo, Italien

Anlässlich des vom 14. bis 15. Oktober stattfindenden G7-Agrarministertreffens in Bergamo erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt:

"Es ist richtig, dass Italien mit dem Agrarministertreffen der Bedeutung der Landwirtschaft für die globale Ernährungssicherung auf der G7-Agenda einen angemessenen Platz einräumt. Die Agrarpolitik spielt eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Hunger. Die Landwirtschaft steht dabei vor großen Herausforderungen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der zunehmenden Globalisierung der Agrarmärkte gewinnt das Thema Risikomanagement eine neue Dringlichkeit. Den landwirtschaftlichen Unternehmen kommt hier ein hohes Maß an Eigenverantwortung zu. Unser gemeinsames Ziel muss es aber sein, die politischen Rahmenbedingungen zu schaffen, um unsere Landwirte bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen. Daher ist es dringend erforderlich, dass die betriebliche Risikovorsorge verbessert, präventive Maßnahmen umgesetzt und standortgerechte Produktionssysteme weiterentwickelt werden.

Unser gemeinsames Ziel ist es, den Agrarsektor für unterschiedliche Risiken widerstandsfähiger zu machen. Innerhalb des europäischen Strangs der G7 haben wir mit der Gemeinsamen Agrarpolitik bereits ein effizientes Instrumentarium geschaffen, um Agrarbetriebe beim Umgang mit Risiken zu unterstützen. Die Direktzahlungen sind ein wesentliches Instrument unseres Risikomanagements. Sie sichern in Krisensituationen ein Mindesteinkommen und ermöglichen in guten Zeiten die Bildung von Rücklagen. Damit sind sie ein unverzichtbares Instrument für die wirtschaftliche Stabilität bäuerlicher Betriebe und bringen zudem Liquidität in den ländlichen Raum. Handlungsbedarf besteht aber weiterhin bei der Verbesserung der Position der Erzeuger in der Wertschöpfungskette. Wir müssen verhindern, dass die Landwirte die Marktrisiken alleine tragen. Mein Ziel ist, die Position der Erzeuger in der Wertschöpfungskette weiter zu stärken.

Auch bei der Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen durch verminderten Einsatz von Antibiotika knüpfen die G7-Agrarminister in der heute beschlossenen Agrarministererklärung an die G20-Akitvitäten an. Unter deutscher G20-Präsidentschaft haben sich die G20-Agrarminister darauf verständigt, dass der Einsatz von Antibiotika auf therapeutische Zwecke beschränkt werden sollte. Das ist ein wesentlicher Fortschritt in der internationalen Agrar- und Gesundheitspolitik, aber wir dürfen uns auf dem Erreichten nicht ausruhen. Insbesondere die Anwendung sogenannter Reserveantibiotika muss restriktiver werden. Das wird nur gelingen, wenn Veterinär- und Humanmedizin eng zusammen arbeiten. Deshalb verfolgen wir in Deutschland den "One-Health-Ansatz". Unser gemeinsames Ziel muss es sein, den Einsatz von Antibiotika weiter zu minimieren."

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