Erschienen am im Format Pressemitteilung Nr. 52/2020

Geflügelpest bei Putenbetrieb in Niedersachsen bestätigt

Bundeslandwirtschaftsministerin ruft Geflügelhalter dazu auf, dringend verstärkt auf Biosicherheit zu achten

Die zuständigen Behörden in Niedersachsen haben am Freitag, 20. März, einen Fall von hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI, „Geflügelpest“) bei in einem Putenbestand im Landkreis Aurich gemeldet. Die Diagnose HPAI H5N8 wurde durch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesinstitut für Tiergesundheit, bestätigt.

Die verantwortliche Stelle vor Ort hat umgehend die nach Tiergesundheitsrecht vorgeschriebenen Maßnahmen wie die Sperre des Bestandes, die Tötung und unschädliche Beseitigung der Tiere im Bestand, die Einrichtung von Restriktionszonen sowie die Reinigung und Desinfektion ergriffen. Ferner wurden epidemiologische Ermittlungen im Hinblick auf Ein- sowie Verschleppungsmöglichkeiten aufgenommen. Auch bei zwei Mäusebussarden aus Brandenburg war am 20. März HPAI H5N8 nachgewiesen worden. 

Vor diesem Hintergrund ruft die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, die geflügelhaltende Betriebe – und auch Privathalter – dringend dazu auf, die Maßnahmen zur Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Beständen zu verstärken, um eine Einschleppung in ihre Bestände zu verhindern. Dazu gehört vor allem, einen möglichen Eintrag des Virus durch Kontakt zu Wildvögeln, aber auch über Fremdpersonen, zu vermeiden. 

Weitere Informationen zu Schutzmaßnahmen hat das Bundeslandwirtschaftsministerium unter folgenden Link zusammengestellt: 

https://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/Gefluegelpest-MassnahmenTierhalter.html

Hintergrundinformation zur „aviären Influenza“

Die Aviäre Influenza ist eine Infektionskrankheit der Vögel, die durch Viren ausgelöst wird. Unterschieden wird zwischen der hochansteckenden und einer weniger ansteckenden Form. Als „Klassische Geflügelpest“ wird eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza bei Geflügel und anderen Vögeln bezeichnet. Die Geflügelpest kann hohe Verluste verursachen, wenn sie in Nutztierbestände eingeschleppt wird. 

Wassergeflügel bildet ein natürliches Reservoir für die Viren, insbesondere für niedrig pathogene Influenzaviren. Solche niedrig pathogenen Influenzaviren können sich allerdings bei Wirtschaftsgeflügel wie etwa Hühnern und Puten, zur hoch pathogenen Form umwandeln; dann tritt das klinische Bild der Geflügelpest zutage. 

Erschienen am im Format Pressemitteilung

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