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Bundesministerin Klöckner: "Die Nachfrage nach Bioprodukten wächst stärker als der Ökoanteil in Deutschland. Wir wollen das Potential stärker ausschöpfen!"

Bundesministerin stellt in Mainz den Fortgang der Nationalen Zukunftsstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums für Ökolandbau vor

2017 betrug der Umsatz in Deutschland mit Biolebensmitteln erstmals mehr als zehn Milliarden Euro. Deutschland ist mit großem Abstand der Hauptnachfrager nach Bioprodukten in der EU und steht weltweit nach den USA an zweiter Stelle.

Dazu Bundesministerin Julia Klöckner: "Wir alle können es täglich im Supermarkt sehen: Die Biobranche wächst. Bio ist längst kein Nischenprodukt mehr. Schon deshalb will ich Verbrauchergruppen versöhnen: diejenigen, die ökologische Produkte schätzen und diejenigen, die konventionell produzierte Lebensmittel kaufen. Ich will das Gegeneinander auflösen, das in manchen Köpfen steckt. Wir schreiben den Verbrauchern nicht vor, was sie zu kaufen haben. Wichtig ist mir aber, dass sie klar erkennen können, wie etwas hergestellt wurde und auf dieser Grundlage ihre Kaufentscheidung treffen. Erfreulich ist, dass die Nachfrage nach nachhaltig erzeugten Lebensmitteln kontinuierlich steigt. Jedoch hält der Anteil des Ökolandbaus in Deutschland damit nicht Schritt. Ich will, dass wir die Potentiale stärker nutzen und den Landwirten, die ihre Anbauweise umstellen möchten, behilflich sind. Forschung nach alternativen Pflanzenschutzmitteln, die Anwendung der Digitalisierung, Ausbildung sowie die passgenaue Beratung sind mir ein wichtiges Anliegen zur Unterstützung der Branche."

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat mit der "Zukunftsstrategie ökologischer Landbau" im Jahr 2017 die Weichen gestellt, um den Ökolandbau in Deutschland weiter voran zu bringen.

"Unsere Ressourcen wie Boden und Wasser zu schonen ist für die Bundesregierung und mein Ministerium keine hohle Phrase. So hat mein Ministerium mit der Zukunftsstrategie ökologischer Landbau die Weichen gestellt, damit der Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen steigt. Nachdem die EU-Öko-Verordnung schon angepasst wurde, will ich zudem mehr in Forschung investieren, zur weiteren Stärkung steht eine "Roadmap Forschung" kurz vor der Fertigstellung. Wir wollen zudem die Beratungen zur Umstellung von konventionell auf Bio fördern, den Ökolandbau in der beruflichen Ausbildung verankern und regionale Biowertschöpfungsketten stärken. Damit schaffen wir es auch, dass der Bio-Anteil der Außer-Haus-Verpflegung steigt", so Klöckner in der Gesprächsrunde in Mainz.

Im Bundeshaushalt 2018 sind die Mittel für das Bundesprogramm ökologischer Landbau (BÖLN) deutlich von 20 auf 30 Millionen Euro jährlich gestiegen. Förderungen, die dem ökologischen Anbau dienen, finden sich auch in weiteren Titeln des Agrarhaushaltes u.a. bei der Forschung, den agrarsozialen Leistungen oder bei den Messetiteln.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner: "Die Bundesregierung hat es sich im Koalitionsvertrag zum Ziel gemacht, den Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen bis zum Jahr 2030 auf 20 Prozent zu steigern. Daher begrüße ich es, dass nach Bundesländern wie dem Saarland, Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Thüringen nun auch Rheinland-Pfalz seine klaren Ziele formuliert hat und das Anliegen der Bundesregierung unterstützt."

Mit Blick auf die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2020 erklärt die Bundesministerin: "Wir werden auch in Zukunft in diesem Bereich nicht stehen bleiben. Denn auch in der Gemeinsamen Agrarpolitik in der Europäischen Union setze ich mich für den Ökolandbau ein. Mit einer starken Ersten Säule können die Einkommen unterstützt und ein zielgerichteter, ambitionierter Beitrag zur Stärkung der biologischen Vielfalt und zum Klima- und Ressourcenschutz erreicht werden. Auch die Mittel der Zweiten Säule werden laut derzeitigen Vorschlägen mit mindestens 30 Prozent für den Klimaschutz, zum Schutz der Biodiversität und zur nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft ausgegeben. Letztlich kann es uns nur gemeinsam – auf allen Ebenen in Europa, im Bund und in den Ländern – gelingen, unser 20-Prozent-Ziel bis 2030 zu erreichen", so Klöckner abschließend.

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