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Insektenschutz ist bedeutend für die Landwirtschaft

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner: „Wir werden das Insektensterben umfassend bekämpfen – darauf haben wir uns im Koalitionsvertrag verständigt. Unsere Insekten sind für den Erhalt der Landwirtschaft entscheidend.

Daher ist es für mich wichtig, die Lebensgrundlagen für Insekten zu sichern: Durch wissenschaftliches Monitoring, biologische Vielfalt und in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern. Gemeinsam mit den Praktikern in der Landwirtschaft haben wir bereits viel getan und auf den Weg gebracht.“

Hintergrund:
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) investiert zum Schutz von Insekten jährlich rund drei Millionen Euro in Forschung und Kampagnen. Dazu gehört die Forschung am Institut für Bienenschutz des Julius Kühn-Institutes (JKI), wie Bienen und die Landwirtschaft miteinander interagieren. Die Wissenschaftler des JKI beschäftigen sich auch mit neuen Zuchtmethoden bei der Honigbiene. So sollen Bienen gezüchtet werden, die gegen Bedrohungen wie die Varroamilbe widerstandsfähiger sind. Zusätzlich zum Institut für Bienenschutz des JKI wird das BMEL ein wissenschaftliches Monitoring-Zentrum zur Biodiversität aufbauen, um auch den Lebensraum anderer Insekten zu gewährleisten.

Zum Ausbau der Artenvielfalt fördert das BMEL im Rahmen des EU-Agrarhaushalts die Aussaat von speziell auf Insekten und Bienen zugeschnittenen Blühpflanzen. Auch die Ackerbaustrategie, die in dieser Legislaturperiode vorgelegt wird, legt den Fokus auf Insektenschutz und Artenvielfalt. Julia Klöckner wird außerdem ihre Ressortkollegen sowie die Behörden im Geschäftsbereich des BMEL auffordern, für mehr Insektenfutter auf ihren Dächern oder Grünanlagen zu sorgen, um mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Die BMEL-Kampagne „Bienen füttern“ informiert bereits seit dem Jahr 2017 darüber, wie im Garten oder auf dem Balkon das Nahrungsangebot für Bienen und Insekten erweitert werden kann. Gartencenter und Baumärkte unterstützen die Kampagne, indem sie die für diese Tiere schmackhaften Pflanzen kennzeichnen. Bienenfreunden hilft auch die „Bienen-App“ des BMEL dabei, die richtige Auswahl an Pflanzen für den heimischen Garten oder Balkon zu treffen.

Insgesamt wird das BMEL auch in Zukunft den Blick darauf lenken, wie der Insektenschutz durch die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden kann. Denkbar ist beispielsweise ein Insekten-Atlas, bei dem Spaziergänger mittels hochladen von Bildern auf besonders insektenfreundliche Landschaften hinweisen oder auf Potentiale aufmerksam machen können. Auch E-Learning-Programme für zukünftige Imker können neue Möglichkeiten bieten.

Um das Thema der Bienengesundheit weiter bekannt zu machen, findet zudem am 20. Mai 2018 der erste Weltbienentag statt, der von Slowenien und dem BMEL initiierte wurde. Die Bienengesundheit war auf internationaler Ebene bereits im März 2017 Thema: Auf Einladung des BMEL fand die erste internationale Bienenkonferenz statt. Wissenschaft, Wirtschaft und Politik nutzten die Plattform zum Austausch über den Schutz von Bienen, um gemeinsame Aktivitäten stärker zu vernetzen.

Ein EU-weiter Erfolg für die Bienen war die Zustimmung Deutschlands und der Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten Ende April 2018, die Anwendung bienenschädlicher Neonikotinoide im Freiland nicht mehr zu genehmigen.

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