Erschienen am im Format Pressemitteilung Nr. 85/2019

Klöckner: "Vom Weinberg in die Cloud aufs Smartphone des Winzers – das ist sinnvolle Vernetzung"

Bundesministerin eröffnet in Kallstadt Weinbergs-Wetterstation und betont Bedeutung der Digitalisierung für grünen Berufe – Ministerium fördert diese Entwicklung mit der Einrichtung digitaler Test- und Experimentierfelder

Im "digitalen Weindorf" Kallstadt hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, am Wochenende eine Wetterstation direkt im Weinberg offiziell in Betrieb genommen. Dabei betonte sie:

"Datenübertragung direkt vom Sensor im Weinberg in die Cloud und auf das Smartphone des Winzers - in Kallstadt ist das Realität. Denn wichtige Informationen, unter anderem auch über die Blattnässe oder die Bodenfeuchtigkeit, werden nahezu in Echtzeit übertragen. Zudem warnt das System anhand von Berechnungsmodellen aktiv vor Trockenschäden oder anderen Gefahren.

Das Projekt verdeutlicht, wie Digitalisierung vor Ort konkret aussehen und helfen kann, Qualität zu sichern, durch passgenauen Einsatz etwa von Pflanzenschutzmitteln die Umwelt besser zu schützen und den Arbeitsalltag der Winzer zu erleichtern. Das ist sinnvolle Vernetzung, optimaler Einsatz digitaler Technik. Gerade in den grünen Berufen ist das wichtig, um diese noch attraktiver, zukunftsfester und erfolgreicher zu machen, den Arbeitsalltag der Landwirte zu erleichtern.

Diese Entwicklung zu fördern, ist mir ein großes Anliegen. Neben weiteren Förderprogrammen und Aktivitäten werden wir als Ministerium noch dieses Jahr daher digitale Test- und Experimentierfelder auf landwirtschaftlichen Betrieben einrichten, die sich mit der Digitalisierung im Bereich Tierschutz, Pflanzenbau, Datenkoordination oder mit dem ländlichen Leben befassen."

Hintergrund

Vier Funkmasten wurden rings um Kallstadt aufgebaut. Sie fangen die Daten auf, die 20 kleinere Funkeinheiten direkt in den Weinbergszeilen messen. Alles ist vernetzt mit der zentralen Wetterstation in der Weinlage Kronenberg am östlichen Rand der Kallstadter Gemarkung. Gemessen werden Temperatur, Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit, Luftdruck und Wind. In den Weinbergen kommen beispielsweise noch Werte über die Blattnässe hinzu. Auch die Bodenfeuchtigkeit wird gemessen, um die Winzer auf drohende Trockenschäden aufmerksam zu machen. Die Daten werden über das Mobilfunknetz an Rechner übertragen, die anhand von Berechnungsmodellen vor Gefahren warnen.

Erschienen am im Format Pressemitteilung

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Diese Seite verwendet Cookies, damit Sie Funktionalitäten in vollem Umfang nutzen können, wie z.B. die Bestellung von Publikationen im Warenkorb. Nähere Informationen dazu finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.