Erschienen am im Format Pressemitteilung Nr. 84/2020

Digitale Angebote stärken Daseinsvorsorge in den ländlichen Räumen

Bundesministerin Klöckner fördert 22 Landkreise im Rahmen des Programms "Smarte LandRegionen"

Ein Arzt in der Nähe und ein Bus, der nicht irgendwann fährt, sondern dann, wenn man ihn braucht: Was in großen Städten meist selbstverständlich ist, stellt viele Bürger in den ländlichen Räumen vor Herausforderungen. Eine Lösung liegt in der Digitalisierung: Video-Sprechstunden oder flexible Mobilitätskonzepte wie Ruf-Busse können den Alltag in vielen Dörfern erleichtern.

Um solche innovativen Ideen für neue digitale Plattformen und Anwendungen zu fördern und die Digitalisierung auf dem Land voranzutreiben, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Dezember das Modellvorhaben „Smarte LandRegionen“ gestartet – 25 Millionen Euro stehen dafür bereit.

Mit Bernkastel-Wittlich, Bad Kreuznach und Neuwied sind auch drei Landkreise aus Rheinland-Pfalz in die Vorauswahl der besten 22 Bewerbungen aufgenommen worden. In den kommenden vier Jahre werden sie bei der Umsetzung ihrer digitalen Strategie professionell vom Fraunhofer-Institut für Experimentelle Software Entwicklung IESE und dem Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (KomLE) bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung unterstützt – damit aus guten Ideen auch Realität wird.

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, machte deutlich, wie wichtig die Digitalisierung gerade im ländlichen Raum ist. "Digitale Angebote nutzen, um Daseinsvorsorge in den ländlichen Räumen zu stärken. Das bringen wir voran. Mit unserem Programm fördern wir Beispielgeber: Landkreise, die passgenau Lösungen für die Bedürfnisse ihrer Bürger entwickeln, um deren Alltag zu erleichtern. Ihre Ideen und das Vorangehen soll Inspiration auch für andere ländliche Regionen sein."

Hintergrund: Smarte LandRegionen

Das Modellvorhaben "Smarte LandRegionen" ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) und wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit rund 25 Millionen Euro unterstützt. Am Ende eines mehrstufigen Wettbewerbs werden, voraussichtlich im Spätsommer, von einer unabhängigen Jury anhand eines objektiven Kriterienkataloges sieben Modellregionen ermittelt, die dann aktiv mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelle Software Entwicklung (IESE) die digitalen Dienste gestalten. Die Bewerbungsphase ist im Dezember 2019 gestartet. 68 Landkreise haben sich beworben, 22 von ihnen haben sich nun in der ersten Runde qualifiziert. Sie werden am 20. Mai nun zunächst an einem Video-Workshop des IESE und des Kompetenzzentrums Ländliche Entwicklung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) teilnehmen, in dem sie über die weiteren Schritte des Wettbewerbs informiert werden. Eröffnet wird der Workshop von der Digitalisierungsbeauftragten des BMEL; Frau Prof. Dr. Engel Friederike Hessel, und dem Beigeordneten des Deutschen Landkreistages, Herrn Dr. Kay Ruge. Am Ende des mehrstufigen Wettbewerbs werden sieben Modellregionen stehen.

Erschienen am im Format Pressemitteilung

Weitere Informationen

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Diese Seite verwendet Cookies, damit Sie Funktionalitäten in vollem Umfang nutzen können, wie z.B. die Bestellung von Publikationen im Warenkorb. Nähere Informationen dazu finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.