Nährwertkennzeichnung Erklärung zur Vorstellung der Umfrageergebnisse von Foodwatch und weiteren Verbänden


Zur heutigen Vorstellung von Umfrageergebnissen zum erweiterten, vereinfachten Nährwertkennzeichnung von Foodwatch und weiteren Verbänden erklärt der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Joachim Fuchtel:

"Es ist bemerkenswert, dass Foodwatch sich erst vehement gegen eine Verbraucherbeteiligung ausspricht, unsere Verbraucherbefragung kritisiert, dann aber schnell selbst eine Umfrage in Auftrag gibt.

Für uns geht hier ganz klar darum, dass das Nährwertkennzeichen dem Verbraucher eine schnelle und nützliche Hilfestellung im Alltag bietet. Darüber hinaus verlangt das EU-Recht fundierte und wissenschaftlich haltbare Erkenntnisse der Verbraucherforschung. Unsere wissenschaftlich-fundierte, seriöse und wertfreie Verbraucherumfrage ist daher auch weitgehender, umfasst sowohl einen qualitativen als auch einen quantitativen Teil. Bundesministerin Julia Klöckner hat dabei stets betont, dass das Ergebnis der Verbraucherforschung für ihre politische Positionierung maßgeblich ist."

Hintergrund:

Die Modelle, die in der Verbraucherumfrage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur Auswahl stehen, wurden gemeinsam mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), dem Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft sowie den Koalitionären festgelegt.
Es gibt dabei, anders als von Foodwatch behauptet, kein "Klöckner-Modell". Das Max Rubner-Institut (MRI) hat von inhaltlichen Vorgaben des BMEL unabhängig ein eigenes Kennzeichnungsmodell entwickelt. Dieses MRI-Modell ist nach der mit vzbv, BLL und den Koalitions-Fraktionen abgestimmten Entscheidung genauso Gegenstand der aktuellen Verbraucherforschung wie Nutriscore®, Keyhole® oder das von der Lebensmittelwirtschaft vorgeschlagene System.

Erschienen am im Format Interview

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