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Klöckner: "Forschung beim Bienenschutz als Basis für politische Entscheidungen."

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner war heute Gast beim 100. Geburtstag der Imkerschule Mayen. In ihrer Rede würdigte sie das ehrenamtliche Engagement und dankte den Imkern für ihren Einsatz zum Wohlergehen der Bienen. Klöckner betonte auch den Beitrag der Imkerschule zu wissenschaftsbasierten Fakten und Daten über Bienen.

"Die Imkerschule Mayen ist ein engagierter Stützpunkt für das Deutsche Bienenmonitoring, das mein Ministerium gemeinsam mit den Bundesländern finanziert. Dieses Monitoring ist in seiner Dimension und Aussagekraft in Europa einzigartig. Wir wissen durch die wissenschaftliche Arbeit, was den Bienen tatsächlich schadet und können entscheiden, was zu tun ist. So bringen wir Sachlichkeit in manche emotionalen Debatten. Wir haben beispielsweise Erkenntnisse, dass es den ursprünglich befürchteten Trend zu steigenden Winterverlusten nicht gibt – eine wichtige Erkenntnis bei den Diskussionen um Bienenvölkerverluste. Ich werde die Forschung im Bereich Insektenschutz verstärken und mit zusätzlichen fünf Millionen Euro ausstatten", sagte Klöckner.

Die Imkerschule Mayen ist auch Partner des BMEL-finanzierten Projektes FitBee. "In diesem Projekt hat sich ein Großteil der wichtigsten deutschen Bieneninstitute zusammengeschlossen, um gemeinsam mit Unternehmen Lösungen gegen das Bienensterben zu erarbeiten. Das ist ein weiterer Baustein zu unserem Einsatz für den Schutz von Bienen und Insekten, den wir bereits im Koalitionsvertrag beschlossen haben. Auch die Ackerbaustrategie, die derzeit von meinem Ministerium erarbeitet wird, sowie das im Schulterschluss mit dem Bundesumweltministerium erarbeitete Konzept der Biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft treiben wir weiter voran."

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt die Länder dabei, den Landwirten vielfältige, geförderte Maßnahmen zum Schutz der Wild- und Honigbienen anzubieten. Dazu gehören die Anlage von Blühstreifen und Blühflächen, die extensive Bewirtschaftung von Grünland und die Pflege von Hecken, Baumreihen und Feldgehölzen. Auch die Anlage von Streuobstwiesen kann gefördert werden. Ebenso trägt das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und sonstige Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) sowie die Eiweißpflanzstrategie zum Bienenschutz und Förderung von Bestäubern bei. Auch mit der Digitalisierung in der Landwirtschaft, dem sogenannten precision farming, können Insekten künftig besser geschützt werden, indem Dünger und Pflanzenschutzmittel passgenau ausgebracht werden.

Julia Klöckner hatte bereits im Mai dieses Jahres auf europäischer Ebene mitentschieden, dass einige bienenschädliche Neonikotinoide im Freiland nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Gleichzeitig starteten zahlreiche Initiativen zum Schutz von Bienen und Insekten: Neben der Kampagne zum Bienenfüttern bietet auch das Pflanzenlexikon und die Bienen-App des BMEL wertvolle Tipps. Auch das BMEL selbst hat seine Innenhöfe bienenfreundlich gestaltet und konnte von den eigenen Bienenvölkern bereits über 70 Kilogramm Honig ernten.

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