Erschienen am im Format Pressemitteilung Nr. 50/2020

Zukunftskommission Landwirtschaft wird eingerichtet

Berufung wird von der Bundesregierung vorbereitet – Sekretariat wird beim Bundeslandwirtschaftsministerium angesiedelt

Damit es in Deutschland weiterhin eine flächendeckend regionale Erzeugung geben kann, muss die heimische Agrarbranche wettbewerbsfähig sein und bleiben. Aus diesem Grund muss es einen angemessenen Ausgleich der Interessen geben. Was ist uns Landwirtschaft im eigenen Land Wert? Was kostet die Erfüllung gesellschaftlicher Erwartungen und wer zahlt das? Welche Kompromisse sind notwendig? Um diese Fragestellungen geht es.

Vor diesem Hintergrund hatte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel beim Agrargipfel im Dezember des vergangenen Jahres mit Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner den Deutschen Bauernverbands (DBV) und Land schafft Verbindung (LsV) gebeten, ein Konzept eines Mandats für eine ‚Zukunftskommission Landwirtschaft‘ zu erarbeiten. Dieses sollte Vorstellungen zu Ziel, Zusammensetzung und Organisation des Gremiums beinhalten.

Die Vorschläge wurden nun diese Woche im Bundeskanzleramt vom Präsidenten und dem Generalsekretär des DBV, Joachim Rukwied und Bernhard Krüsken, sowie den Organisatoren von Land schafft Verbindung Deutschland, Dirk Andresen und Sebastian Dickow, an die Kanzlerin und Bundesministerin übergeben. Die Zukunftskommission soll nun auf den Weg gebracht werden und ihre Arbeit aufnehmen – das wurde bei dem Treffen bekräftigt.

Im Grundsatz – so vereinbarte man – wird das auf Basis des nun vorgelegten Konzeptions- und Organisationsvorschlags erfolgen: Die Kommission soll Empfehlungen erarbeiten; dabei kann sie weitere Personen in ihre Arbeit einbinden. Notwendig ist eine ausgewogene Besetzung der Zukunftskommission mit Vertretern der Landwirtschaft, weiterer gesellschaftlicher Gruppen (insbesondere Umwelt-, Tierschutz- und Verbraucherverbände) sowie der Wissenschaft. Die Berufung wird jetzt innerhalb der Bundesregierung vorbereitet. Dazu gehört die Einrichtung eines Sekretariats beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Julia Klöckner: "Uns ist wichtig, dass Landwirtschaft in Deutschland eine gute Zukunft hat. Damit sich die junge Generation auch noch in zwanzig oder fünfzig Jahren für die Arbeit auf dem Acker und im Stall begeistert. Dass sie weiter gerne bereit und motiviert ist, Höfe zu übernehmen. Planungssicherheit und klare Perspektiven sind entscheidend. Ebenso müssen wir offen diskutieren, wie wir bei den Verbrauchern wieder mehr Wertschätzung und Anerkennung für die Leistungen der Landwirtschaft erreichen. Damit es zu einem Ausgleich der Interessen kommt, Landwirtschaft und Gesellschaft sich respektvoll begegnen."

Erschienen am im Format Pressemitteilung

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