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Bundesministerin Julia Klöckner: „Wir alle tragen Verantwortung für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Meere“

Bundesfischereiministerin Julia Klöckner eröffnet die Jahrestagung des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) und würdigt dessen Bedeutung für die nachhaltige Nutzung und den Schutz der Meere.

Das Meer ist eine unserer zentralen Lebensgrundlagen: Es ernährt Menschen weltweit, es ist Energiequelle und Erholungsort. Doch die Anforderungen steigen: 2050 werden auf der Welt etwa zehn Milliarden Menschen leben – für deren künftige Ernährung und Versorgung nimmt die Bedeutung der Meere und Ozeane zu, gleichzeitig wird der Schutz maritimer Ökosysteme umso wichtiger. In diesem Spannungsfeld agiert der Internationale Rat für Meeresforschung (International Council of the Exploration of the Sea (ICES)), der den Zustand der Fischbestände und die Meeresökosysteme im Nordostatlantik analysiert und der Politik wichtige wissenschaftsbasierte Handlungsempfehlungen gibt.

Bundesfischereiministerin Julia Klöckner dazu: „Unsere drei Institute für Seefischerei, Ostseefischerei und Fischereiökologie beteiligen sich mit großem Engagement am internationalen wissenschaftlichen Diskurs. Erst im vergangenen Monat haben wir für unsere Fischereiforschung eine neue, hochmoderne Infrastruktur in Bremerhaven geschaffen – mit direktem Zugang zum Meer.
Die wissenschaftlichen Empfehlungen des ICES, die wir in der Fischereipolitik umgesetzt haben, haben in den vergangenen zehn Jahren eine außerordentliche Wirkung gezeigt: Vor allem die Implementierung des Prinzips des so genannten „Maximalen Dauerertrags“ hat vielen Beständen in der Nord- und der Ostsee bereits geholfen, sich wieder positiv zu entwickeln. Die Zahl der nachhaltig bewirtschafteten Bestände im Nordostatlantik ist sprunghaft angestiegen: von nur vier Beständen im Jahr 2008 auf 54 in diesem Jahr.
Aktuell und in Zukunft beschäftigen uns und den ICES die Auswirkungen des Klimawandels auf die Fischbestände, der nachhaltige Schutz der Meeres-Ökosysteme und die Entwicklung eines Ökosystem-Ansatzes für die Aquakultur.“

Hintergrund:
Vom 24. bis 27. September 2018 findet die jährliche ICES-Konferenz mit den weltweit renommiertesten Meeresforschern in Hamburg statt. ICES berät die Politik unter anderem hinsichtlich der jährlichen Gesamtfangmengen für einzelne Fischbestände.
Deutschland ist mit rund 2.400 Kilometer Küstenlinie Gründungsstaat des ICES und 2018 zum dritten Mal Gastgeberland der jährlichen Forschungskonferenz (zuletzt 2009). Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner eröffnet die Jahrestagung.
Bis Oktober 2018 steht dem ICES der ehemalige Leiter des Thünen-Instituts für Ostseefischerei, Dr. Cornelius Hammer, als Präsident vor. Er wird bei der diesjährigen Konferenz seinen Abschied geben.

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